Notebookcheck

Test Lenovo Thinkpad T410s Notebook

von: Martina Osztovits 22.03.2010

Slim Fast.

Intels Neuentwicklungen machen auch bei den schlanken 14.1-Zöllern der T-Serie nicht Halt. Zudem integrieren einige T410s, beispielsweise unser Testgerät, Touchscreen und SSD. Wie das Businessgerät aus dem Hause Lenovo in unseren Tests abschneidet, erfahren Sie hier.

Lenovo Thinkpad T410s Notebook
Lenovo Thinkpad T410s Notebook

Nachdem wir nun schon zwei Arrandale Modelle der Thinkpad T-Serie getestet haben, das T410 und das T510, stellt sich nun das T410s unseren Tests. Bei einem T-Serien Modell darf man sich laut Hersteller ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mobilität und Leistung erwarten. Zudem wurde beim T410s Wert auf ein leichtes und schlankes Design gelegt.

Es werden eine Vielfalt von Ausstattungsvarianten angeboten. Zum einen kann man sich für oder gegen einen Touchscreen entscheiden, wobei der Bildschirm unseres Testgerätes Touchfunktionalität bietet. Doch auch bei den leistungstragenden Komponenten stehen einige Optionen zur Verfügung. In Bezug auf Prozessor etwa ein Core i5 520M, wie im Testgerät, oder ein etwas stärkerer Core i5 540M. Laut Herstellerinformation soll zumindest das Topmodell eine umschaltbare Grafik bieten. Dabei kann je nach Leistungs- oder Mobilitätsbedarf, entweder der integrierte GMA HD Grafikchip oder die leistungsfähigere Nvidia NVS 3100M benutzt werden. Interessanterweise wird auf Lenovos US-Homepage zur Zeit aber kein T410s Modell mit eigenständiger Grafikkarte aufgelistet.

Auch unser Testmodell muss sich mit einem integriertem GMA HD Grafikchip begnügen. Wie immer sind Akkulaufzeit, Leistung und Emissionen von den verbauten Komponenten abhängig. Unser Testmodell war ein T410s – 2912-3AG, mit SSD. Andere Modelle können in diesen Bereichen ganz andere Charakteristika aufweisen.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Thinkpad ähnelt auf den ersten Blick stark dem bereits getesteten T410. Im Detail zeigen sich aber nicht nur in Bezug auf Schnittstellenausstattung Unterschiede. Es ist mit einer Bauhöhe von 33 Millimetern und einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm auch etwas schlanker und geringfügig leichter als sein Kollege. Zum gesamten Transportgewicht kommen dann noch 340 Gramm für den Stromadapter.

In Bezug auf Farbwahl hebt es sich in keiner Weise von anderen aktuellen Thinkpads ab. Es ist schwarz mit rotem Trackpoint, blauer Eingabetaste und blauer ThinkVantage Taste. Das gleiche gilt für die gute Stabilität und Verwindungssteifigkeit von Bildschirmdeckel und auch Basiseinheit. Einzig rund um den Ultrabay-Slot gibt das Gehäuse unter Druckbelastung etwas nach.

Die beiden metallischen Scharniere halten den Bildschirm in jeder Bildschirmposition, können ein geringfügiges Nachwippen nach Anpassen des Öffnungswinkels aber nicht ganz verhindern. Auf der anderen Seite sind die Scharniere für ein einhändiges Öffnen und Schließen leichtgängig genug.

Zwei Doppelhacken am oberen Bildschirmrahmen halten den Laptop bei einem Transport sicher geschlossen. Der Schiebeöffner an der Vorderkante der Basiseinheit lässt sich leicht bedienen, knackst aber etwas.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Das Thinkpad T410s unterscheidet sich ziemlich vom T410 in Bezug auf Schnittstellenausstattung und Verteilung. Insgesamt gibt es 3 USB-2.0 Schnittstellen, eine davon ist als powered USB ausgeführt, eine weiter als USB-eSATA Kombination.

