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Origin PC EVO15-S: Nach Facelift die bessere Alternative zum neuen MacBook Pro?

Origin PC EVO15-S: Nach Facelift die bessere Alternative zum neuen MacBook Pro?
Das EVO15-S zählte schon im letzten Jahr zu den leistungsstärksten und gleichzeitig kompakten Multimedia-Notebooks am Markt. In diesem Jahr legt Origin-PC aber noch einen drauf: Machen Schrumpfkur und Pascal-Upgrade das EVO15-S zu einem ernsthaften Konkurrenten des neuen MacBook Pro?

Gute Nachrichten für alle Liebhaber edler mobiler Gaming-Hardware: Das Gehäuse des attraktiven 15,6 Zoller mit Full-HD Display ist um ca. 25% schlanker und 100 g leichter geworden. Anstelle der Geforce GTX 970M werkelt nun eine aktuelle GTX 1060 mit 6 GB DDR5 VRAM unter der Haube. Der Zuwachs an Spieleleistung fällt mit ca. 30 % bis zu ca. 50 % beachtlich aus. Doch auch die Optik kann als gelungen bezeichnet werden: Das feine Design profitiert von einer individuell konfigurierbaren Multi-Color-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur.

Herzstück ist nach wie vor ein Intel Core i7-6700HQ, dem 16 GB DDR4 RAM zur Seite stehen. Die PCIe Gen3x4 m.2 SSD mit 256 GB verspricht Durchsatzraten von bis zu 2,2 GB/s, zur Ergänzung steckt eine althergebrachte Magnet-HD (2 TB) im Gerät. In Sachen Konnektivität und Anschlussvielfalt dürfte alles geboten sein, was das Herz begehrt: Dual Band WLAN mit bis zu 867 Mb/s, Killer Gigabit LAN, HDMI 2.0, miniDP 1.2, USB 3.1 Typ C, 3x SuperSpeed USB 3.0, 1x USB 2.0, 3,5 mm Klinkenbuchse und Mic-In. Zum Skypen steht eine Full-HD-Webcam zur Verfügung, Sound wird über die integrierten "Premium-Lautsprecher" ausgegeben. Ein SD 4.0 Card Reader rundet das Bild ab.

Für den ein oder anderen Leser dürfte ein direkter Vergleich zum gerade erst vorgestellten MacBook Pro von Interesse sein. Es ist etwas weniger voluminös (ca. 25%) gebaut, vom Gewicht her (ca. 1,83 kg) schenken sich die beiden allerdings nichts. Die Touch Bar des MacBook kann für macOS-User sicherlich als Pluspunkt gewertet werden. Ob die Hintergrundbeleuchtung des Origin-Notebooks samt Effekten einen ähnlichen Mehrwert bietet, ist sicherlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Das IPS-Display am MacBook ist 0,4 Zoll kleiner und löst erheblich besser auf: 220 pixel per inch (ppi) entsprechen in etwa der Pixeldichte des aktuellen 5k-iMacs, während die 141 ppi des Origin-Laptops mit der Schärfe eines 32-Zöllers (z.B. Asus PQ321 oder NEC PA322UHD) in UHD vergleichbar ist. Die Einstiegs-CPU des MacBook Pro (15 Zoll) ist vermutlich identisch zum Prozessor des EVO-15S, gegen Aufpreis stehen zwei bessere Optionen zur Wahl. Im EVO ist der Arbeitsspeicher leicht höher getaktet (ca. 17 %).

Bezüglich der Anschlüsse haben beide Geräte ihre Vor- und Nachteile. Die vier Thunderbolt 3-Buchsen des MacBooks sind sehr flexibel und performant. Der gleichzeitige Betrieb von zwei Monitoren mit 5k Auflösung ist damit möglich, da kommt das EVO nicht mit. Allerdings werden die meisten User um Adapterlösungen nicht herum kommen. Wer es vielfältig auch ohne viel Zubehör mag, wird sich da beim EVO besser aufgehoben fühlen. 

Wie sich die SSDs der Geräte im Alltag schlagen, wird sich erst noch heraus stellen müssen. Ebenso im Dunkeln liegen Aufrüstbarkeit, Energieverbrauch, Akkulaufzeit, Audio-Qualität und Lautheit. Klar ist aber, welche Grafiklösung gewinnt: Die GTX 1060 ist selbst der besten GPU im MacBook haushoch überlegen. Die Radeon Pro 460 dürfte in etwa auf einem Niveau mit der Geforce GTX 965M liegen, die Differenz zur GTX 1060 läge damit bei ca. 60 %.

Trotz der Unterschiede im Detail wird deutlich, dass das EVO15-S in der Praxis bei einer ähnlich schicken Präsenz leistungsmäßig klar im Vorteil ist. Trotzdem verlangt Apple glatte 500 US-Dollar mehr für die Variante mit (vermutlich) gleicher CPU, SSD-Speichergröße und bester Grafik-Option; für das EVO15-S müssen 2099 US-Dollar berappt werden.

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Autor: Eduard Tropea, 30.10.2016 (Update: 31.10.2016)
Florian Schaar
Florian Schaar - Editor
Mein erster Computer war ein Commodore 80386 (IBM kompatibel!). Schon auf diesem fing ich an zu programmieren, mit 3D-Modellen Raumschiffe zu bauen und Videos zu schneiden. Seit dem haben mich die Computer nicht mehr losgelassen und ich habe schließlich das Hobby zum Beruf gemacht. Heute entwickle ich Lernspiele für Kinder auf Android und iOS. Bei Notebookcheck schreibe ich Tests für Notebooks und Handys. So kann ich die neusten Geräte ausprobieren, ohne sie kaufen zu müssen.