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Low-Budget-PC vs. Konsole: Das schafft ein 300-Euro-Gaming-PC

HardwareDealz baut einen Gaming-PC aus Gebrauchtteilen mit einem Budget von 300 Euro gebaut.
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HardwareDealz baut einen Gaming-PC aus Gebrauchtteilen mit einem Budget von 300 Euro gebaut.
HardwareDealz hat getestet, wie viel Gaming-Leistung man für 300 Euro auf dem Gebrauchtmarkt bekommt. Für den einen oder anderen könnte das Ergebnis durchaus eine Alternative zu einer aktuellen Konsole sein.

Für 300 Euro bekommt man heutzutage nicht einmal eine aktuelle Spielekonsole. Wer trotzdem neue Spiele spielen möchte, könnte da schnell auf die Idee kommen, sich seine eigene Gaming-Maschine aus gebrauchten Teilen zusammenzubasteln. Was für einen PC bekommt man für diesen Preis – und was kann man darauf spielen? Nachdem die Spezialisten von HardwareDealz sich diese Frage bereits mit einer 500-Euro-Grenze gestellt haben, wurde diese nun auf 300 Euro gesenkt. 

Die HardwareDeals-Redaktion hat Kleinanzeigen durchstöbert und schlussendlich folgende Komponenten für den 300-Euro-PC gefunden: 

  • CPU: AMD Ryzen 5 3600 mit Boxed-Kühler – 45 Euro
  • Mainboard: MSI B450 Tomahawk Max – 40 Euro
  • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 2070 Armor – 80 Euro
  • Arbeitsspeicher: 32 GB DDR4-RAM – 40 Euro
  • SSD: Kingston NV1 mit rund 480/500 GB – 30 Euro
  • Netzteil: Seasonic Focus Gold 450 W – 25 Euro
  • Gehäuse: SilentiumPC Regnum RG2 – 8 Euro

Insgesamt kosten die Komponenten zusammen 268 Euro. Inklusive Versandkosten landet HardwareDealz bei einem Gesamtpreis von 312 Euro – liegt also knapp über dem Budget. Ob man dafür einen PC bekommt, mit dem man „alles spielen kann“? Ja, aber nicht auf höchsten Grafikeinstellungen – und auch nicht immer mit guter Performance. Fortnite läuft im Performance-Modus mit knapp 200 FPS und auch Arc Raiders schafft der günstige Gaming-PC bei niedrigen Grafikeinstellungen mit 80 bis 90 FPS. Im neuen Open-World-Spiel Crimson Desert kommt das System dann aber deutlich an seine Grenzen. Selbst bei niedrigen Grafikeinstellungen bleibt das Spiel meist unter 60 FPS.

Alle Tests wurden in Full-HD-Auflösung vorgenommen. Durch Upscaling ließe sich eventuell noch etwas Performance herausholen. Auf Kompromisse müssten sich Gamer in jedem Fall einstellen. Die limitierenden Faktoren sind in diesem Setup sowohl CPU als auch GPU – je nachdem, was im Spiel gerade passiert. Unter dem Strich dürfte der 300-Euro-Gaming-PC in etwa auf Augenhöhe mit der aktuellen PlayStation und Xbox-Generation sein – tendentiell aber eher leicht darunter.

Lohnt sich ein 300-Euro-Gebraucht-PC für Gaming?

Ob sich ein gebrauchtes System zum Sparpreis lohnt, ist Abwägungssache. In der Kommentaren unter dem YouTube-Video wird über die verbaute MSI GeForce RTX 2070 Armor diskutiert, die HardwareDealz für 80 Euro bekommen hat. Bei Ebay liegt dieses Modell im gebrauchten Zustand aktuell aber eher bei 150 bis 200 Euro. Ob man tatsächlich ein vergleichbares System für 300 Euro bekommt, ist also eher fraglich – mit einer Portion Glück aber durchaus möglich. Falls noch nicht vorhanden, müssten außerdem die Kosten für Monitor und Peripherie eingerechnet werden, was sich leicht auf mehrere hundert Euro summieren kann.

Schlussendlich bewegt man sich preislich etwa im Bereich der aktuellen Konsolengeneration – oder sogar darüber. Eine PlayStation 5 Digital gibt es bei Amazon für 479 Euro, eine Xbox Series S kostet 328 Euro. Langfristig könnte ein Gaming-PC aber trotzdem günstiger sein, weil man Spiele dank regelmäßiger Steam Sales oft für wenige Euro bekommt. Für Bastler könnte ein gebrauchter Low-Budget-PC Marke Eigenbau also durchaus infrage kommen. Beim Gebrauchtkauf von Hardware ist stets das Risiko für Beschädigungen zu beachten. Im 500-Euro-Gaming-PC-Experiment, über das wir bereits berichtet haben, wurde beispielsweise die Grafikkarte zu heiß, sodass neue Wärmeleitpaste aufgetragen werden musste.  Wer einfach draufloszocken möchte, fährt mit einer PlayStation oder einer Xbox wahrscheinlich besser.

Quelle(n)

HardwareDealz via YouTube

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Low-Budget-PC vs. Konsole: Das schafft ein 300-Euro-Gaming-PC
Autor: Marius Müller, 20.05.2026 (Update: 20.05.2026)