Neben VGA, hat auch eine digitaler Bildschirmport Platz gefunden. HDMI, über welches nicht nur Bilddaten, sondern auch Audiodaten digital übertragen werden könnten, bietet das Gerät dagegen nicht. Der einzige Audioport, ist eine Kombi-Audio-Schnittstelle für Headsets.

Dafür hat Lenovo nicht auf ein obligatorisches Feature in Businessnotebooks vergessen. Mit von der Partie ist wieder eine Docking-Schnittstelle an der Unterseite. Damit kann das Gerät einerseits einfach in existierende Arbeitsumgebungen eingebunden werden, andererseits auch das Schnittstellenangebot erweitert werden.

Linke Seite: Lüfter, USB, Kombi-Audio, Kartenleser
Linke Seite: Lüfter, USB, Kombi-Audio, Kartenleser
Rückseite: DC-in, VGA, RJ45, powered USB; e-SATA-USB-Kombi, Display-port, Lüfter
Rückseite: DC-in, VGA, RJ45, powered USB; e-SATA-USB-Kombi, Display-port, Lüfter
Rechte Seite: WiFi-Hauptschalter, Ultrabay-Slot, Kensington Security Lock
Rechte Seite: WiFi-Hauptschalter, Ultrabay-Slot, Kensington Security Lock

Eine Intel 82577LM Gigabit Netzwerkkarte sorgt bei entsprechender Infrastruktur für schnelle kabelgebundene Ethernet Verbindungen. Mit dem Centrino Ultimate-N 6300 AGN WLAN-Modul, ebenfalls von Intel, kann man via WiFi-Hotspot Netzwerkverbindungen herstellen. Zusätzlich ist mit der Gobi 2000 HS-USB Mobile Broadband Device 9205 von Qualcomm ein Breitbandmodem eingebaut. Voraussetzung für dessen Nutzung ist aber ein Vertrag mit einem Service-Provider. Den zugehörigen SIM-Slot findet man, wie zumeist, im Akku-Fach. Obwohl der RJ-11 Anschluss für ein Modem im Vergleich zum T410 eingespart wurde, kann man dennoch von einer guten Kommunikationsausstattung sprechen. Ergänzt durch eine 2 MP Webcam steht also Videokonferenzen mit Geschäftspartner nichts im Wege. Bei der Kommunikationsausstattung gibt es allerdings einige Optionen, sodass man sich vor Kauf im Detail darüber informieren sollte.

Neben dem üblichen Kensington Security Slot zur Diebstahlsicherung wurden in das T410s auch ein Fingerabdruckleser und ein TPM Modul eingebaut. Datenverluste durch Erschütterungen braucht man bei dem im Testgerät eingebauten Massenspeicher auch nicht befürchten: Es handelt sich um eine SSD ohne mechanische Bauteile. Zudem ist die Tastatur des Gerätes spritzwassergeschützt.

An Zubehör hat Lenovo wie gewohnt gegeizt. Dafür werden recht komfortable Tools, unter dem Namen ThinkVantage, vorinstalliert, mit welchen man sich unter anderem schnell selbst Wiederherstellungs-DVDs erzeugen kann. In Europa ist die Garantie auf Thinkpad-T-Serien Geräte standardmäßig 3 Jahre. In den USA wird ohne Aufpreis dagegen nur 1 Jahr Garantie geboten.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

An Tastatur, Touchpad und Trackpoint gibt es zur Beschreibung des T410 nichts hinzuzufügen. Alle drei weisen Thinkpad typische Qualitäten auf.

Tastatur

Am meisten nervt anfangs, dass Strg und Fn Taste vertauscht wurden. Ansonsten bietet das Gerät aber ein Standardlayout mit übersichtlicher Tastengruppierung. Wie schon beim T410 wurden die Esc- und die Entf-Taste verlängert und die Einfg Taste aus der Gruppe um die Entf Taste entfernt. An Haptik und mechanischen Eigenschaften der Tasten gibt es nichts auszusetzten.

