Nissan präsentiert die Neuauflage seines Vorreiter-Elektroautos, den Leaf, nicht direkt auf der IAA Mobility 2025, sondern im Rahmen von zwei Google-Events am 10. und 11. September in München. Das neue Modell wird einem ausgewählten Publikum inklusive Führungskräften aus der Automobilindustrie vorgestellt, die an Veranstaltungen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) teilnehmen. Auch die rund 1.800 Mitarbeiter des Google-Büros in der Erika-Mann-Straße können sich den neuen und inzwischen zum elektrischen Kompakt-Crossover von Nissan verwandelten Stromer vor Ort ansehen.
Nissan Leaf: Smart und vernetzt, Google-Dienste fest integriert
Die größte Neuerung in der Neuauflage des Elektro-Pioniers "Leaf" von Nissan ist die serienmäßige Integration von "Google built-in". Das System bietet jetzt beim neuen Elektroauto der Japaner direkten, nativen Zugriff auf Google Assistant für erweiterte Sprachsteuerung, Google Maps mit intelligenter Routenplanung für E-Fahrzeuge sowie weitere für die Fahrt optimierte Apps auf Google Play. Die Bedienung erfolgt über zwei hochauflösende 14,3-Zoll-Displays.
Mehr Leistung, mehr Reichweite, schnellere Ladezeiten
Seit seiner Markteinführung im Jahr 2010 hat sich der Nissan Leaf als Klassiker der Elektromobilität etabliert und wurde weltweit fast 700.000 Mal verkauft. Die dritte Generation tritt in große Fußstapfen und soll mit verbesserter Technik überzeugen. Der neue Elektroantrieb im Nissan Leaf ist kompakter als sein Vorgänger und leistet bis zu 160 kW (214 PS) sowie 355 Nm Drehmoment. Damit beschleunigt der Leaf in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Die elektrische Reichweite des Elektro-Crossover-SUV wurde laut Nissan signifikant auf bis zu 604 Kilometer (WLTP) mit der 75-kWh-Batterie gesteigert. Auch das Laden wird durch eine DC-Schnellladefunktion mit bis zu 150 kW deutlich beschleunigt. In 30 Minuten soll der Leaf bis zu 417 Kilometer Reichweite nachladen. Anders als beim Mittelklasse-SUV-Crossover Ariya, der AC-Laden mit bis zu 22 kW unterstützt, nutzt Nissan für den Leaf einen langsameren Onboard-Charger mit 11 kW. Der Leaf unterstützt Vehicle-to-Load (V2L) und Vehicle-to-Grid (V2G).
Marktstart und Produktionsstätte
Der neue Nissan Leaf wird im hochmodernen Nissan-Werk in Sunderland, Großbritannien, produziert. Das Werk gilt als eines der fortschrittlichsten Produktionszentren für Elektrofahrzeuge in Europa. Der Bestellstart für die Neuauflage des neuen Leaf ist laut Nissan für Herbst diesen Jahres vorgesehen. Die ersten Leaf-Autos wollen die Japaner dann im Frühjahr 2026 an Kunden ausliefern. Mit dem neuen Modell will Nissan seine "Position im wachsenden Markt der Elektrofahrzeuge weiter stärken und an den Erfolg der ersten Generation anknüpfen".
Spannend bleibt, zu welchem Preis der Stromer aus Japan für Deutschland angekündigt wird. Konkurrenten wie der Kia EV3 mit 81,4-kWh-Batterie (41.390 Euro) oder Skoda Elroq 85 (44.840 Euro) dürften den Preisrahmen für das neue Coupe-BEV von Nissan schon mal eingrenzen.

































