Test Lenovo ThinkPad Edge 13 (K685) Subnotebook

Sebastian Jentsch, 22.07.2011

Entspiegelt. Lenovo verbessert sein Billig-ThinkPad mit mattem Panel und eSATA-Port. Die Eingabegeräte bleiben erste Sahne. Der ultimative Low-Cost Begleiter ohne Schwächen für 399 Euro?

Lenovo IBM ThinkPad Edge 13 mit Turion X2 Neo K685 2x 1.80GHz (665D817): Low Cost 13-Zoller mit den Qualitäten eines ThinkPads?
Lenovo IBM ThinkPad Edge 13 mit Turion X2 Neo K685 2x 1.80GHz (665D817): Low Cost 13-Zoller mit den Qualitäten eines ThinkPads?

Die Edge Reihe rundet Lenovos ThinkPad-Angebot nach unten hin ab. Vorliegender 13.3-Zoller liegt wie unser Testgerät bereits ab 399 Euro (ohne Betriebssystem) im Regal. Die technischen Daten hören sich zwar nicht nach High-End an. Wer jedoch Wert auf ein mattes Display und erstklassige Eingabegeräte legt, der wird hier fündig. 

Im März 2010 haben wir das erste Edge 13 einem ausführlichen Test unterzogen. Damals war das Panel noch spiegelnd und einen eSATA-Port gab es keinen. Jetzt haben AMD Turion X2 Neo K625 bzw. L625 (1.5/1.6 GHz) Platz für einen Neo K685 mit 1.80GHz gemacht. Hinzu kommt eine Vergrößerung des Festplatte von 320 auf 500 GB. Kurz: Die Ausstattung wurde deutlich verändert. Was bringt es dem Endkunden? 

Wir haben uns die Billig-Version ohne OS organisiert und machen ein Test-Update. Auf die guten Eingabegeräte und die Anschlüsse (im Detail) gehen wir in diesem Test nicht ein. Hier hat sich gegenüber dem ersten Edge 13 (NUE2UGE) außer eSATA nichts verändert.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Glatte aber griffige Oberflächen.
Glatte aber griffige Oberflächen.
Die Handauflage berührt sich angenehm.
Die Handauflage berührt sich angenehm.
Black Smooth nennt es Lenovo.
Black Smooth nennt es Lenovo.

Zurückhaltende Optik, minimalistisches Design und matte Oberflächen. Diese Attribute kennzeichnen nach wie vor die ThinkPad Edge-Serien. Das ist auch kein Wunder, soll das günstigste Business-Mitglied optisch an die großen (und teuren) ThinkPads erinnern. 

Unser Testgerät ist mit dem Label "Black Smooth" gekennzeichnet. Dies meint die haptisch griffigen aber dennoch glatten Oberflächen auf Handauflage und Deckel. Wir beschreiben die Haptik als eine dezente Gummierung, welche Fingerabdrücke verhindert und kratzfest erscheint. Ein spezieller Pluspunkt sind die Vollmetall Displayscharniere. Diese bieten einen guten Halt und durch die Festigkeit wirken sie langlebig (Öffnung bis 185 Grad).

Auf der Handauflage und dem Deckel befinden sich jeweils ein ThinkPad-Logo. Der leuchtende Punkt auf dem „i“ des Logos ist ein Hingucker. Er beginnt im Standby behäbig zu blinken. Die Druckstabilität und Verwindungsfestigkeit des Gehäuses sind für die Preisklasse sehr gut. Ein Grund hierfür ist das nicht verbaute optisches Laufwerk. Ohne einen Einschub dafür sind Laptops-Chassis fast immer stabiler. 