Touchpad

Das Touchpad weist eine leicht genoppte Oberfläche mit guten Gleiteigenschaften auf. Die Touchpadbuttons befinden sich wiederum schon im leicht abgeschrägten Gehäuseteil. Sie arbeiten leise, leichtgängig, aber bieten trotzdem ausreichend deutliches Feedback.

Trackpoint

Der rote Trackpoint überzeugt wie gewohnt, denn er ermöglicht, nach etwas Eingewöhnungszeit, ein sehr präzises Steuern des Mauszeigers. Die zugehörigen Buttons sind wieder Kippbuttons. Sie arbeiten leise und sprechen gut an.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad
Trackpoint
Trackpoint

Touchscreen

Kommen wir nun in Bezug auf Eingabe zur eigentlichen Besonderheit unseres T410s'. Sein Bildschirm reagiert auf Berührungen mit Finger und Digitalisierstift. Letzterer wurde aber leider nicht mitgeliefert womit alle Tests mit dem Finger durchgeführt wurden.

Die Steuerung funktioniert ausreichend gut, solange der Finger das zu klickende Objekt vollständig abdeckt. Das Arbeit mit einem Digitalisierstift ist in dieser Hinsicht wahrscheinlich bei weitem komfortabler, vor allem auch deshalb, weil man das Objekt, welches man Anklicken möchte, noch sieht. Mit Multitouchgesten kann zudem beispielsweise auch direkt am Bildschirm gescrollt und gezoomt werden.

Außerdem kann per Handschrift eingegeben werden. Die Handschrifterkennung funktioniert trotz Fingereingabe einigermaßen gut. Darüber hinaus ist sie lernfähig, womit im Laufe der Zeit die Resultate besser werden sollten. So komfortable Handschrifteingabe mit Digitalisierstift auch sein kann, ein geübter Datenerfasser ist mit direktem Eintippen sicherlich schneller. Umso mehr als bei jedem Wort auch kontrolliert werden muss, ob es denn richtig erkannt wurde.

Touchscreen
Touchscreen

Display

Wie wir testen - Display

Verbaut wurde ein 14.1 Zoll WXGA+ Bildschirm mit LED Hintergrundbeleuchtung von Lenovo mit der Monitor-ID LEN4036, welcher, wie schon oben erwähnt, berührungsempfindlich ist. Nun wollen wir uns hingegen mit den Eckdaten des Bildschirms als Anzeigegerät beschäftigen. Der Bildschirm bietet ebenso wie jener im getesteten T410 eine 1440x900 Pixel Auflösung und damit ein 16:10 Format. Typisch Businesslaptop kam natürlich nur eine matte Oberfläche in Frage.

249
cd/m²
188.8
cd/m²
263
cd/m²
239
cd/m²
283
cd/m²
253
cd/m²
234
cd/m²
255
cd/m²
246
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Maximal: 283 cd/m² Durchschnitt: 245.6 cd/m²
Ausleuchtung: 67 %
Kontrast: 95:1 (Schwarzwert: 2.99 cd/m²)

Zwar kann das Thinkpad T410s mit einer sehr guten maximalen Helligkeit überzeugen, doch das ist auch schon alles. Durchschnittlich sind es zwar immerhin noch 245.6 cd/m², doch für den mittleren oberen Bereich wurde vergleichsweise nur mehr eine Helligkeit von 188.8 cd/m² aufgezeichnet. Damit ergibt sich eine unterdurchschnittliche Ausleuchtung von nur 67%. Noch schlimmer kommt es beim Kontrastverhältnis: 95:1 sind wirklich schwach. Ursache dafür ist ein sehr hoher Schwarzwert von 2.99 cd/m².

Kein Wunder also, dass Schwarz eher grau wirkt und man sich deutlich frischere Farben wünschen würde. Wenigstens wird Schrift scharf und ohne Schattenbildung dargestellt. Auch mit den Farbgradienten, welche flüssig und ohne sichtbare Abstufungen in einander übergehen, kann man zufrieden sein.

Außeneinsatz
Außeneinsatz

Beim Außeneinsatz beweist der Bildschirm des Lenovo T410s dagegen Stärke. Aufgrund der guten Helligkeit und der matten Oberfläche ist ein Arbeiten im Freien kein Problem. Doch auch hierfür könnte der Kontrast durchaus etwas höher ausfallen.

