Notebookcheck
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Lenovo ThinkPad X1 Carbon Gen 9 im Test: Deutlich mehr Ausdauer mit Full-HD-Panel

16:10 und Matt. Nachdem wir das neue ThinkPad X1 Carbon Gen 9 mit dem spiegelnden 4K-Screen getestet haben, ist nun die Version mit dem Full-HD-Panel an der Reihe. Welche Vor- und Nachteile hat das matte Panel im Alltag?

Das neue ThinkPad X1 Carbon der 9. Generation ist ein großes Update inklusive komplett überarbeitetem Gehäuse, neuer Kühlung, neuen CPUs und leider auch einer schlechteren Tastatur. Außerdem gibt es nun wieder Bildschirme im Format 16:10 und das spiegelnde 4K-Modell mit dem P3-Farbraum haben wir uns in dem ausführlichen Testbericht bereits genau angesehen. Die Bildqualität ist sehr gut, allerdings ist die spiegelnde Oberfläche im Freien nicht optimal und das hochauflösende Panel benötigt viel Strom, weshalb die Akkulaufzeit ebenfalls recht gering ausfällt.

Heute werfen wir nun einen Blick auf das X1 Carbon G9 mit dem matten Full-HD-Panel (1.920 x 1.200 Pixel). Die restliche Ausstattung unseres Campus-Modells für 1.679 Euro (ohne Betriebssystem) ist identisch zum 4K-Modell, weshalb wir uns lediglich den Bildschirm sowie dessen Auswirkungen die Akkulaufzeiten ansehen werden. Für alle weiteren Details verweisen wir auf unseren ausführlichen Test des 4K-Modells:

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Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XXS00100 (ThinkPad X1 Carbon G9 Serie)
Prozessor
Intel Core i7-1165G7 4 x 2.8 - 4.7 GHz, 36 W PL2 / Short Burst, 28 W PL1 / Sustained, Tiger Lake UP3
Hauptspeicher
32768 MB 
, LPDDR4X-4266, on-board, Dual-Channel
Bildschirm
14.00 Zoll 16:10, 1920 x 1200 Pixel 162 PPI, B140UAN02.1, IPS, spiegelnd: nein, 60 Hz
Mainboard
Intel Tiger Lake-UP3 PCH-LP
Massenspeicher
Samsung PM9A1 MZVL21T0HCLR, 1024 GB 
, 953 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Tiger Lake-U/Y PCH-LP - cAVS (Audio, Voice, Speech)
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 2 USB 4.0 40 Gbps, 2 Thunderbolt, USB-C Power Delivery (PD), 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3.5mm Audio, 1 Fingerprint Reader
Netzwerk
Intel Wi-Fi 6 AX201 (a/b/g/h/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5/ax = Wi-Fi 6), Bluetooth 5.1
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 14.9 x 314.5 x 221.5
Akku
57 Wh Lithium-Polymer
Kamera
Webcam: 720p w/IR & ThinkShutter
Primary Camera: 0.9 MPix
Sonstiges
Lautsprecher: 2x 2 W, 2x 0.8 W, Dolby Atmos, Tastatur: 6 row Chiclet w/1.5mm travel, Tastatur-Beleuchtung: ja, 65 W USB C Charger, 36 Monate Garantie
Gewicht
1.175 kg, Netzteil: 321 g
Preis
1679 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse & Ausstattung - Campus-Modell mit WWAN-Antennen

Das Gehäuse selbst ist identisch zu unserem letzte Testgerät mit dem 4K-Panel, im Inneren erwartet uns aber eine nette Überraschung. Wie es bei früheren Campus-Modellen ebenfalls der Fall war, sind die Antennen für ein WWAN-Modul bereits im Gehäuse verlegt. Bei den regulären Modellen für Privatkunden ist das nicht der Fall, hier muss man sich bereits beim Kauf für ein LTE- oder 5G-Modul entscheiden, das Nachrüsten ist hier dann aber nicht möglich. Unserer Meinung nach sollten allerdings alle Modelle des ThinkPad X1 Carbon ab Werk WWAN-ready sein.

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Display - Mattes IPS-Panel mit langsamen Reaktionszeiten

Subpixel-Anordnung
Subpixel-Anordnung
Leichte Lichthöfe in den unteren Ecken
Leichte Lichthöfe in den unteren Ecken

In unserem heutigen Testgerät ist das Standard-Display verbaut, welches wohl auch am häufigsten zum Einsatz kommen wird. Es handelt sich erneut um ein Low-Power-IPS-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 14 Zoll, jetzt aber im Format 16:10 und 1.920 x 1.200 Pixeln. Die grundsätzlichen Eigenschaften des Displays haben sich aber nicht verändert und wir gehen davon aus, dass Lenovo erneut auf verschiedene Zulieferer setzt. Bei den bisherigen 14-Zoll-Displays gab es vier Version (wir berichteten), die teilweise deutliche Unterschiede aufgewiesen haben (PWM-Verhalten, Reaktionszeiten). Im Vorfeld lässt sich nicht erkennen, welches Panel verbaut ist. 

