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WikiLeaks: 10.000 Dollar Kopfgeld auf einen Journalisten

WikiLeaks: 10.000 Dollar Kopfgeld auf einen Journalisten
WikiLeaks: 10.000 Dollar Kopfgeld auf einen Journalisten
Wikileaks hat 10.000 Dollar für Informationen ausgelobt, die zur Bloßstellung und Entlassung (zweideutig: „termination“) eines Journalisten führen. Dieser soll seine Quelle nicht geschützt haben, was zu deren Verhaftung führte.

Die NSA-Mitarbeiterin Winner schickte einen Top-Secret-Bericht der NSA an The Intercept. Aus dem Bericht geht hervor, dass die NSA glaubt, der russische Militärgeheimdienst GRU stecke hinter den Phishing-Attacken auf US-Wahlbehörden im Vorfeld der letzten US-Wahl. Nur zwei Tage nachdem The Intercept einen entsprechenden Artikel veröffentlichte wurde die NSA-Mitarbeiterin verhaftet.

Wikileaks macht nun den ersten von insgesamt vier Autoren des Artikels, Matthew Cole, für die schnelle Verhaftung verantwortlich. Er soll seine Quelle nicht ausreichend geschützt haben und dabei höchst fehlerhaft vorgegangen sein. Winner wird nun wegen Geheimnisverrats angeklagt. Wikileaks hat daraufhin 10.000 Dollar Belohnung für Informationen ausgeschrieben, die zur „öffentlichen Bloßstellung und Entlassung“ des Journalisten führen.

Besonders heikel: Für „Entlassung“ verwendet Wikileaks den englischen Begriff „termination“, welcher neben „Entlassung“ auch „Tötung“ bedeutet. Wenig später meldete sich der im Exil lebende Wikileaks-Gründer Julian Assange über Twitter und verwendet die gleiche zweideutige Wortwahl.

Cole ist langjähriger Mitarbeiter bei The Intercept, aber nun melden sich auch weitere Ex-Quellen, wie John Kiriakou zu Wort. Dieser war CIA-Agent und legte Waterboarding-Folterungen durch die CIA und den Namen eines CIA-Mitarbeiters offen. Daraufhin wurde er zu 30 Monaten Haft verurteilt. Auch in seinem Fall wirft er Cole unzureichenden Informantenschutz vor.

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Autor: Christian Hintze,  8.06.2017 (Update:  8.06.2017)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).