Die möglichen Blickwinkel sind notebooktypisch. Vertikal kommt es wie gewohnt rasch zu wahrnehmbaren Veränderungen. Dagegen können problemlos mehrere nebeneinander sitzende Personen gemeinsam das Geschäftsbudget diskutieren oder zur Entspannung einen DVD-Film anschauen.
Im Vergleich zu dem bereits getesteten mäßigen "normalen" WXGA+ Display des T410s kann auch das Multitouch Panel keinen Boden gut machen. Im Gegenteil, für die Touch/Stifteingabe muss man weitere Einschränkungen hinsichtlich Ausleuchtung und Kontrast hinnehmen.

Blickwinkel Lenovo Thinkpad T410s
Blickwinkel Lenovo Thinkpad T410s

Unser Testgerät basiert wie alle T410s auf dem Mobile Intel QS 57 Chipsatz. Das heißt, dass man den Laptop mit maximal acht Gigabyte RAM ausstatten kann. In unserem Testgerät waren allerdings „nur“ insgesamt vier Gigabyte eingebaut und zwar in Form von zwei Zwei-Gigabyte-DDR3 Modulen. Sollte Bedarf nach einem Hauptspeicherupgrade entstehen, wird also wenigstens einer der beiden Speicherbausteine überflüssig. Ein solches kann auch ein Laie problemlos via Wartungsklappe an der Unterseite durchführen.

Auf die Hauptplatine wurde ein Intel i5 520M Prozessor gesteckt, also die etwas schwächere, der für das T410s angebotenen, CPUs. Es handelt sich jedenfalls um im 32nm Verfahren gefertigte Zwei-Kern Prozessoren. Konfiguriert man das T410s in Lenovos US-online Shop, stellt man jedoch fest, dass dort zur Zeit offensichtlich ohnehin nur die i5 520M CPU ausgewählt werden kann. Dank Hyperthreading können vier Threads gleichzeitig abgearbeitet werden. Die Turbo Boost erlaubt bei Bedarf ein automatisches Hochtakten einzelner Kerne. Man kann sich also eine gute Rechenleistung erwarten, welche etwas über gleich getakteten Core 2 Duo Prozessoren liegt.

Unser Testmodell nutzt nur den im Prozessor integrierten GMA HD Grafikchip. Allzu groß ist die gebotene 3D-Leistung damit nicht. Zumindest unterstützt der GMA HD Hardwarebeschleunigung bei der HD Video-Dekodierung. Im Detail werden MPEG-2, VC-1 und AVC voll unterstützt.
Das Topmodell der T410s Serie soll laut Hersteller dagegen zusätzlich eine Nvidia NVS 3100M Grafikkarte eingebaut haben und ein Umschalten je nach Leistungsbedarf erlauben.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ
Systeminfo HDTune
Systeminformationen Lenovo Thinkpad T410s
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3056
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
6454
Cinebench R10 Shading 32Bit
1454
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
3815 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
7882 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
1457 Points
Hilfe
PCMark Vantage Result
9047 Punkte
Hilfe
4.5
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.7
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.5
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
4.9
Primäre Festplatte
Datentransferrate
6.9
Latenzen: konstant im grünen Bereich
Latenzen: konstant im grünen Bereich

Zur Beurteilung der Anwendungsleistung haben wir den PCMark Vantage Benchmark sowohl in 64-Bit als auch in 32-Bit Version ausgeführt. Das T410s erreicht dabei einen Gesamtscore von 9047 beziehungsweise 8891 Punkten und gehört damit aktuell in Bezug auf Anwendungsleistung zu den Top-3 Geräten der bereits von uns getesteten Laptops. Es wird einzig vom Alienware M17x (ATI Mobility Radeon HD 4870 (X2)) übertroffen. Ursache dafür ist der Leistungsgewinn durch Einsatz einer SSD anstatt einer herkömmlichen Festplatte. Aber nicht nur der Festplattenwert fällt mit 14167 Punkten im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Geräten mit herkömmlicher Festplatte hoch aus. Das T410s kann auch in Bezug auf Kommunikation (9153 Punkte), Musik (8785 Punkte) und beim Productivity Score (11567) punkten.

