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Kurztest | Der Ikea & Sonos Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher kann mehr als nur schick aussehen

Der Ikea Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher packt einen Hochtöner und einen Tieftöner ins schicke Gehäuse. (Bild: Hannes Brecher, Notebookcheck)
Der Ikea Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher packt einen Hochtöner und einen Tieftöner ins schicke Gehäuse. (Bild: Hannes Brecher, Notebookcheck)
Ikea und Sonos haben sich zusammengetan um mit dem Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher möglichst guten Sound mit einem ebenso ungewöhnlichen wie schicken Design zu kombinieren. Wie gut das geklappt hat zeigt unser Test.
Hannes Brecher,
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Der Bilderrahmen, der mehr kann

Die Ikea Symfonisk-Serie ist clever, denn der Spezialist für schicke Einrichtung packt Lautsprecher in herkömmliche Möbel, sodass diese im Eigenheim möglichst unauffällig und platzsparend sind. Bislang hat diese Partnerschaft mit Sonos ein kleines Regal für 99 Euro und eine Lampe für 179 Euro hervorgebracht, nun folgt der hier getestete Bilderrahmen.

Dabei handelt es sich um ein etwa 5 Kilogramm schweres Bild, das wahlweise mit zwei Schrauben an einer Wand befestigt oder aber mit kleinen Standfüßen auf ein Regal gestellt werden kann. Wer sich für die Wandmontage entscheidet, der sollte wissen, dass der Bilderrahmen nicht flach an der Wand sitzt, denn das Gehäuse ist im mittleren Bereich etwa 5 Zentimeter dicker als am Rand.

Die Halterung an der Wand erfolgt über eine kleine Metallplatte, die mit zwei Schrauben an der Wand befestigt wird – der Lautsprecher selbst wird anschließend aufgesteckt. Die Schrauben werden nicht mitgeliefert, da ja nach Wandaufbau unterschiedliche Schrauben benötigt werden. Ikea empfiehlt dazu das FIXA-Schraubenset.

Der Bilderrahmen ist auch in Schwarz erhältlich, in Zukunft sollen neue Motive zum Austauschen angeboten werden. (Bild: Ikea)
Der Bilderrahmen ist auch in Schwarz erhältlich, in Zukunft sollen neue Motive zum Austauschen angeboten werden. (Bild: Ikea)

Ein 3,5 Meter langes Stromkabel, das in Weiß ausgeführt wird, muss zu einer Steckdose geführt werden, ansonsten arbeitet der Lautsprecher aber komplett drahtlos. Clever: Überschüssiges Kabel kann in einer Vertiefung an der Rückseite verstaut werden.

Das Motiv lässt sich tauschen, Ikea will dazu künftig eine kleine Auswahl anbieten. Der Rahmen selbst ist wahlweise in Schwarz oder in Weiß erhältlich, in jedem Fall besteht das Gehäuse aus Hartplastik. Die Verarbeitung geht in Ordnung – Ikea leistet sich keine groben Schnitzer, das Gehäuse fühlt sich durch die Material-Auswahl aber nicht sonderlich hochwertig an, der Mechanismus zum Tauschen des Motivs ist etwas grobmotorig, hier wäre eine magnetische Befestigung deutlich eleganter gewesen.

Die Bedienung erfolgt über das Smartphone, wobei alternativ Buttons zur Steuerung der Wiedergabe und Lautstärke hinter den Logos zu finden sind, die blind aber nicht besonders einfach zu nutzen sind. Auf Wunsch bietet ikea eine drahtlose Fernbedienung für rund 15 Euro an. Ein nettes Extra ist ein zweiter Stromanschluss auf der Rückseite, über den ein zusätzlicher Bilderrahmen mit Energie versorgt werden kann, ohne eine zweite Steckdose zu belegen.