Das Gewicht von 1.775 Gramm hat sich gegenüber dem Vorgänger von 2010 so gut wie gar nicht verändert. Dafür ist aber das Netzteil von 350 auf 237 Gramm schlanker geworden. Die Akkukapazität ist hingegen ident (63 Wh). Das Gewicht ist für einen 13.3-Zoller vglw. gering. Nach oben hin gibt es schwere Geräte wie den Acer Aspire 3750 (2.100 Gramm). Nach unten setzen extra leichte Subnotebooks wie das Toshiba Portege R830 (1.500 Gramm) die Referenz. Die meisten 13-Zoller liegen wie das IdeaPad Z370 bei um die 2.000 Gramm.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Bei den Anschlüssen ist das ThinkPad Edge 13 passabel bestückt. Eine schnelle Verbindung zur externen e-SATA Festplatte ist links an Bord, kombiniert mit dem dritten USB 2.0 Anschluss. USB 3.0 wäre die Krönung gewesen, doch das ist in dieser Preisklasse (noch) nicht selbstverständlich.

Das Nachrüsten von Anschlüssen per Controller fällt aus, denn es gibt keinen ExpressCard-Schacht. Eine Unterbringung von einigen Ports an der Rückseite wäre idealer. Der Akku verhindert das aber. Rechts können USB 2.0 und das Stromkabel schnell nach hinten weggeführt werden, denn die Anschlüsse befinden sich weit hinten.

Linke Seite: 1 USB 2.0 + eSATA, RJ-45, HDMI, VGA, Kensington Lock
Linke Seite: 1 USB 2.0 + eSATA, RJ-45, HDMI, VGA, Kensington Lock
Rechte Seite: 5-in-1 Kartenleser, Audioeingang/-ausgang, 2 USB 2.0, Stromanschluss
Rechte Seite: 5-in-1 Kartenleser, Audioeingang/-ausgang, 2 USB 2.0, Stromanschluss

Display

Wie wir testen - Display

Das entspiegelte LG-Phillips-Panel (Typ LP133WH2-TLM3) kann die Tester nicht begeistern. Die Auflösung der 16:9 Anzeige ist mit 1.366x768 Bildpunkten Standard für den Formfaktor. Der geringe Kontrast von 151:1 leider ebenso. Farben leuchten nicht kräftig, Schwarz hat einen leichten grauen Schimmer.

Die matte Beschaffenheit ist nicht der Grund für die geringen Kontraste. Ein Glare Type würde die Farben optisch mit einer gewissen Brillanz versehen, der Schwarzwert wäre aber derselbe. Unser erstes Edge 13 (Glare Type) hatte auch einen niedrigen Kontrast (164:1). Der Farbraum des Panels ist deutlich unterhalb sRGB, das heißt es kann die Farben dieses Spektrums nicht alle abbilden. Dieses Merkmal ist jedoch nur für Profi-Bildbearbeiter relevant.

Lenovo Edge 13 matt vs. AdobeRGB (t)
Lenovo Edge 13 matt vs. AdobeRGB (t)
Lenovo Edge 13 matt vs. sRGB (t)
Lenovo Edge 13 matt vs. sRGB (t)
Lenovo Edge 13 matt vs. ThinkPad X220 IPS (t)
Lenovo Edge 13 matt  vs. ThinkPad X220 IPS (t)
188
cd/m²
207
cd/m²
206
cd/m²
177
cd/m²
206
cd/m²
201
cd/m²
176
cd/m²
192
cd/m²
191
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 207 cd/m²
Durchschnitt: 193.8 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 153 cd/m²
Schwarzwert: 1.36 cd/m²
Kontrast: 151:1

Das matte Panel hat keine gute Helligkeit. Im Durchschnitt messen wir 194 cd/m², aber das nur bei eingestecktem Netzteil. Maximal erfasst unser Messgerät eine Leuchtdichte von 207 cd/m² mittig oben. Sobald vom Netz getrennt, dimmt das System die Helligkeit auf 153 cd/m² in der Mitte. Angesichts des Subnotebook-Outdoor-Szenarios wäre eine stetige Luminanz jenseits der 230 cd/m² wünschenswert gewesen.

Die matte Anzeige verhindert Reflexionen zwar, aber die Anzeige bleibt schlichtweg zu dunkel. Outdoor-Nutzer müssen sich ein besonders schattiges Plätzchen suchen, um eine angenehme Sicht auf das 13.3-Zoll Panel zu erhalten.