Anders sieht es aus, wenn man Rechenleistung und gar die Grafikleistung betrachtet. Schauen wir uns hier zunächst einmal die Ergebnisse des Cinebench R10 an. Im Single-Core-Shading erreicht das T410s 3815 Punkte in der 64-Bit Version und 3056 Punkte in der 32-Bit Version. Beim Multi-Shading sind es 7882 (64-Bit) beziehungsweise 6465 Punkte (32-Bit) und liegt damit mit anderen mit i5 520M ausgestatteten Laptops auf einem Niveau und über gleich getakteten Core 2 Duo CPUs.

Schon allein aufgrund des im Prozessor integrierten GMA HD Grafikchips erwarten wir uns keine allzu große 3D-Leistung. Beim Shading von Cinebench R10 erreicht es nur 1457 Punkte und liegt damit unter den üblicherweise von Systemen mit GMA HD Grafikchip eingefahrenen Werten. Die gleiche Auffälligkeit findet man beim 3DMark06 Test, dessen CPU Wert durchaus dem Prozessor entspricht, während der Gesamtwert deutlich unter Geräten gleicher Grafikkarte liegt. Für die ursprünglich beim 3DMark03 (4347 Punkte) und 3DMark05 (2834 Punkte) aufgezeichneten Werten gilt das gleiche. Ein späterer Testlauf brauchte dann deutlich bessere Ergebnisse zu Tage. Alle Tests wurden selbstverständlich mit Profil „Maximale Leistung“ durchgeführt. Offensichtlich gibt es beim T410s relativ starke Schwankungen bei der Grafikleistung.

Bei zwei stichprobenartig durchgeführten Spielen mit modernen 3D Spielen, zeigen sich auch in der Praxis keine Überraschungen. Zuerst haben wir den CPU-Test und den GPU-Test von Crysis bei niedrigen Details und 1024x768 Pixel ausgeführt, welche jeweils 23 fps aufgezeichnet haben. Damit bleibt das T410s bei Crysis unter der Spielbarkeitsgrenze. Besser sieht es bei Anno 1404 aus. Bei niedrigen Details und 1024x768 Pixel Auflösung ermittelt fraps für uns 30 fps.

3DMark 03 Standard
4878 Punkte
3DMark 05 Standard
3350 Punkte
3DMark 06 Standard
1225 Punkte
3DMark Vantage P Result
153 Punkte
Hilfe
Samsung MMCRE28G8MXP
Minimale Transferrate: 146 MB/s
Maximale Transferrate: 161.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 153.4 MB/s
Zugriffszeit: 0.2 ms
Burst-Rate: 114.9 MB/s

Bei der verbauten Festplatte handelt es sich um eine SAMSUNG MMCRE28G8MXP-0VB. Es handelt sich dabei um eine SSD, welche 128 Gigabyte Bruttokapazität bietet. Für technische Details verweisen wir auf die Herstellerinformationen. Da SSDs keine mechanischen Bauteile beinhalten, sind Daten am Massenspeicher ausgezeichnet vor Verlust durch Erschütterungen geschützt. In Bezug auf Zugriffszeiten und Datendurchsatz ist die SSD ebenfalls herkömmlichen 7200 U/min Festplatten überlegen. Zudem arbeitet sie leiser. Ein Nachteil ist aber die bei weitem geringere Kapazität. Einen detaillierten Vergleich zwischen HDDs und SSDs Sie in unserem Vergleichstest.