Buttons hinter den Logos ermöglichen es, die Wiedergabe und Lautstärke zu steuern.
Buttons hinter den Logos ermöglichen es, die Wiedergabe und Lautstärke zu steuern.
Der Bilderrahmen ist etwas dicker als man erwarten würde.
Der Bilderrahmen ist etwas dicker als man erwarten würde.
Die Kabelführung erlaubt die Aufhängung im Hoch- und Querformat.
Die Kabelführung erlaubt die Aufhängung im Hoch- und Querformat.
Ein zweiter Stromstecker kann einen zusätzlichen Lautsprecher mit Strom versorgen.
Ein zweiter Stromstecker kann einen zusätzlichen Lautsprecher mit Strom versorgen.
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Streaming (fast) in Perfektion

Mit Sonos hat sich Ikea einen starken Partner für die Umsetzung eines drahtlosen Lautsprechers ins Boot geholt. Das Ergebnis ist ein Lautsprecher, der genau so funktioniert, wie man das von einem aktuellen Sonos Wi-Fi-Lautsprecher erwarten würde: Die Einrichtung über die Sonos-App läuft nach der Registrierung praktisch automatisch, die Liste der unterstützten Streaming-Dienste ist fast endlos lang, und die Wiedergabe der eigenen Mediathek über ein NAS oder einen PC funktioniert reibungslos in einer Vielzahl von Formaten.

Über die Sonos-App lassen sich Stereo-Paare konfigurieren, während sich per Apple AirPlay 2 auch Multiraum-Setups mit Lautsprechern unterschiedlicher Hersteller umsetzen lassen. Per Spotify Connect lässt sich Musik direkt von der Spotify-App auf den Lautsprecher übertragen. Das Streaming war im Test solide, ohne Aussetzer, und selbst aus dem Standby-Modus dauert es nur wenige Sekunden, bis die Wiedergabe beginnt. 

Doch bei so viel Licht gibt es auch Schattenseiten, die man vor dem Kauf beachten sollte. Einerseits erfolgt die Verbindung zum Heimnetzwerk über Wi-Fi 4 (802.11n), und zwar ausschließlich über den 2,4 GHz Kanal – wer Zuhause nur ein 5 GHz-Netzwerk betreibt, der muss zwangsläufig auf ein Ethernet-Kabel zurückgreifen. Andererseits gibt es keine andere Möglichkeit, sich mit dem Lautsprecher zu verbinden – Bluetooth fehlt ebenso wie ein AUX-Stecker. Google Chromecast wird nicht unterstützt.

Das schränkt die Flexibilität des Systems etwas ein. Ohne die Möglichkeit, ein Audiosignal per Kabel zuzuführen, ist auch die Lebensdauer potentiell begrenzt – falls Sonos die aktuelle S2-Plattform irgendwann begräbt wird es möglicherweise schwierig, den Lautsprecher weiter zu verwenden, wobei es bis dahin noch lange dauern dürfte.

Die Zusammenarbeit von Sonos und Ikea hat zu erstklassigem Musik-Streaming geführt.
Die Zusammenarbeit von Sonos und Ikea hat zu erstklassigem Musik-Streaming geführt.

Sound: Solide, aber nicht perfekt

Wer einen Lautsprecher für rund 180 Euro kauft, der erwartet zu Recht einen ordentlichen Sound. Um das zu erreichen verbaut Ikea einen Hochtöner und einen Tief-Mitteltöner. Ersterer sitzt exakt in der Mitte des Bilderrahmens, sodass der Lautsprecher sowohl im Hochformat als auch im Querformat an die Wand gehängt werden kann, ohne den Klang maßgeblich zu beeinflussen.

Zur Technik hinter den Treibern oder den zugehörigen Verstärkern schweigt Ikea. Wie im Foto zu sehen belegen die Treiber aber nur einen Bruchteil des vorhandenen Platzes, während ein Großteil des Gehäuses als Klangkörper genutzt wird. Damit setzt Ikea auf eine eher einfache Lautsprecher-Ausstattung, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Höchste Zeit für einen Hörtest, angefangen mit Lana Del Reys "Wanderlust". Die Stimme der US-amerikanischen Sängerin wird auch bei hohen Lautstärken verzerrungsfrei wiedergegeben, die Detailtreue ist in diesem Preisbereich durchaus konkurrenzfähig. Im Vergleich zum Referenz-System, bestehend aus Bowers & Wilkins 805 D3 Stereo-Lautsprechern an einem NAD M10-Verstärker, wird schnell klar, dass Ikea und Sonos keine Wunder vollbringen können, was die Räumlichkeit der Wiedergabe aus einem einzelnen Lautsprecher angeht. 

