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MWC 2018 | Samsung Galaxy S9 & S9+: Alle Details zum offiziellen Launch (+ Hands-On-Bilder)

Samsungs DJ Koh zeigt seine neue Galaxy S9-Generation am Mobile World Congress 2018.
Samsungs DJ Koh zeigt seine neue Galaxy S9-Generation am Mobile World Congress 2018.
Ab heute können Galaxy S9 und S9+ um 849 beziehungsweise 949 Euro vorbestellt werden, auch ein Trade-In-Programm für ältere Smartphones gibt es, ausgeliefert wird ab 16. März. Die vorab geleakten Specs wurden größtenteils bestätigt, aber welche Einschränkungen gibt es im Kleingedruckten?

Die technischen Details zu den neuen Samsung Smartphones der Galaxy S-Reihe gelten zumindest für fleißige Notebookcheck-Leser als bekannt, dennoch hier eine kurze Zusammenfassung: Beide Smartphones, Galaxy S9 und Galaxy S9+, bieten ein Infinity-Display im 18,5:9 Format mit 2.960 x 1.440 Pixel Auflösung, beim S9 verteilt auf ein 5,8 Zoll großes Super-AMOLED-Panel, beim S9+ in Form eines 6,2 großen Panels gleicher Bauart, in beiden Geräten im seitlich abgerundeten Edge-Look.

Hardware im Überblick

Gegenüber dem Vorgänger hat Samsung die Helligkeit erhöht, zudem wurde der untere Rand eine Spur weiter verkleinert. Der Akku fasst im Galaxy S9 3.000 mAh, beim S9+ sind es 3.500 mAh. Neu ist die Anordnung des Fingerabdrucksensors, der nun jeweils unterhalb der rückwärtigen Kamera integriert ist, beim Galaxy S9+ ist erstmals eine Dual-Cam zu finden. Beide Modelle gibt es im deutschsprachigen Raum in den Farben Midnight Black, Lilac Purple und Coral Blue sowie als Single-SIM oder Dual-SIM (Duos)-Variante.

Schwerpunkt Kamera und Software

Der hierzulande verbaute Exynos 9810-SoC wird von 64 GB erweiterbarem Speicher begleitet, das S9 bietet 4 GB RAM, das Plus-Modell hast 2 GB mehr Arbeitsspeicher und erreicht dadurch geringfügig mehr Punkte in manchen Benchmarks. Im Mittelpunkt der heutigen Präsentation am Mobile World Congress 2018 standen aber einerseits die Verbesserungen bei den Software-Features (wie Intelligent Scan und AR-Emojis) und andererseits die von Samsung "weiter gedachte" Kamera.

Variable Blende in der Kamera

Während sich an der Selfie-Cam im Vergleich zum Vorgänger rein hardwaremäßig nichts geändert hat, wurde an der Rückseite ordentlich upgegradet. Beide Smartphones bieten nun eine 12 Megapixel-Kamera, deren Blende in zwei Stufen (F/2.4 und F/1.5) variable Positionen einnehmen kann um dadurch sowohl bei Helligkeit als auch bei Dunkelheit jeweils beste Ergebnisse zu erzielen. Die F/1.5 Blende ist zudem am aktuellen Smartphone-Markt konkurrenzlos. 

Super-Zeitlupe mit 960 fps aber...

Die Gerüchte im Vorfeld bestätigen sich: Samsung setzt, wie Sony bei seiner Motion Eye-Kamera auf Super-SloMo, also Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde, was im Rahmen der Präsentation von den beliebten "Slow Mo Guys" auch mit entsprechenden Videos belegt wurde. Dazu wurde der Bildsensor wie bei der Sony-Lösung mit Speicher aufgerüstet, allerdings sind die Zeitlupensequenzen zeitlich und in Bezug auf die maximale Auflösung limitiert. 

Bei 960 fps sind höchstens 720p-Aufnahmen möglich, zudem können einzelne Slow-Mo-Sequenzen maximal 6 Sekunden lang sein. Ein Video kann zudem nur 20 solcher Sequenzen beinhalten. Ähnlich wie bei Sony sind also recht enge Qualitäts- und Zeit-Beschränkungen implementiert, allerdings bietet Samsung auch eine automatische Bewegungserkennung an, die somit den richtigen Zeitpunkt für eine 960 fps-Sequenz erkennen soll. 


