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Vivo NEX Dual-Display-Edition mit spezieller Triple-Cam gestartet

Auf beiden Seiten ein Display statt einer Selfie-Cam: Das Vivo NEX Dual-Display-Edition.
Auf beiden Seiten ein Display statt einer Selfie-Cam: Das Vivo NEX Dual-Display-Edition.
Wie erwartet, hat Vivo seine zweite Vivo NEX-Vision eines randlosen und notchlosen Handys vorgestellt, es heißt allerdings nicht NEX 2 sondern NEX Dual-Display-Edition, womit das Hauptfeature bereits verraten wird. Einige weitere Besonderheiten hat Vivo zudem in das knapp 640 Euro teure Flaggschiff gepackt.

Randlos geht auch Ende 2018 noch nicht ohne Tricks, doch was hier der beste Weg ist, um den Käufer mit einer möglichst randlosen Front zu verzücken, ist noch längst nicht entschieden. Die meisten Hersteller wechseln wohl gerade von der immer kleiner werdenden Notch zum Loch-im-Display-Design, etwa Huawei, Honor, Samsung, Xiaomi und Oppo. Vivo war Anfang des Jahres der erste, der mit einer ausfahrbaren Selfie-Cam eine Alternative vorgestellt hatte - doch wie auch beim Oppo Find X dürfte das nicht auf allzu viel Gegenliebe gestoßen sein, denn mit dem indirekten Nachfolger des Vivo NEX-S wechselt man in China nun auf das Dual-Display-Design.

Zwei Displays statt Notch oder Displayloch

Hierbei ersetzt ein zweites Display an der Rückseite die Selfie-Cam komplett, man benutzt einfach die Hauptkamera und betrachtet sich stattdessen im hinten ebenfalls integrierten Super AMOLED-Display. Beim Vivo NEX Dual-Display-Edition ist das sogar ein 5,49 Zoll großes mit Full-HD-Auflösung, also mehr als etwa bei Nubias Lösung im Nubia X. An der Front steht ein 6,39 Zoll Super AMOLED-Display mit 1.080 x 2.340 Pixel und mehr als 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio zur Verfügung. Im Vorfeld viel geteasert wurde der Lunar-Ring, ein Designfeature, das beispielsweise auch zur Parametersteuerung der Kamera-App herangezogen wird. Apropos Kamera: Hier steht uns eine Triple-Cam auf Basis eines 12 Megapixel Hauptsensors mit OIS und F/1.8 Blende zur Verfügung.

Triple-Cam mit 3D-Sensor und Nachtsicht

Interessant sind allerdings die anderen beiden Sidekick-Sensoren. Hier kommen nicht etwa unterschiedliche Brennweiten zum Einsatz sondern laut Vivo-Webseite eine 2 Megapixel Nachtsicht-Kamera und ein 3D-TOF-Sensor für AR-Anwendungen und bessere 3D-Gesichtserkennung. Es wird abzuwarten sein, wie sinnvoll diese ungewöhnliche Kamera-Kombo für reguläres Filmen und Photo schießen ist, insbesondere, ob dieser Nacht-Sensor in der Praxis etwas bewirkt. Mit Snapdragon 845, 10 GB RAM und 128 GB nicht erweiterbarem Speicher ist das neue Vivo-Phone zwar super bestückt, aber eben noch nicht mit dem kommenden Snapdragon 855.

Gesten für Displaywechsel und Game-Play

Positiv anzumerken ist weiters das integrierte Worldmodem mit 19 unterstützten LTE-Bändern sowie der Fingerabdrucksensor im Frontdisplay, wie auch schon beim Vorgänger. Der Akku des in zwei Farben erhältlichen Vivo NEX Dual-Display-Edition fasst 3.500 mAh. Mit jeder Menge KI-Erweiterungen und speziellen Gesten für den Displaywechsel beziehungsweise für mobiles Gaming ist FunTouch OS 4.5 auf Android 9-Basis integriert, der ganze Spaß wird in China 5.000 Yuan kosten (umgerechnet 640 Euro) und ab Ende Dezember zu haben sein. Möglicherweise wird das neue Vivo-Handy auch nach Europa kommen, wurde kürzlich kolportiert - es kann also durchaus sein, dass wir Anfang 2019 auch hierzulande mit doppelten Displays spielen können. 

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Autor: Alexander Fagot, 12.12.2018 (Update: 12.12.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.