Außeneinsatz frontal, Sonne direkt
Außeneinsatz frontal
Außeneinsatz von rechts, Sonne direkt
Außeneinsatz von rechts

Die horizontalen Blickwinkel sind recht knapp. Nur bis etwa 40 Grad Abweichung von der optimalen Position (Frontal) erkennen wir Farben sauber und ohne Invertierung. Weicht der Blick nach unten ab (vertikal), bleibt dargestellte Schrift bis zirka 50 Grad gut ablesbar. Die Helligkeit geht aber bereits ab 25 Grad deutlich zurück. Farben sind dann schon bis zur Unkenntlichkeit verfälscht.

Blickwinkel Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)
Blickwinkel Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)

Lenovo setzt beim ThinkPad Edge 13 Refresh weiterhin auf einen AMD Turion Neo X2. Diesmal ist es statt dem L625 (1.6 GHz, TDP 18 Watt) ein K685 (1.8 GHz, TDP 15 Watt). Der Unterschied steckt im Detail, denn der aktuelle Prozessor ist jetzt ein Turion II und als solcher nicht mehr in 65 nm (Congo) sondern in 45 nm (Geneva) Strukturbreite gefertigt. Das ist der Grund, warum trotz höherem Takt die Energieaufnahme gesenkt werden konnte. 

Der Level 1 Cache hat sich verdoppelt (K685: 256 KB), der Level 2 Cache ist mit 1024 KB ident geblieben. Die Geneva Plattform unterstützt nun auch das schnellere DDR3 RAM (Congo nur DDR2) mit einem Controller in der CPU. 

Für die Grafik ist eine ATI Radeon HD 4225 Grafikeinheit (IGP) verantwortlich (Congo Plattform: HD 3200), die mit einem Kerntakt von 382 MHz arbeitet. Der Arbeitsspeicher wird vom Hauptspeicher abgezwackt (bis 256 MB). Die Wiedergabe und Dekodierung von HD-Videos wird durch den Video-Dekodierer UVD 2 unterstützt. Die GPU ist zwar DirectX 10.1 fähig, für aktuelles Games ist die GPU aber zu schwach. Details zur GPU im Datenblatt.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ Radeon HD 4225
DPC Latency Checker: Idle konstant Latenzen
DPC Latency Checker: WLAN On-Off, Latenzen provoziert
Systeminformationen Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)

Hat sich das Update vom AMD Congo auf Geneva Plattform gelohnt? Da es den L625 (1.6 GHz) aus unserem ersten Edge 13 nicht mehr im Markt gibt, betrachten wir K625 (1.5 GHz) und E-350 (1.6 GHz). Diese AMD-Bestückungen sind im Bereich 330 bis 420 Euro die Alternativen. Den L325 (1.5 GHz), ebenfalls als Alternative zu haben, hatten wir noch nicht im Test.

Der CPU Multi-Core Test Cinebench R11.5 endet auf 1.0 Punkte. K625 (0.9) und E-350 (0.6) sind mehr oder weniger stark abgeschlagen. Die Intel Alternative mit i3 380UM (2.1 GHz) schafft auch nur 1.0 (Sony Vaio VPC-YA1V9E/B) oder 1.1 Punkte (Lenovo ThinkPad Edge 11 NVY3PPB), kostet aber 100 Euro mehr. Andere CPU-Benchmarks wie wPrime 2.0 (kleine Zahl ist besser!) und Cinebench R10 Multi 64 Bit bestätigen die Aussage: K625 (1.657/3.327), E-350 (2.200/2.250), 380UM (1.329/4.266). Unser K685 erreicht 1.410/3.839 Sekunden/Punkte. Bei den AMD-Optionen hat der K685 (Testgerät) die Nase vorn. Die Intel Option rechnet nur geringfügig schneller.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
1424
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
3083
Cinebench R10 Shading 32Bit
1946
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
1765 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
3839 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
1954 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
2.1 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
1.03 Points
Hilfe
PCMark 7 Sub-Scores
PCMark 7 Sub-Scores

Kann die Intel-Option auch in den System-Benchmarks, die auch HDD, RAM, GPU-Hardwareunterstützung etc. prüfen, ebenso die Oberhand behalten? Der PCMark Vantage ermittelt einen Score von 3.753 Punkten. Das liegt gleichauf mit dem Edge 11 mit i3 380UM & Intel HD Grafik (3.623). Die AMD-Optionen K625 (3.017; Dell Inspiron M301z) und E-350 (2.293; HP Pavilion dm1-3180eg) hängen abermals deutlich hinterher. 