In unserem Testgerät ist ein Panel von AU Optronics verbaut (B140UAN02.1), welches zwar kein PWM-Flickern aufweist, allerdings sind die Reaktionszeiten sehr langsam, was in der Praxis zu deutlichen Nachzieheffekten (Ghosting) führt. Lichthöfe sind kein großes Problem, auf einem komplett dunklen Bildschirm erkennt man nur in den unteren beiden Ecken leichte Aufhellungen.

Der subjektive Bildeindruck ist insgesamt dennoch gut und Farben werden auch kräftig dargestellt. Zudem wirken auch helle Flächen nicht körnig, was bei matten Panels oft passieren kann. Die sonstigen Messwerte sind auf dem erwarteten Niveau: Die Helligkeit liegt durchschnittlich bei knapp 400 cd/m² und der Schwarzwert ist mit 0,25 cd/m² sehr gering, was wiederum in einem hervorragenden Kontrastverhältnis von mehr als 1.700:1 führt.

393
cd/m²
372
cd/m²
396
cd/m²
394
cd/m²
396
cd/m²
393
cd/m²
415
cd/m²
415
cd/m²
399
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
B140UAN02.1
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 415 cd/m² Durchschnitt: 397 cd/m² Minimum: 4.1 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 396 cd/m²
Kontrast: 1722:1 (Schwarzwert: 0.23 cd/m²)
ΔE Color 3.7 | 0.59-29.43 Ø5.5, calibrated: 1.7
ΔE Greyscale 5.2 | 0.64-98 Ø5.7
99.9% sRGB (Argyll 1.6.3 3D)
70.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 1.6.3 3D)
77.71% AdobeRGB 1998 (Argyll 2.2.0 3D)
99.88% sRGB (Argyll 2.2.0 3D)
76.08% Display P3 (Argyll 2.2.0 3D)
Gamma: 2.11
Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XXS00100
B140UAN02.1, IPS, 1920x1200, 14.00
Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XWCTO1WW
MNE007A1-2, IPS LED, 3840x2400, 14.00
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2020-20UAS04T00
BOE NE140FHM-N61, IPS, 1920x1080, 14.00
Lenovo ThinkPad X1 Yoga G6-20Y0S00200
LP140WU1-SPB1, IPS, 1920x1200, 14.00
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2019-20QD00M7GE
N140HCR-GA2, IPS, 1920x1080, 14.00
Display
13%
-10%
-6%
-7%
Display P3 Coverage
76.08
95.17
25%
68.94
-9%
69.79
-8%
68.27
-10%
sRGB Coverage
99.88
99.8
0%
91.62
-8%
97.12
-3%
98.64
-1%
AdobeRGB 1998 Coverage
77.71
89.17
15%
67.05
-14%
72.19
-7%
70.27
-10%
Response Times
20%
5%
29%
29%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
62.4 (28, 34.4)
46 (23, 23)
26%
64.8 (30.8, 34)
-4%
49.2 (22.8, 26.4)
21%
40.8 (21.2, 19.6)
35%
Response Time Black / White *
34.8 (16.4, 18.4)
30 (15, 15)
14%
30.4 (10.8, 19.6)
13%
22 (7.6, 14.4)
37%
27.2 (15.6, 11.6)
22%
PWM Frequency
2404 (50)
25000 (50)
Bildschirm
23%
-13%
10%
6%
Helligkeit Bildmitte
396
497
26%
422
7%
417
5%
406
3%
Brightness
397
488
23%
395
-1%
404
2%
372
-6%
Brightness Distribution
90
87
-3%
90
0%
93
3%
88
-2%
Schwarzwert *
0.23
0.35
-52%
0.27
-17%
0.22
4%
0.25
-9%
Kontrast
1722
1420
-18%
1563
-9%
1895
10%
1624
-6%
DeltaE Colorchecker *
3.7
1.2
68%
4.7
-27%
2.8
24%
2.9
22%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
7.6
2.1
72%
10
-32%
4.7
38%
6.1
20%
Colorchecker DeltaE2000 calibrated *
1.7
0.9
47%
2
-18%
1.6
6%
1.1
35%
DeltaE Graustufen *
5.2
1.3
75%
6.4
-23%
3.7
29%
4.4
15%
Gamma
2.11 104%
2.16 102%
2.12 104%
2.08 106%
2.24 98%
CCT
6252 104%
6690 97%
7106 91%
6545 99%
5967 109%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
70.4
79.37
13%
59.5
-15%
65.9
-6%
63.4
-10%
Color Space (Percent of sRGB)
99.9
99.78
0%
91.5
-8%
96.6
-3%
98.6
-1%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
19% / 21%
-6% / -10%
11% / 10%
9% / 6%

* ... kleinere Werte sind besser

Für die Displayanalyse und die Kalibrierung verwenden wir die professionelle CalMAN-Software in Verbindung mit dem X-Rite i1 Pro 2 Spektralfotometer. Ab Werk ist das Panel nicht optimal eingestellt, denn es gibt einen leichten Grünstich und auch die Abweichungen für die Graustufen und auch die Farben liegen oberhalb der wichtigen Grenze von 3 (gegenüber dem sRGB-Referenzfarbraum).

CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN Sättigung
CalMAN Sättigung
CalMAN ColorChecker
CalMAN ColorChecker
CalMAN Graustufen kalibriert
CalMAN Graustufen kalibriert
CalMAN Sättigung kalibriert
CalMAN Sättigung kalibriert
CalMAN ColorChecker kalibriert
CalMAN ColorChecker kalibriert

Mit unserer eigenen Kalibrierung können wir die Darstellung deutlich verbessern, allerdings wird dadurch auch die maximale Helligkeit von knapp 400 auf ~360 cd/m² abgesenkt. Der Farbstich ist aber komplett verschwunden und auch fast alle Farben liegen nun unter der wichtigen Abweichung von 3. Lediglich Rot weicht weiterhin ein wenig ab. Zusammen mit der vollständigen sRGB-Abdeckung ist das Bearbeiten von Bildern/Videos aber dennoch möglich.

Unser kalibriertes Profil steht weiter oben in der Box zum kostenlosen Download bereit. Als Nutzer des X1 Carbon G9 sollte man aber zunächst überprüfen, ob auch wirklich das Panel von AU Optronics verbaut ist. Bei den anderen Varianten kann es ansonsten zu einer sichtbaren Verschlechterung der Darstellung kommen.

sRGB-Abdeckung: 99,9%
sRGB-Abdeckung: 99,9%
AdobeRGB-Abdeckung: 70,4%
AdobeRGB-Abdeckung: 70,4%

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiß
34.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 16.4 ms steigend
↘ 18.4 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 90 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (23.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
62.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 28 ms steigend
↘ 34.4 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 96 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (37.8 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 15356 (Minimum 5, Maximum 2500000) Hz.

Im Freien hat das matte Display natürlich einen großen Vorteil gegenüber dem spiegelnden 4K-Panel. Selbst in sehr hellen Umgebungen kann man noch vernünftig arbeiten, solange man direkte Lichteinstrahlung vermeidet. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels ist sehr gut.

In der Sonne
In der Sonne
In der Sonne
In der Sonne
Blickwinkelstabilität
Blickwinkelstabilität

Akkulaufzeit - FHD-Panel ist deutlich sparsamer

Durch die gesteigerte Akkukapazität (von 51 auf 57 Wh) konnte die Laufzeit im Vergleich zum letztjährigen ThinkPad X1 Carbon mit dem FHD-Panel verbessert werden. In unserem WLAN-Test mit einer Helligkeit von 150 cd/m² ermitteln wir jetzt 11:40 Stunden, während der Vorgänger auf knapp 10 Stunden kam. Wenn wir die maximale Helligkeit nutzen, läuft der WLAN-Test immer noch sehr gute 9,5 Stunden, hier macht sich das LowPower-Display also deutlich bemerkbar. Das ThinkPad X1 Yoga G6 (ebenfalls 16:10 FHD) hielt aber noch minimal länger durch. 

Besonders groß ist der Abstand zum ThinkPad X1 Carbon Gen 9 mit dem 4K-Panel, denn hier ist der Akku schon nach knapp 7,5 Stunden (150 cd/m²) bzw. 5 Stunden (max. hell) leer. Wer mit seinem X1 Carbon also oft abseits von Steckdosen arbeiten möchte, sollte sich lieber für das FHD-Panel entscheiden.

Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Edge 91)
11h 40min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 max Brightness (Edge 91)
9h 32min
Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XXS00100
i7-1165G7, Iris Xe G7 96EUs, 57 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XWCTO1WW
i7-1165G7, Iris Xe G7 96EUs, 57 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2020-20UAS04T00
i7-10510U, UHD Graphics 620, 51 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Yoga G6-20Y0S00200
i7-1165G7, Iris Xe G7 96EUs, 57 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2019-20QD00M7GE
i5-8265U, UHD Graphics 620, 51 Wh
Durchschnitt der Klasse Subnotebook
 
Akkulaufzeit
WLAN
700
442
-37%
604
-14%
717
2%
456
-35%
583 (258 - 1223, n=116, der letzten 2 Jahre)
-17%

