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iPhone XR: Apple bewirbt Akku und iMessage-Sicherheit

"Dein Akku wird vor dem deines iPhone XR leer sein". (Bild: Apple)
"Dein Akku wird vor dem deines iPhone XR leer sein". (Bild: Apple)
In zwei neuen Werbespots zeigt Apple die "längste Akkulaufzeit in einem iPhone" und die Verschlüsselung bei über iMessage geschickten Nachrichten. Wir unterziehen die beiden Behauptungen einem kurzen Realitätstest.

iPhone XR: Die beste Akkulaufzeit unter allen iPhones?

Laut unserem Test bietet das iPhone XR tatsächlich die beste Akkulaufzeit aller iPhones – und das mit großem Abstand. Im WiFi-Test konnte das XR stolze 910 Minuten durchhalten, während die übrigen Modelle des Line-Ups deutlich hinterherhinken: Das XS erreichte 570 Minuten, das größere XS Max immerhin 742 Minuten, das 8 Plus 657 Minuten. Die Behauptung, das iPhone XR hätte die beste Akkulaufzeit aller iPhones bisher können wir also bestätigen.

Auch den Vergleich zur Konkurrenz muss Apple nicht scheuen – sowohl das Galaxy S10 (427 Minuten) als auch das Huawei P30 Pro (838 Minuten) können geschlagen werden, wenn in letzterem Fall auch nur sehr knapp. Huaweis Flaggschiff schlägt das iPhone XR übrigens in zwei unserer vier Akkulaufzeit-Tests, sodass es in diesem Fall vom Nutzungsverhalten abhängt, welches Smartphone länger durchhält.

Erst kürzlich kam eine britische Organisation für Verbraucherschutz aber zu dem Ergebnis, dass das iPhone XR die von Apple versprochene Akkulaufzeit nicht erreichen kann. Da die genauen Parameter des Tests nicht angegeben wurden, ist dieser Bericht mit Vorsicht zu genießen – dennoch macht er klar, dass die Laufzeit je nach Nutzung stark variieren kann.


iMessage: Sicher genug?

Apples iMessage-Nachrichtendienst verschlüsselt die Nachrichten bei der Übertragung ("end to end"), sodass jede Nachricht in unverständliche Datenblöcke zerhackt wird, und das noch, bevor sie das Gerät verlässt. Zusammengesetzt wird diese erst wieder beim Empfänger, sodass der Inhalt auf dem Weg dorthin nicht abgefangen werden kann. Damit ist der Dienst deutlich sicherer als etwa traditionelle E-Mails oder weniger stark verschlüsselte Dienste wie zum Beispiel Slack. 

Natürlich gilt das nur, solange der Empfänger vertrauenswürdig ist – die Nachrichten können unendlich lang gespeichert und mit Screenshots einfach geteilt werden. Dazu kommt, dass die Nachrichten per iCloud häufig auf mehreren Geräten eines Nutzers sowie in der Cloud synchronisiert werden, was potentielle Sicherheitslücken schafft – immerhin reicht der Zugang zu einem dieser Geräte, um alle Nachrichten ansehen zu können. 

Außerdem bietet auch die Konkurrenz verschlüsselte Nachrichten an, der größte Konkurrent WhatsApp zum Beispiel. Das Fazit zum Werbespot: Apple bietet eine recht starke Verschlüsselung bei der Übertragung seiner Nachrichten, verschweigt aber, dass es zahlreiche Alternativen mit ähnlich hohen Sicherheitsstandards gibt, die meist auch auf Geräten anderer Hersteller laufen.

Quelle(n)

Apple (via Youtube – Spot 1 | Spot 2)

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Autor: Hannes Brecher, 11.05.2019 (Update: 15.05.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.