Der neue PCMark 7 schließt mit 1.235 Punkten ab. Das Edge 11 auf Basis E-350 (APU) schafft nur 1.101 Punkte. Ursache der geringen Differenz: Der PCMark 7 honoriert die bessere Hardwareunterstützung durch die HD 6310 (80 statt 40 Pipelines, DirectX 11 statt 10.1) und straft daher unsere HD 4225 ab. Für den 380UM fehlen leider die Scores.

Dass ein i3 380UM Edge 13 schneller ist, wenn auch nicht eklatant, das wundert nicht. Mit einer brandneuen APU E-350 würden Nutzer aber zum langsamsten Edge 13 greifen. Die bessere 3D-Leistung der HD 6310 in der APU wird die meisten Nutzer sicher nicht für lange Wartezeiten und eine schwächelnde Systemleistung entschädigen. Wir raten daher zur K685-Bestückung, auch wenn diese (noch) ein paar Euro teurer ist.

4
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
4.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
7
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
5.1
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
PC Mark
PCMark Vantage3753 Punkte
PCMark 71235 Punkte
Hilfe

Im 3DMark2006 schafft unser Testsystem 1.220 Punkte. Damit liegt die Radeon HD 4225 deutlich unter einer HD 6310 (3.588, Acer Aspire 5253) oder einer GeForce 9400M GeForceBoost (Ion2, 4.075). 3DMark 11 und Unigine Heaven konnte mangels DirectX 11 nicht ausgeführt werden.

Nicht einmal unter den HD-Netbooks kann sich unser Edge 13 behaupten. Die AMD  basierten Aspire One 521 (1.046), Asus Eee PC 1015PN (1.155), Asus Eee PC 1015B (C-50, 1.411) und Aspire One 722 (C-50, 1.460) haben selten noch weniger 3DMarks 2006. 

Im OpenGL Test des Cinebench R11.5 schafft die HD 4225 nur 2.1 Punkte. Hier hatten alle bisherigen E-350 Notebooks mit 7.5 Punkten die Nase deutlich vorn. Wer also von den 80 Shadern der HD 6310 profitieren kann, der sollte das Edge 13 Alternativmodell E325 wählen.

3D Mark
3DMark 052753 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
1220 Punkte
Hilfe
HD-Tune: 84 MB/s Lesen
HD-Tune: 84 MB/s Lesen
CDM: 113 MB/s Lesen
CDM: 113 MB/s Lesen

Die schnell drehende Hitachi-Festplatte (500GB, 7200U/Min) bringt recht hohe Datendurchsätze zustande. Der HDD-Score des PCMark Vantage nennt 3.647 Punkte, was für 7200 RPM ein akzeptabler Wert ist. HD-Tune (84 MB/s Lesen) und Crystal Disk Mark 3.0 (113 MB/s Lesen) benennen sehr hohe Durchsätze. Wer wirkungsvoll gegen langsame Zugriffe vorgehen möchte, der sollte eine SSD nachrüsten. Mit einer solchen werden beim Lesen 150 bis 700 MB/s (nur bei RAID 0) erreicht. Siehe z. B. Schenker XMG A701 Advanced. Die Festplatte hat im Übrigen keine Aktivitäts-LED.

