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Quad-Cam im Handy reicht nicht: LG plant Smartphone mit 16 Kameras

16 Kameras bringen Vorteile, denkt LG. Dank Spiegel lassen sie sich auch für 16-fache Selfies verwenden.
16 Kameras bringen Vorteile, denkt LG. Dank Spiegel lassen sie sich auch für 16-fache Selfies verwenden.
Der Multi-Cam Boom wird bei der geplanten Penta-Cam von Nokia nicht stoppen, auch Smartphones mit 9 Kameras sind bereits in Entwicklung. Auch das scheint aber noch nicht das Ende der Fahnenstange zu sein: LG beschreibt in einem Patent, wie man ganze 16 Kameras sinnvoll in einem Smartphone einsetzen kann.

Ein Gerät mit 16 Kameras gibt es bereits: Es nennt sich L16 und ist trotz des Smartphone-ähnlichen Formfaktors kein Handy. Das vom ehemaligen Startup Light initiierte Projekt scheint sich trotz seiner anfänglichen Schwächen und des hohen Preises in der Nische des Computational Photography-Markts etabliert zu haben - der nächste Schritt für die L16-Macher ist jedenfalls ein echtes Smartphone mit bis zu 9 Kameralinsen - zu dem allerdings bis auf die anfänglichen Teaser kaum mehr etwas zu hören ist.

Die Penta-Cam ist nicht das Ende

Die großen Smartphone-Hersteller gehen inzwischen gemächlicher vor. Nachdem heutzutage schon jedes zweite Einsteigerhandy mit mehr oder weniger guter Dual-Cam aufwartet, hat sich im High-End die Triple-Cam erfolgreich etabliert, insbesondere durch die Vorarbeit, die Huawei im P20 Pro und aktuell in der Mate 20-Familie geleistet hat. Auch ein erstes Quad-Kamera-Handy gibt es bereits, das Galaxy A9 (2018) von Samsung und 2019 werden wir wohl neben weiteren Triple- und Quad-Cam-Handys wie der Galaxy S10-Serie auch endlich das seit Ewigkeiten immer wieder aufpoppende Penta-Cam-Handy von Nokia sehen.

16 Kameras lassen sich sinnvoll nutzen

Das alles sind aber nur Vorboten einer Zeit, in der es auf der Smartphone-Rückseite nur so von Kamera-Augen wimmeln wird, zumindest wenn es nach LG geht, die kürzlich ein Patent auf ein Handy mit ganzen 16 Kameras zugesprochen bekommen haben. Die Bilder unten zeigen, wohin der Weg (wohl nicht nur bei LG) geht. Dank unterschiedlicher Brennweiten und Winkel sollen sich mit den 16 Kameras nicht nur bessere 3D-Abbildungen einer Szene erstellen lassen, auch das Austauschen von Bildinhalten, beispielsweise Gesichtern, oder das bessere Verändern der Fokusebenen steht am Plan. 

Flexible Anwendungen für die 16-fach Kamera

De facto sollen alle sechzehn Sensoren künftig auf Wunsch parallel auslösen und dadurch nicht nur unterschiedliche Blickwinkel sondern vom Ultraweitwinkel bis zum Telezoom jede Menge Perspektiv-Auswahl erlauben. Der im Patent zudem erwähnte Spiegel ermöglicht die Nutzung als 16-fache Selfie-Cam, was nicht nur eine notchfreie Front wie im Nubia X mit Zweitdisplay sondern auch jede Menge Spaß mit ungewöhnlichen Selbstporträts erlaubt. In der Patentbeschreibung wird auch erwähnt, dass sich diese Multi-Cam von LG auch in faltbaren Smartphones einsetzen ließe. Eines scheint sicher: Eventuell vorhandene Trypophobia sollte man beizeiten behandeln lassen.

Quelle(n)

https://nl.letsgodigital.org/uploads/2018/11/lg-smartphone-camera.pdf

via: https://nl.letsgodigital.org/smartphones/lg-smartphone-camera/

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Autor: Alexander Fagot, 26.11.2018 (Update: 26.11.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.