Im Ultra-Bay Slot befindet sich im Auslieferungszustand ein DVD-RAM UJ892 Laufwerk von Matshita. Laut Datenblatt soll es auch eine Blu-Ray Option geben. Auch hier muss man beim Konfigurieren des Laptops im US-Shop, unabhängig von der Modellvorauswahl, feststellen, dass diese Option tatsächlich zur Zeit nicht zur Verfügung steht.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Beim Thinkpad T410s handelt es sich um ein ziemlich leises Gerät. Maximal erreicht es 36.9 dB(A) unter Last. Minimal sind es 32 dB(A). Dabei läuft der Lüfter ziemlich gleichmäßig mit leisem niederfrequentem Rauschen durch. Einzig das DVD Laufwerk fällt im Verhältnis bei Datenzugriffen etwas unangenehm auf und verursacht einen Geräuschpegel von bis zu 44.2 dB(A).

Lautstärkediagramm

Idle
32.3 / 32.3 / 32.3 dB(A)
DVD
44.2 / 34.8 dB(A)
Last
32.3 / 36.9 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light    (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Positiv ist anzumerken, dass das Gerät beim Betrieb mit geringer Last angenehm kühl bleibt. Dabei wurden maximal 31.8 Grad Celsius an der Unterseite des Gerätes gemessen.

Unter Last wird das Gerät, wohl auch aufgrund der relativ geringen Bauhöhe seiner Basiseinheit, ziemlich warm. Dabei werden an der Unterseite Spitzenwerte bis knapp über 50 Grad erreicht. An der Oberseite bleibt die Wärmeentwicklung wenigstens im Bereich der Handballenablagen, des Touchpads und dem häufig verwendeten Tastaturbereich im Rahmen.

Max. Last
 42.4 °C37.9 °C33.4 °C 
 36.8 °C36.8 °C33.3 °C 
 35.3 °C35.6 °C29.1 °C 
Maximal: 42.4 °C
Durchschnitt: 35.6 °C
38.9 °C47.2 °C48.3 °C
39.2 °C50.3 °C48.6 °C
31.9 °C39.8 °C39.2 °C
Maximal: 50.3 °C
Durchschnitt: 42.6 °C
Netzteil (max.)  62.6 °C | Raumtemperatur 23 °C
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 35.6 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 42.4 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 50.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 35.6 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.2 °C (-7.4 °C).

Lautsprecher

Die beiden Stereolautsprecher befinden sich, wie schon beim T410 links und rechts neben der Tastatur. Die maximale Lautstärke ist ausreichend für die Benutzung am Arbeitsplatz, der Klang bleibt dabei unverzerrt. Mitteltöne und Höhe wirken ziemlich ausgewogen, aber der Klang ist, wie bei allen Laptops ohne Subwoofer, bassarm. Da es sich um ein Businessgerät handelt, sollten die Soundqualitäten aber nicht überbewertet werden. Dennoch, um Musik wirklich genießen zu können, sollte man qualitativ hochwertige Kopfhörer oder externe Lautsprecher an die 3.5 mm Kombi-Audio-Buchse anstecken.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Readers Test
Minimale Laufzeit  (Classic Test)
Classic Test

Mit den 44 Wattstunden Kapazität (11.1 V; 3.9 Ah) des mitgelieferten Lithium-Ionen Akkus ist der Akku nicht besonders großzügig ausgelegt. Kein Wunder, dass unter Volllast gerade einmal 52 Minuten Akku-Betrieb möglich sind. Diesen Wert hat der Classic Test des BatteryEaterTools bei maximaler Helligkeit, eingeschalteten WiFi-Modulen und Profil „Maximale Leistung“ für uns ermittelt.

Sein Kollege, der Reader's Test, zeichnet für uns eine maximale Laufzeit von etwa viereinviertel Stunden bei minimaler Helligkeit, deaktivierten kabellosen Kommunikationsgeräten und Energiesparprofil auf.