Hitachi Travelstar 7K500 HTS725050A9A364
Minimale Transferrate: 42.5 MB/s
Maximale Transferrate: 113.7 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 83.9 MB/s
Zugriffszeit: 16.8 ms
Burst-Rate: 118.6 MB/s
CPU Benutzung: 1 %
Left 4 Dead (2008): Hohe Details werden zur Ruckelorgie
Left 4 Dead (2008): Hohe Details werden zur Ruckelorgie
Left 4 Dead (2008): Niedrige Details in geringster Auflösung spielbar
Left 4 Dead (2008): Niedrige Details in geringster Auflösung spielbar

Spielen mit Radeon HD 4225

Zum Spielen taugt die HD 4225 nicht, was wir mit einer Stichprobe mit Left4Dead erneut belegen. Die Jagd auf die Zombies macht nur in der kleinstmöglichen Auflösung von 640x480 Pixeln Spaß (Details Low). Hier entsteht ein flüssiges Gameplay von 34 fps. Die native Auflösung (1.366x768) ist gar nicht einstellbar. Das ist aber auch nicht nötig, denn schon bei 1.024x768 in Details High gehen die Frame in die Knie, worunter die Zielgenauigkeit extrem leidet (13 fps).

Mit einem E-350 haben wir das Spiel noch nicht getestet, jedoch soll nach Aussagen verschiedener Magazine Left4Dead 2 in Details Medium auf 1366x768 spielbar sein. Die deutlich besseren 3DMarks dieses System stützen die Aussage. Wer mit einem Edge 13 vor allem Spielen möchte, der sollte zum Fusion E-350 Gerät (Edge E325) greifen. Das reicht dann immerhin für ältere Games wie Call of Duty 4 in niedrigen Details. Auf Grund der dann schwächeren CPU muss das aber nicht für jedes Spiel den gewünschten Erfolg bringen.

Left 4 Dead
 AuflösungEinstellungenWert
 1024x768very high, 0xAA, 0xAF13.1 fps
 640x480min, 0xAA, 0xAF33.7 fps
min. mittelhoch max.
Left 4 Dead (2008) 33.713.1fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Die Lautstärke zeigt sich von einer positiven Seite. Mit nahezu konstanten 33 dB(A) bleibt der 13.3-Zoller im Leerlauf konsequent leise. Der Lüfter schaltet sich jedoch niemals ab. Die Festplatte ist leiser als der niedrigste Pegel und daher nicht hörbar. Wenn Prozessor und Grafik gleichzeitig gefordert werden (Stresstest), so kann die Kühlung aber auch lautstark mit 40 dB(A) auf sich aufmerksam machen. Wenn nur ein 3DMark 2006 aktiv ist, dann wird das Edge 13 aber nur 36.6 dB(A) laut.

Lautstärkediagramm

Idle 32.7 / 32.8 / 33.7 dB(A)
HDD 32.2 dB(A)
Last 36.6 / 40 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)
Stresstest: Kein Throttling bei 40 Watt Gesamt-Leistungsaufnahme.
Stresstest: Kein Throttling bei 40 Watt Gesamt-Leistungsaufnahme.

Temperatur

Bei der Erwärmung gibt es keinen Grund zur Beanstandung. Im Leerlauf- und Office-Betrieb, einem Szenario, das dem 13-Zoller am besten entspricht, werden einzelne Bereiche handwarm (30 bis 37 Grad, Oberseite). Die Unterseite wird punktuell allerdings schnell 40 Grad warm, auch bei wenig Last. Die Abwärme-Spitzen während eines Stresstests liegen an diesen Punkten bei 48/47 Grad (oben/unten).

Max. Last
 46.6 °C36.6 °C30.1 °C 
 40.9 °C37.7 °C29 °C 
 37.1 °C36.5 °C31 °C 
Maximal: 46.6 °C
Durchschnitt: 36.2 °C
29.8 °C40.5 °C48 °C
37.9 °C39.3 °C34.4 °C
37.3 °C42.9 °C34.5 °C
Maximal: 48 °C
Durchschnitt: 38.3 °C
Netzteil (max.)  49.8 °C | Raumtemperatur 23.5 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die zwei Lautsprecher befinden sich unter einem Lochgitter an der unteren Frontseite des 13-Zollers. Tiefen fehlen wie bei fast allen Notebooks, Mitten und Höhen werden verwaschen dargestellt. Die kleinen Lautsprecher spielen bei maximaler Lautstärke nicht verzerrungsfrei ab. Das übersteuerte Klangbild lädt daher nicht zum Musikhören ein und Kopfhörer werden zum Pflichtprogramm.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Die Leerlauf Energieaufnahme fällt höher aus, als bei so manchem Intel Core 13-Zoller mit deutlich mehr Power unter der Haube. Zuerst die Zahlen: Der Idle-Strombedarf liegt zwischen 13 Watt (Energiesparen, geringste Helligkeit, CPU@800MHz) und 20 Watt (Höchstleistung, höchste Helligkeit, CPU@1800MHz). Ein Aspire 3750 (i3 2310M, HD 3000) gibt sich mit 8 bis 11 Watt zufrieden. Ein Toshiba Portege R830 (identisch) benötigt nur 8 bis 12 Watt. 