Über die Sonos-App können zwei Bilderrahmen-Lautsprecher als Stereo-Paar konfiguriert werden, wodurch die Räumlichkeit deutlich verbessert werden dürfte, mangels zweitem Lautsprecher konnten wir dies aber nicht testen. Es ist auch möglich, einen Subwoofer von Sonos zum System hinzuzufügen.

Der Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher setzt auf einen 25 mm Hochtöner und einen 102 mm Tief-Mitteltöner.
Der Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher setzt auf einen 25 mm Hochtöner und einen 102 mm Tief-Mitteltöner.

Bei Cecilia Bertolinis "Corner of the Earth" hebt sich die Stimme der Sängerin nicht ganz so klar vom monumentalen Instrumentalen Hintergrund ab wie man sich das wünschen würde. Pop Rock liegt dem Symfonisk ähnlich gut wie Jazz – "Jealous Gods" von den Poets of the Fall wird sauber abgespielt, die Stimme von Marko Saaresto klingt aber ein wenig dumpfer als gewohnt – ein Problem, das bei höheren Stimmen weniger stark zu hören ist, etwa bei der Broadway-Aufzeichnung von Green Days "21 Guns" mit der Stimme von Rebecca Naomi Jones.

Der Tieftöner leistet bei "bad guy" von Billie Eilish überraschend gute Arbeit – trotz dem kompakten Gehäuse kann dieser die Bässe sauber und tief wiedergeben. Bei diesem Titel fällt aber auf: Die maximale Lautstärke liegt bei "bad guy" bei gerade einmal 75 dB, über den gesamten Test konnten wir nie mehr als 82 dB messen, jeweils aus einer Entfernung von zwei Metern. Das reicht allemal zur Hintergrundbeschallung, wer gerne ordentlich laut Musik hört, der könnte damit aber an die Grenzen des Lautsprechers stoßen. Immerhin wird die Wiedergabe auch bei maximaler Lautstärke nicht verzerrt, sodass man bedenkenlos auf Anschlag aufdrehen kann.

Ebenfalls wichtig zu beachten: Ikea bewirbt den Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher zwar so, dass man ihn auf Wunsch auch einfach auf den Boden stellen und gegen eine Wand lehnen kann, das wirkt sich aber stark auf den Sound aus. Wie bei den meisten Lautsprechern klingt der Symfonisk dann am besten, wenn sich der Hochtöner, also die Mitte des Bilderrahmens, in etwa auf der Höhe der eigenen Ohren befindet. Immerhin ist der Lautsprecher nicht sonderlich pingelig, was das Hören von der Seite betrifft, sodass ein einzelner Symfonisk bei Wandmontage in korrekter Höhe durchaus einen kleinen bis mittleren Raum beschallen kann.

Fazit: Viel Wi-Fi, ein bisschen Hi-Fi

Der Ikea Symfonisk Bilderrahmen-Wi-Fi-Lautsprecher kennt seine Zielgruppe: Kunden, die ein Lifestyle-Produkt suchen, das zur Einrichtung im Eigenheim passt und das einfach zu nutzen ist. Wer den Lautsprecher ausschließlich drahtlos über AirPlay, über Spotify Connect oder über die Sonos-App nutzen möchte, für den könnte das Benutzererlebnis kaum einladender sein.

Bei einem Preis von 179 Euro für einen einzelnen Lautsprecher muss Ikea aber mehr bieten als nur eine schicke Optik und ein einwandfreies Streaming. Musikhören mit dem Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher macht Spaß, wer hohe Ansprüche an die Audioqualität hat, der könnte sich aber an der teils etwas dumpfen Wiedergabe von Stimmen und der eingeschränkte Räumlichkeit stören. 

Ikea verlangt definitiv einen Aufpreis für das Design und die Sonos-Integration. Das Gesamtpaket ist attraktiv, es empfiehlt sich aber, den Lautsprecher vor dem Kauf selbst zu hören, um zu entscheiden, ob die Audioqualität den eigenen Erwartungen gerecht wird.

Der Ikea Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher wird ab 15. Juli in allen Ikea-Einrichtungshäusern zum Preis von 179 Euro erhältlich sein, in Zukunft wird der Lautsprecher auch über die Webseite von Ikea angeboten werden.

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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 6349 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher,  9.07.2021 (Update:  8.07.2021)