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Nvidia: Neue Quadro-GPUs für mobile Workstations vorgestellt

Nvidia: Neue Quadro-GPUs für mobile Workstations vorgestellt
Nvidia: Neue Quadro-GPUs für mobile Workstations vorgestellt
Kurz nach der CES stellt Nvidia die neuesten mobilen Ableger seiner Quadro-GPU-Familie vor, die in den neuesten Workstation-Laptops eingesetzt werden. Leider sind nicht alle Chips Teil der Pascal-Generation.

Im Enterprise-Bereich gehen die Uhren anders. Langsamer, um spezifisch zu sein, aber eventuell setzt auch bei den Firmen ein Wandel ein.

Passend dazu haben PCs für Firmen traditionell auch längere Zyklen als die PCs für Privatkunden. Die neuesten Technologien werden oft erst später in Business-Laptops verbaut im Vergleich mit den Consumer-Geräten. Das gilt auch für Grafikchips: Nvidias neueste Pascal-GPU-Generation ist schon seit letztem Jahr für Gaming-Laptops erhältlich, auf der CES letzte Woche sind die Varianten für das mittlere Marktsegment dazugekommen (GeForce GTX 1050).

Was dagegen bisher fehlte: Low-End GPUs und Workstation-Chips der Quadro-Serie. Erstere fehlen weiterhin, weswegen es außerhalb des Gaming-Sektors viele neue Notebooks mit GeForce 940MX gibt. Letztere hat Nvidia gestern aktualisiert. Pascal zieht allerdings leider nur teilweise bei den Quadro-Chips ein. Vorgestellt wurden Quadro P5000, P4000, P3000, M2200, M1200, M620 und M520. Welche Chips auf Pascal basieren sieht man also schon am Namen, M520 bis M2200 sind dagegen GPUs der Maxwell-Generation. Der Generationsunterschied wird auch beim unterstützten DisplayPort-Standard sichtbar: Verfügen die Maxwell-basierten Chips nur über DisplayPort 1.2, unterstützen die Pascal-GPUs schon den brandneuen Standard DisplayPort 1.4. Im Vergleich zu Version 1.2 des Standards unterstützt DisplayPort 1.4 die 5K-Auflösung (5.120 x 2.880) mit 60 Hz sowie 4K (3.840 x 2.160) mit 120 Hz.

Die Aufspaltung des Quadro-Lineups in Alt und Neu hat dabei vermutlich erhebliche Folgen für die neue Generation von Workstations: 15,6-Zoll-Workstations wie das ZBook 15, Precision 7510 oder ThinkPad P50 sind traditionell maximal mit dem 2000-Quadro-Modell ausgestattet. D.h. dass die kleineren Workstations für dieses Jahr vermutlich bei Maxwell steckenbleiben, während die 17,1-Zoll Workstations schon mit Pascal-GPUs ausgestattet sind. Auch andere eher seltsame Situationen entstehen: Das XPS 15 und das Precision 5520 verfügen über das selbe Design, aber das XPS 15, welches weniger Geld kosten soll, verfügt mit der GeForce 1050 über eine deutlich stärkere Grafikkarte als das Precision 5520, welches mit einer Quadro M1200 ausgestattet ist.

Warum Nvidia diese Entscheidung getroffen hat, ist unklar. Die Quadro-GPUs basieren prinzipiell immer auf den GeForce-Chips. Zwar fehlen die Low-End Varianten von Pascal auch im Privatkundenmarkt noch, die den langsamsten Quadro-GPUs wie der M620 oder M1200 entsprochen hätten. Allerdings hat Nvidia die GeForce 1050, die von der TDP her M2200 etwa entsprochen hätte, schon angekündigt, daher wäre eine P2000 von der Hinsicht her eigentlich möglich gewesen.

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Autor: Benjamin Herzig, 13.01.2017 (Update: 13.01.2017)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.