Im Stresstest erhöht sich die Energieaufnahme. Ein 3DMark2006 benötigt 27 Watt. Kommt der K685 hinzu sind es schon 40 Watt. Das kompakte 65 Watt Netzteil (237 Gramm) ist dafür passend dimensioniert. Im Vergleich zu Intel-Geräten ist der relativ hohe Idle-Strombedarf und die geringe Differenz zwischen Idle und Last zu erkennen. Die Intel Geräte punkten hierbei mit der Leistungsbereitstellung per Turbo Boost.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 1 Watt
Idle 12.8 / 15.5 / 20.5 Watt
Last 27.6 / 40 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 960

Die ansehnlichen Laufzeiten von fünfeinhalb Stunden sind für ein Subnotebook sehr gut. Der WLAN-Test (Surfen im Web) endet nach 5:31 Stunden, ein Last-Test läuft 2:15 Stunden. Zum Vergleich: Der Core i3 13.3-Zoller Aspire 3750 bleibt im WLAN-Test ebenso lang mobil, die Akku-Kapazität ist identisch (63 Wh, 5800mAh). Ein Toshiba Portege R830-110 bringt es mit 66 Wh auf sechs Stunden (WLAN-Test). Kurz: In einem Office typischen Einsatz mit wenig Last bietet das Edge 13 ähnlich gute Laufzeiten wie aktuelle Intel Core i3 Subnotebooks. Die Helligkeit des TFTs war im WLAN-Test auf 100 cd/m² eingestellt. Bis die Mobil-Session wieder beginnen kann, vergeht eine akzeptable Ladezeit von 2:30 Stunden.

Laden 150min.
Laden 150min.
WLAN-Surfen 331min.
WLAN-Surfen 331min.
Leerlauf 391min.
Leerlauf 391min.
Last 135min.
Last 135min.
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 31min
Surfen über WLAN
5h 31min
Last (volle Helligkeit)
2h 15min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Im Umfeld der günstigsten 13.3-Zoller (unter 400 Euro) hat das Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817) einige Vorzüge, die in dieser Preisklasse eigentlich nicht zu erwarten sind. Zuerst sind da die erstklassigen weil feedbackstarken Eingabegeräte (Touchpad, Trackpoint, Tastatur). Die Stabilität des Chassis ist gelungen, wobei vor allem die massiven Metall-Gelenke hervorzuheben sind.

Die Ausrüstung mit 500 GB HDD nebst eSATA-Port (kombiniert mit USB 2.0) kann sich sehen lassen. Eine Docking-Port Option, wie bei den großen ThinkPads, gibt es keine. Das matte Displaypanel entsorgt Reflexionen, jedoch drosselt die ohnehin schlechte Outdoor-Helligkeit im Akkubetrieb auf 153 cd/m² (Mitte). Auf dem Desktop wird es daher schnell duster. Die Akkulaufzeit liegt mit 5:30 Stunden (WLAN-Surfen) auf einem hohen Niveau. 

Mittelmäßig kommt die Anwendungsleistung daher, wobei die schnelle 7200 RPM Festplatte ein paar Extra-Punkte herausholen kann. Die Anwendungsleistung liegt in etwa auf dem Level eines Low Voltage Core i5 470UM (Lenovo IdeaPad U260) und damit deutlich oberhalb Intel Atom Dual Core bzw. APU C-50 / E-350 Systemen (ThinkPad Edge E325). 

