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Whatsapp: Gericht untersagt Datenweitergabe deutscher Kunden an Facebook

Das Whatsapp-Logo
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Einem ersten Gerichtsentschluss zufolge, ist es Whatsapp nun bis auf weiteres untersagt, Daten von deutschen Nutzern an Facebook weiter zu geben, da die Interessen der Nutzer in diesem Fall wichtiger sind, als die der Firmen.

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat entschieden: Vorerst ist es Whatsapp untersagt, Kundendaten aus Deutschland an seinen Mutterkonzern Facebook weiter zu geben, ohne dass der Kunde Wiederspruch einlegen kann. Facebook argumentierte vor Gericht, dass ihre Methoden des Datenaustausches in Irland legitim wären und da der Konzern seine Europazentrale in Dublin hat, müsse sich der Konzern auch nur an irisches Recht halten. Das Gericht hielt dagegen, dass in diesem Fall die Interessen der Kunden schwerer wiegen als die der Firmen. Allerdings betonte das Gericht auch, dass noch nicht hinreichend geklärt sei, ob in so einem Fall das deutsche Datenschutzrecht zur Anwendung kommt oder nicht. Facebook hat schon angekündigt gegen diese Entscheidung in Berufung gehen zu wollen.

Whatsapp wurde 2014 für 22 Milliarde Dollar von Facebook übernommen. Zu Beginn hieß es noch, dass es keinen Datenaustausch geben werde. Als dann allerdings Facebook 2016 ankündigte, dass man nun doch ausgewählte Informationen über das Nutzerverhalten austauschen will, trieb das die Datenschützer auf die Barrikaden, was zu einem EU-weiten Aussetzen des Datenaustausches führte.

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Autor: Cornelius Wolff, 26.04.2017 (Update: 27.04.2017)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.