Optische Bildstabilisierung auf beiden Linsen

Die Dual-Cam am Galaxy S9+ besteht aus der oben erwähnten 12 Megapixel Hauptkamera und einer zusätzlichen 12 Megapixel-Kamera mit F/2.4 Blende und Telefoto-Optik. Beide Linsen sind jeweils optisch stabilisiert, beim kleineren Galaxy S9 natürlich nur die Einfach-Kamera. Das Galaxy S9+ bietet dank zweiter Linse ähnliche Features wie das Galaxy Note 8 also primär Live-Fokus, Bokeh-Effekte und ein qualitativ besseres Ergebnis beim Heranzoomen von Objekten.

Personalisierte AR-Emojis

Apples Animojis sind so 2017, Samsung macht aus dem eigenen Gesicht ein Emoji, das dann sowohl animiert werden kann und die jeweilige Mimik transportiert, als auch in verschiedenen Varianten abgespeichert werden kann. Zudem sind die AR-Emoji-Sticker nicht auf andere Samsung Galaxy S9-Nutzer beschränkt, sie können auch in Apps wie Facebook Messenger oder Whatsapp Verwendung finden. Wer sein eigenes Gesicht nicht für derlei Experimente hergeben will, kann auch unter Vorlagen auswählen, dank Kooperation mit Disney sind auch Mickey Mouse und die Incredibles kein Problem.


Mehr Stereo-Sound und Dolby Atmos

Auch bei Samsung gibt es nun an beiden Enden des Smartphones AKG-Lautsprecher, zudem haben die Galaxy S9-Phones Dolby Atmos-Support für virtuellen Rundum-Sound beim Filmschauen am Infinity-Display. Wer lieber via Kopfhörer ungestört Musik hört, kann nach wie vor jeden x-beliebigen Kopfhörer an die integrierte Kopfhörerbuchse anschließen, in Zeiten wie diesen wahrlich nicht mehr selbstverständlich. 

DeX-Dock, Knox und Enterprise-Features

All jene, die lieber produktiv mit ihrem Smartphone arbeiten, werden sich über das bereits vorab geleakte Dex-Dock freuen, das neben Fast Wireless-Charging in Kombination mit einem Monitor auch den produktiven Einsatz als PC-Ersatz ermöglicht. Ein bereits vorab geleaktes Video geht zudem ins Detail all jener Features, die wohl für die meisten Privatanwender zu langweilig, zumindest für Business-Kunden aber essentiell sind. Dazu gehören Sicherheit, langfristiger Support sowie ein zentrales Management, das Galaxy S9 gibt es auch als Enterprise-Paket für Unternehmen. 

Verfügbarkeit, Trade-In und Preis

Bereits ab sofort können sowohl das Galaxy S9 als auch das Galaxy S9+ im Samsung-Shop vorbestellt werden, der Preis für das kleinere Modell beträgt wie erwartet 849 Euro, das Galaxy S9+ ist zum Glück nicht ganz so teuer geworden wie vorab geleakt und wird mit 949 Euro bepreist. Zur Auswahl stehen die drei Farbvarianten Midnight Black, Lilac Purple und Coral Blue, jeweils also Single- oder Dual-SIM-Variante.

Wer sein älteres Smartphone gleich hergeben will, kann am Samsung Trade-In-Programm teilnehmen. Aber Vorsicht: Hier wird anfangs nur ein Rabatt von 100 Euro für bestimmte populäre Smartphones abgezogen, danach muss das Altgerät an Teqcycle zur Begutachtung geschickt werden. Erst später erhält man den Restbetrag, der zwar bis zu weiteren 350 Euro betragen kann aber vom Zustand und Wert des Geräts abhängt. Ausgeliefert wird das Galaxy S9 frühestens am 16. März.

Quelle(n)

Samsung, Eigene

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Autor: Alexander Fagot, 25.02.2018 (Update: 25.02.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.