Als Umständlich stellte sich die Treiberinstallation heraus, denn Lenovo legt keine CD bei bzw. bietet auch keinen Sammel-Download für dieses spezifische Modell an. Wir konnten letztlich zwar alle Treiber auf der Support-Website finden. Aber wenn der Kunde bspw. nicht weiß, ob Intel- oder Realtek-WLAN, dann bleibt nur nerviges Trial & Error. 

Ein ThinkPad Edge 13 ist aktuell schon ab 333 Euro (ohne OS) zu haben. Hier müssen Käufer aber aufpassen, denn es handelt sich um die ältere Neo K625 1.50GHz Version (658D842) mit Glare Type Panel und ohne eSATA. Das Testgerät mit Neo K685 1.80GHz gibt es ab 399 Euro (ohne OS) und ist unserer Meinung nach das bessere Angebot.

Zur Verfügung gestellt von ...

Diesen Artikel kommentieren / Antworten:

Im Test: Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817), zur Verfügung gestellt von:
Im Test:  Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)

Datenblatt

Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)

:: Prozessor
:: Mainboard
AMD M785
:: Speicher
4096 MB, 2x 2048MB
:: Grafikkarte
ATI Radeon HD 4225 - 256 MB, Kerntakt: 382 MHz, Speichertakt: 400 MHz, Catalyst 9.7; 8.632.1.2000
:: Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, LP133WH2-TLM3, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Hitachi Travelstar 7K500 HTS725050A9A364, 500 GB 7200 U/Min
:: Soundkarte
ATI RS690 HDMI @ ATI SB800
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, 1 eSata, Audio Anschlüsse: Audioeingang/-ausgang kombiniert, Card Reader: 5-in-1 Kartenleser (SD (SDHC), MMC, MS, MS Pro, xD),
:: Netzwerkverbindungen
Realtek RTL8168D/8111D Family PCI-E GBE NIC (10/100/1000MBit), 802.11 b/g/n (b g n ), 2.1 +EDR Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 25 x 332 x 228
:: Gewicht
1.775 kg Netzteil: 0.237 kg
:: Akku
63 Wh Lithium-Ion, 6-Zellen, 11.25V
:: Preis
399 Euro
:: Betriebssystem
FreeDos
:: Sonstiges
Webcam: 2MP, Handbücher, keine, 12 Monate Garantie

 

Ein 13.3-Zoll Subnotebook mit dem ThinkPad Brand für 399 Euro?
Ein 13.3-Zoll Subnotebook mit dem ThinkPad Brand für 399 Euro?
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Aber leider drosselt es im Akkubetrieb die Helligkeit.
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Aber leider drosselt es im Akkubetrieb die Helligkeit.
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Das 13.3-Zoll Panel ist nun entspiegelt.
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Das 13.3-Zoll Panel ist nun entspiegelt.
Das leichte Netzteil (237 Gramm) sollte man dennoch nicht zuhause lassen.
Das leichte Netzteil (237 Gramm) sollte man dennoch nicht zuhause lassen.
Mit dem Akku sind Laufzeiten von bis zu knapp sechs Stunden möglich.
Mit dem Akku sind Laufzeiten von bis zu knapp sechs Stunden möglich.
Die Eingabegeräte sind ähnlich feedbackstark wie die der großen ThinkPads.
Die Eingabegeräte sind ähnlich feedbackstark wie die der großen ThinkPads.
Ein Highlight ist das matte, aber nicht sonderlich helle Display.
Ein Highlight ist das matte, aber nicht sonderlich helle Display.
Das günstigste ThinkPad ist recht solide gebaut, verzichtet aber auf Vorteile wie Docking Port und viele Anschlüsse.
Das günstigste ThinkPad ist recht solide gebaut, verzichtet aber auf Vorteile wie Docking Port und viele Anschlüsse.
auf der Handauflage und dem Deckel. Fingerabdrücke gibt es hier fast keine.
auf der Handauflage und dem Deckel. Fingerabdrücke gibt es hier fast keine.
Der Zusatz „Black Smooth“, welchen einige Shops benutzen, meint die haptisch samtige, griffige Oberfläche
Der Zusatz „Black Smooth“, welchen einige Shops benutzen, meint die haptisch samtige, griffige Oberfläche
Die CPU hat sich verändert (Neo K685 2x 1.80GHz) und das Subnotebook hat einen eSATA-Port erhalten.
Die CPU hat sich verändert (Neo K685 2x 1.80GHz) und das Subnotebook hat einen eSATA-Port erhalten.
Wir wagen nach dem Test des Edge 13 (NUE2UGE) mit AMD Turion Neo X2 L625 (1.6 GHz) einen zweiten Blick.
Wir wagen nach dem Test des Edge 13 (NUE2UGE) mit AMD Turion Neo X2 L625 (1.6 GHz) einen zweiten Blick.
Wer das für attraktiv hält, der sollte sich die Basic-Variante des Edge 13 mit Turion X2 Neo K685 näher ansehen.
Wer das für attraktiv hält, der sollte sich die Basic-Variante des Edge 13 mit Turion X2 Neo K685 näher ansehen.
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Erstklassige Eingabegeräte
Lenovo ThinkPad Edge 13 Black Smooth: Erstklassige Eingabegeräte

