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Microsoft: Die Sicherheit bei Windows 7 und 8.1 wird vernachlässigt

Für Microsoft steht Windows 10 an erster Stelle.
Für Microsoft steht Windows 10 an erster Stelle.
Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 bleiben bei Themen wie Sicherheit auf der Strecke. Denn so wie es aussieht, kümmert sich Microsoft nur mehr um das Kerngeschäft, Windows 10.

Obwohl Windows 7 und Windows 8.1 von Microsoft nach wie vor noch im vollen Umfang offiziell supportet werden sollten, hat Mateusz Jurczyk von "Google Project Zero" herausgefunden, dass eine bestimmte bekannte Sicherheitslücke in Windows 10 bereits mittels automatischen Updates von Microsoft geschlossen wurde, allerdings das gleiche sicherheitsrelevante Problem unter Windows 7 und Windows 8.1 noch weiterhin besteht.

Beim Administrieren seiner im Ende Mai 2017 berichteten Sicherheitslücke “Windows Kernel pool memory disclosure in win32k!NtGdiGetGlyphOutline” im “Project Zero bug tracker” findet Mateusz Jurczyk mittels “binary diffing”, einer Methode bei welcher der alte sicherheitsrelevante Code mit dem neuen gefixten Code verglichen wird, Folgendes heraus. Die Schwachstelle wurde zwar in Windows 10 behoben, aber existiert noch weiterhin in den beiden älteren Windows-Versionen. 

Die Vermutung liegt nahe, dass Microsoft sich mehr auf das Kerngeschäft konzentriert, was aber eine äußerst bedenkliche Entwicklung ist, da Windows 7 in der weltweiten Statistik von Statcounter noch immer von mehr Usern verwendet wird, als Windows 10. Werden die Nutzerdaten nur für Europa herangezogen, hat Windows 10 bereits den größten Marktanteil erlangt und seinen Vorgänger Windows 7 im März 2017 überholt. Trotzdem stellt dies ein großes Sicherheitsproblem dar, da in diesem konkreten Fall die Schwachstelle bereits öffentlich bekannt ist und weltweit mehr als die Hälfte aller Windows-Nutzer weiterhin betrifft.

Endbenutzer von älteren Windows-Versionen wie beispielsweise Windows 7 oder 8.1 sind diesen Sicherheitslücken ohne ein entsprechendes Sicherheits-Update von Microsoft hilflos ausgeliefert, da hilft weder ein Anti-Virenprogramm, noch ein Aufpassen im Internet sondern einzig und alleine ein Umstieg auf Windows 10, obwohl eigentlich Microsoft Windows 7 offiziell bis 14. Januar 2020 und Windows 8.1 bis 10. Januar 2023 mit Sicherheits-Updates versorgen müsste.

Marktanteil der Windows-Versionen weltweit laut StatCounter.
Marktanteil der Windows-Versionen weltweit laut StatCounter.
Marktanteil der Windows-Versionen in Europa laut StatCounter.
Marktanteil der Windows-Versionen in Europa laut StatCounter.

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Autor: Daniel Puschina,  7.10.2017 (Update:  7.10.2017)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.