Pro

+ hochwertiges Gehäuse
+ mattes 16:10-Panel ohne PWM
+ sehr gute Systemleistung
+ lange Akkulaufzeit
+ erstmals 32 GB RAM im X1 Carbon
+ viele Anschlüsse inkl. Thunderbolt 4 und PCIe 4.0
+ gute Eingabegeräte
+ sehr gute Lautsprecher
+ WWAN-ready (nur das Campus-Modell)

Contra

- aktuell noch Stabilitätsprobleme beim Spielen
- Tastatur ist schlechter geworden
- schlechte Webcam
- kein SD-Leser

Fazit - Besser im Freien und deutlich mehr Akkulaufzeit

Im Test: Lenovo ThinkPad X1 Carbon Gen 9. Testgerät zur Verfügung gestellt von:
Im Test: Lenovo ThinkPad X1 Carbon Gen 9. Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Wie erwartet schneidet das matte Full-HD-Panel sowohl im Außeneinsatz als auch bei der Akkulaufzeit deutlich besser ab, als das kürzlich getestete 4K-Modell. Der zusätzliche vertikale Platz des neuen 14-Zoll-Panels ist gerne gesehen und die Qualität liegt insgesamt auf dem Niveau der Vorgängergeneration. Wie beim alten Modell gehen wir jedoch davon aus, dass Lenovo erneut bis zu vier verschiedene Zulieferer für das Panel verwenden wird. Bei unserem X1 Carbon G9 ist beispielsweise die Version von AU Optronics verbaut, welches vor allem unter den langsamen Reaktionszeiten leidet, im kürzlich getesteten X1 Yoga G6 war es hingegen ein Panel von LG Philips. Die Panel-Lotterie geht also weiter.

Wie bei früheren Versionen ist auch dieses Campus-Modell wieder WWAN-ready, die erforderlichen Antennen sind bereits vorverlegt. Unserer Meinung nach sollte das bei allen Modellen des X1 Carbon standardmäßig der Fall sein. 

Das matte Full-HD-Panel ist für ein mobiles Gerät wie das X1 Carbon sicherlich die bessere Wahl. Die Akkulaufzeit ist deutlich besser als bei dem 4K-Display und auch in sehr hellen Umgebungen profitiert man von der matten Oberfläche.

Es gibt aber leider auch weitere Nachteile, die uns ein bisschen stutzig machen. Eigentlich wäre es nicht schwer gewesen, das bestehende X1 Carbon G8 zu verbessern, aber Lenovo hat sich dazu entschieden, die Tastatur weiter zu verschlechtern. Wir meckern hier natürlich auf einem hohen Niveau und es kommt auch darauf an, welches Gerät man vorher genutzt hat, aber die Tastaturen waren immer das Highlight von ThinkPads und das ist einfach nicht mehr der Fall. Das Stabilitätsproblem unter kombinierter Belastung haben wir Lenovo bereits nach unserem Test des ThinkPad X1 Yoga G6 gemeldet und ein BIOS-Update ist derzeit in Arbeit. Sobald es hier Neuigkeiten gibt, werden wir das natürlich testen.

Alles in allem ist das ThinkPad X1 Carbon auch in der 9. Generation ein sehr guter mobiler Begleiter, der vor allem durch sein geringes Gewicht, das stabile Gehäuse, die hohe Systemleistung und die umfangreiche Anschlussausstattung überzeugt.

Download der lizensierten Bewertungsgrafik als SVG / PNG

Preis und Verfügbarkeit

Unser Testgerät des ThinkPad X1 Carbon ist als Campus-Version für 1.679 Euro bei Campuspoint verfügbar. Ein vergleichbares Modell für reguläre Kunden ist ab rund 2.400 Euro z. B. bei Cyberport verfügbar.

Lenovo ThinkPad X1 Carbon G9-20XXS00100 - 19.05.2021 v7
Andreas Osthoff

Gehäuse
90 / 98 → 92%
Tastatur
89%
Pointing Device
95%
Konnektivität
67 / 75 → 89%
Gewicht
73 / 20-75 → 96%
Akkulaufzeit
89%
Display
88%
Leistung Spiele
66 / 78 → 85%
Leistung Anwendungen
92 / 85 → 100%
Temperatur
89%
Lautstärke
97%
Audio
84 / 91 → 92%
Kamera
22 / 85 → 26%
Durchschnitt
80%
91%
Subnotebook - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden Sie hier.

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Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Laptops - 1302 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2013
Ich bin mit moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Mit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich angefangen meine eigenen Systeme zu bauen. Während meines dualen Studiums bei der Firma Siemens startete ich als Testredakteur für Notebookcheck. Mittlerweile bin ich schwerpunktmäßig für die Bereiche Business-Laptops sowie mobile Workstations verantwortlich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte sowie Technologien zu testen und miteinander zu vergleichen.
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Autor: Andreas Osthoff, 19.05.2021 (Update: 25.05.2021)