Ähnliche Geräte

Geräte eines anderen Herstellers und/oder mit einer anderen CPU

Geräte mit der selben Grafikkarte

» Test Lenovo ThinkPad Edge 11 (K345) Subnotebook
Athlon II Neo K345, 11.6", 1.353 kg
» Test Dell Inspiron M101z Subnotebook
Athlon II Neo K325, 11.6", 1.56 kg
» Test Acer Aspire One 721 Notebook
Athlon II Neo K125, 11.6", 1.3 kg
» Test Acer Aspire 1551 Subnotebook
Athlon II Neo K325, 11.6", 1.334 kg
» Test Acer Aspire One 521 Netbook
Athlon II Neo K125, 10.1", 1.266 kg

Links

  • Herstellerinformationen zum Testgerät

Preisvergleich

Amazon.de

Auf Amazon.de suchen

Pricerunner n.a.

Pro

+Solide Verarbeitung
+Matte Oberflächen
+Display entspiegelt
+HDMI, eSATA
+Akzeptable Anwendungsleistung
+Schnelle, große Festplatte
+Trackpoint & Touchpad
+Gute Tastatur
+Gute Laufzeiten
 

Contra

-Knapper Lieferumfang
-Kein Dockingstation-Port
-Schwache Kontraste
-Geringe Helligkeit im Akkubetrieb
-Hohe Abwärme unter Last
-Hohe Leerlauf Energieaufnahme

Shortcut

Was uns gefällt

Arbeitstaugliche Oberflächen, stabile Tasten und ein geringer Ablenkungsfaktor durch blinkende Lämpchen oder Hochglanz. eSATA bringt schnelle externe Speicher an den Start.

Was wir vermissen 

Mehr Helligkeit für den Einsatz in der Sonne. Dann kann das matte Display seinen Vorteil wirklich ausspielen. 

Was uns verblüfft 

Ein extrem günstiges Subnotebook mit hoher Laufzeit, akzeptabler Leistung und nahezu perfekten Eingabegeräten. 

Die Konkurrenz 

Lenovo ThinkPad Edge 13 mit K625 ab 333 Euro (ohne OS); Lenovo ThinkPad Edge E325 mit AMD E-350: weniger CPU-Leistung; Lenovo ThinkPad Edge 13 mit Athlon X2 Neo L325: ohne eSATA; Lenovo IdeaPad Z360 mit Core i5-450M: Wer echte Notebook-Leistung möchte

Bewertung

Lenovo ThinkPad Edge 13 (665D817)
21.07.2011 v2
Sebastian Jentsch

Gehäuse
88%
Tastatur
88%
Pointing Device
86%
Konnektivität
65%
Gewicht
90%
Akkulaufzeit
90%
Display
70%
Leistung Spiele
54%
Leistung Anwendungen
77%
Temperatur
78%
Lautstärke
85%
Auf- / Abwertung
85%
Durchschnitt
80%
84%
Subnotebook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

> Notebook Test, Laptop Test und News > Eigene Testberichte > Notebook Testberichte > Test Lenovo ThinkPad Edge 13 (K685) Subnotebook
Autor: Sebastian Jentsch (Update: 11.02.2014)