Da sich die minimale Helligkeit in keinster Weise für einen Praxiseinsatz eignet, verwundert es nicht, dass die Praxistests relativ weit vom theoretischen Maximum entfernt liegen. Mit Energiesparprofil und Helligkeit 13/15 ist der Akku nach etwa zweieinhalb Stunden Internet via WLAN entleert. Weniger lange, nämlich nur etwa eineinhalb Stunden hält der Akku beim Filmschauen von DVD durch, ein durchschnittlicher langer Hollywood-Film von neunzig Minuten geht sich dabei knapp aus.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
4h 18min
Surfen über WLAN
2h 32min
DVD
1h 35min
Last (volle Helligkeit)
0h 52min

Der Stromverbrauch des T410s bleibt insgesamt im Rahmen und entspricht seiner Ausstattung. Im Idle-Modus bewegt sich die Leistung zwischen 11.4 und 18.1 Watt. Sobald vemehrt Anforderungen gestellt werden, steigt dieser auf etwa 43.6 Watt an. Bei vollständiger Auslastung von Grafikkarte und CPU mittels gleichzeitigem Furmark und Prime95 sind es schließlich maximal 55.2 Watt. LED-Display, im Prozessor integrierter Grafikchip und die Fähigkeit des Prozessors bei niedriger Last herunterzutakten tragen zum Energiesparen bei.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.2 / 0.3 Watt
Idledarkmidlight 11.4 / 15.2 / 18.1 Watt
Last midlight 43.6 / 55.2 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das T410s in der getesteten Ausstattung hebt sich von der Masse der Businessgeräte für den Officeeinsatz vor allem durch den Einsatz einer SSD und seinen Touchscreen ab. Neben Core i5 520M CPU und vier Gigabyte Hauptspeicher in Kombination mit 64-Bit Betriebssystem erreicht es vor allem durch Ersteres eine ausgezeichnete Anwendungsleistung. Die Grafikleistung bleibt mit integriertem GMA HD Chip immerhin auf brauchbarem Niveau. Von 3D-fordernden Anwendungen sollte man jedoch besser Abstand nehmen. Für bessere Grafikleistung könnte man ein Modell mit Nvidia NVS 3100M Grafikkarte in Betracht ziehen.

Vom Äußeren her ist das T410s jedenfalls ein typisches aktuelles Thinkpad. Ebenso wie seine Kollegen punktet es mit sehr guten Eingabegeräten und durchdachter Kommunikationsausstattung. Da kein Digitalisierstift mitgeliefert wird, kann der Touchscreen nicht ganz überzeugen. Der Bildschirm gefällt durch gute Helligkeit, ist aber ungleichmäßig ausgeleuchtet und weist einem schwachen rechnerischen Kontrastwert auf. Für alltägliche Office-Anwendungen ist die Farbdarstellung aber immer noch gut genug. Aufgrund der matten Oberfläche ist er jedenfalls fit für den beruflichen Dauereinsatz und für unterwegs.

Im T410s findet man einen flotten Begleiter für den Office-Einsatz, der sich mit 14.1-Zoll Größe und entsprechend niedrigem Gewicht noch gut für den Einsatz auf Geschäftsreisen eignet. Die entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt, bietet es viele Kommunikationsmöglichkeiten, allerdings keinen RJ-11 Modemanschluss. Mit Docking Port kann es zudem schnell wieder in die existierende Arbeitsumgebung eingebunden werden.

Lenovo Thinkpad T410s
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Im Test:  Lenovo Thinkpad T410s
Im Test: Lenovo Thinkpad T410s, zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

Lenovo Thinkpad T410s (Thinkpad T Serie)
Grafikkarte
Hauptspeicher
4096 MB 
, PC3-8500F (533 MHz); DDR3
Bildschirm
14.1 Zoll 16:10, 1440 x 900 Pixel
Mainboard
Intel QS57
Massenspeicher
Soundkarte
Conexant Cx20585
Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 eSata, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: Kombi-Audio Port, Card Reader: 5-in-1 Kartenleser
Netzwerk
Intel 82577LM Gigabit Network Connection (10/100/1000MBit), Intel Centrino Ultimate-N 6300 AGN (a/g/n), Bluetooth 2.1+EDR, Qualcomm Gobi 2000 HS-USB Modem 9205
Optisches Laufwerk
Matshita DVD-RAM UJ892
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 33 x 337 x 240
Akku
44 Wh Lithium-Ion, 11.1 V; 3.9 Ah
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
Kamera
Webcam: 2MP
Sonstiges
ThinkVantage Tools, 36 Monate Garantie
Gewicht
2.02 kg, Netzteil: 340 g
Preis
2300 Euro

 

Lenovo Thinkpad T410s
Lenovo Thinkpad T410s
Ein Must-Have für Business-Geräte: der Docking Port
Ein Must-Have für Business-Geräte: der Docking Port
Schiebeöffner
Schiebeöffner
USB, Kartenleser, Kombi-Audio
USB, Kartenleser, Kombi-Audio
LAN, powered USB, USB-eSATA-Kombi und digitaler Display Port
LAN, powered USB, USB-eSATA-Kombi und digitaler Display Port
Stromanschluss und VGA
Stromanschluss und VGA
Im Ultra-Bay Slot ist standardmäßig ein DVD Brenner
Im Ultra-Bay Slot ist standardmäßig ein DVD Brenner
Welches leicht durch andere Module ersetzt werden kann
Welches leicht durch andere Module ersetzt werden kann
Hauptspeicherupgrade ist einfach
Hauptspeicherupgrade ist einfach
Zur Festplatte kommt man nicht so leicht.
Zur Festplatte kommt man nicht so leicht.
Das T410s arbeitet leise
Das T410s arbeitet leise
allerdings zu Lasten der Temperaturentwicklung unter Last
allerdings zu Lasten der Temperaturentwicklung unter Last
Mit 2MP WebCam sind Videokonferenzen kein Problem
Mit 2MP WebCam sind Videokonferenzen kein Problem
Zugehöriger SIM-Slot im Akkufach
Zugehöriger SIM-Slot im Akkufach
Modell T410s – 2912-3AG
Modell T410s – 2912-3AG
kann ganz aufgeklappt werden
kann ganz aufgeklappt werden
übersichtliche Tastengruppierung
übersichtliche Tastengruppierung
Hotkeys
Hotkeys
Komfortable ThinkVantage Tools
Komfortable ThinkVantage Tools
Maussteuerung mit Touchpad
Maussteuerung mit Touchpad
Trackpoint
Trackpoint
und auch berührungsempfindlichen Bildschirm
und auch berührungsempfindlichen Bildschirm
Die kabellos Module sind rasch global ausgeschalten
Die kabellos Module sind rasch global ausgeschalten
Durchdachte Kommunikationsausstattung inkl. WLAN
Durchdachte Kommunikationsausstattung inkl. WLAN
und mobilen Breitbandmodem
und mobilen Breitbandmodem
Sehr lange kann man mit dem Akku in der Praxis nicht arbeiten
Sehr lange kann man mit dem Akku in der Praxis nicht arbeiten

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Preisvergleich

Pro

+Sehr gute Anwendungsleistung
+Touchscreen
+Eingabegeräte
+Matter, relativ heller Bildschirm
+Gute Kommunikationsausstattung
+Docking Port
 

Contra

-Praktisch kein Zubehör (nicht einmal ein Digitalisierstift)
-Schwarzwert, Kontrast und Ausleuchtung des Bildschirms

Shortcut

Was uns gefällt

Die ausgezeichnete Anwendungsleistung, zu welcher die SSD maßgeblich beiträgt und die ziemlich umfangreiche Kommunikationsausstattug

Was wir vermissen

Einen mitgelieferten Digitalisierstift

Was uns verblüfft

Warum Lenovo bei dem Preis dermaßen mit praktischem Zubehör geizt.

Die Konkurrenz

14-Zoll Business-Geräte mit Touchscreen

Bewertung

Lenovo Thinkpad T410s - 12.12.2010 v2(old)
Martina Osztovits

Gehäuse
85%
Tastatur
90%
Pointing Device
85%
Konnektivität
78%
Gewicht
88%
Akkulaufzeit
69%
Display
60%
Leistung Spiele
54%
Leistung Anwendungen
91%
Temperatur
77%
Lautstärke
90%
Auf- / Abwertung
82%
Durchschnitt
79%
81%
Office - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Martina Osztovits (Update: 23.03.2016)