Test Packard Bell EasyNote LX86 Notebook

Florian Glaser , 25.11.2010

Schickes Multitalent. Packard Bell versteht sich darauf, Notebooks mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten. Das 17-zöllige EasyNote LX86 ist der beste Beweis dafür, eine Radeon HD 5850 und einen Blu-ray-Brenner gibt es für knapp 1000 Euro nicht alle Tage.

Packard Bell EasyNote LX86

Packard Bell, ein Tochterunternehmen von Acer, führt auf seiner deutschsprachigen Homepage momentan vier Varianten des EasyNote LX86. Den Einstieg stellen dabei die „JO“ genannten Modelle dar. Diese sind neben vier GByte DDR3-Arbeitsspeicher (2x 2048 MByte), einer 500 GByte großen HDD (5400 U/Min) und einem DVD-Brenner noch mit einem sechs Zellen Akku (4400 mAh) ausgestattet. Als Prozessor kommt, je nach Modell, entweder ein Core i5-450M (JO-027GE) oder ein Core i5-460M (JO-069GE) zum Einsatz.

Wer etwas mehr Geld in der Tasche hat, kann derweil zu den teureren "JP"-Modellen greifen. Hier verdoppelt Packard Bell nicht nur die Arbeitsspeichermenge von vier auf acht GByte (2x 4096 MByte), sondern auch die Festplattenkapazität von 500 GByte auf üppige ein TByte (2x 500 GByte). Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein Blu-Ray-Brenner, ein starker neun Zellen Akku (9000 mAh) sowie ein Vierkernprozessor. Während das JP-050GE einen Core i7-720QM enthält, verfügt das JP-075GE über einen Core i7-740QM.

Das von uns getestete JO-022GE ist nach unserem Kenntnisstand aktuell nur bei der Handelskette Saturn erhältlich. Mit einem Core i5-450M, vier GByte DDR3-RAM, einer 500 GByte großen HDD, einem Blu-Ray-Brenner und einem neun Zellen Akku handelt es sich sozusagen um eine Mischform der vorher genannten Modelle. Kostenpunkt: 999 Euro. Das verwendete Gehäuse ist, in etwas abgewandelter Form, übrigens kein Unbekannter, Packard Bell hat sich hier einfach beim Acer Aspire 7745G bedient.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Schickes Gehäuse
Packard Bell EasyNote LX86

Bei der optischen Gestaltung des EasyNote LX86 hat Packard Bell ganze Arbeit geleistet. Ein Großteil der Oberflächen ist in einem matten Silber gehalten, was dem 17-Zöller ein frisches und edles Äußeres verleiht. Stylishe Elemente wie das großflächige Lautsprechergitter über der Tastatur tun ihr übriges, um dem EasyNote LX86 zu einer schicken Optik zu verhelfen. Sobald man die Oberflächen berührt, fällt zwar schnell auf, dass Packard Bell lediglich auf Kunststoff und nicht auf hochwertiges Aluminium gesetzt hat, die Materialanmutung empfanden wir dennoch als gut.

Dank eines moderaten Gewichts von rund drei Kilogramm (inkl. Akku) lässt sich das 410 x 278 x 56 mm große Notebook zudem akzeptabel transportieren. Weiterer Pluspunkt ist die hohe Schmutzresistenz, bis auf den hochglänzenden Displayrahmen ist das Gehäuse relativ unempfindlich. Bezüglich der Verarbeitung muss sich das EasyNote LX86 ebenfalls keine Vorwürfe gefallen lassen, jegliche Partien sitzen sauber an Ort und Stelle.

Der Stabilität können wir dagegen kein so gutes Zeugnis ausstellen. Die Notebookoberseite gibt sowohl auf Höhe des Touchpads als auch auf Höhe des optischen Laufwerks spürbar nach. Dem Notebookdeckel ergeht es nicht besser, er kann bedenklich stark verbogen werden, ein kräftigerer Druck führt mitunter zu Bildfehlern. Auch die Scharniere sind nicht optimal. Zum einen wackelt das Display bei Erschütterungen des Untergrundes deutlich, zum andern schwingt das Chassis beim Öffnen heftig mit.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Anschlussausstattung

Die Anschlussausstattung des EasyNote LX86 entspricht zu 100% dem Acer Aspire 7745G. Das ist insofern schade, als der Nutzer somit auf zahlreiche Anschlüsse verzichten muss, neben einem ExpressCard-Einschub fehlen noch Ports für Firewire und eSATA. Die vorhanden Schnittstellen sind zum größten Teil auf der linken Seite untergebracht. Hierbei handelt es sich um einen VGA- respektive HDMI-Ausgang (zum Betrieb von externen Monitoren), drei Soundanschlüsse (Mikrofon, Kopfhörer, Line-in), einen USB 2.0-Port sowie ein Kensington Lock. Auf der Vorderseite ist lediglich ein Multi-in-1-Kartenleser zu finden, die Rückseite bleibt komplett frei.

Die rechte Seite ist mit drei weiteren USB 2.0-Ports (insgesamt 4x USB 2.0) wiederum besser bestückt, ein RJ-45 Gigabit-Lan-Port und der Eingang zur Stromversorgung bilden den Abschluss. Die Anschlussanordung halten wir unterdessen für gründlich misslungen. Die meisten Verbindungsmöglichkeiten sitzen derart weit vorne, dass bei vielen angeschlossenen Kabeln das Platzangebot seitlich des Notebooks deutlich leidet, der Einsatz einer Maus kann zum Problem werden.

Kommunikation

An der drahtlosen Kommunikation gibt es nichts zu bemängeln. Mit WLAN (802.11 b/g/n) und Bluetooth (Version 3.0) stehen dem Nutzer alle Möglichkeiten offen.

Sonstige Ausstattung

Ansonsten enthält das EasyNote LX86 noch eine integrierte Webcam, die mit 1.3 Megapixeln auflöst. Highlight des Multimedianotebooks ist allerdings das optische Laufwerk, ein waschechter Blu-Ray-Brenner erfreut sowohl Filmfans als auch Besitzer großer Datenmengen.

Rechte Seite: 3x USB 2.0, RJ-45 Gigabit-Lan, Stromeingang
Rechte Seite: 3x USB 2.0, RJ-45 Gigabit-Lan, Stromeingang
Linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, USB 2.0, 3x Sound
Linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, USB 2.0, 3x Sound
Installierte Software
Installierte Software Packard Bell EasyNote LX86

Softwareausstattung

Wie die meisten großen Hersteller (Sony, Asus, Acer, Toshiba uva.) hält sich Packard Bell bei der Softwareinstallation nicht gerade zurück. So ist in der Deinstallationsroutine von Windows (siehe Screenshot) neben zahlreichen firmeneigenen Programmen noch diverse Bloatware zu finden. Aufgrund nerviger Pop-Up-Meldungen, einer reduzierten Arbeitsgeschwindigkeit und eines verlangsamten Bootvorgangs empfiehlt es sich, nach der ersten Inbetriebnahme direkt eine gepflegte Deinstallation der entsprechenden Software durchzuführen.

Lieferumfang

Mit Blick auf den Lieferumfang kann Packard Bell wieder einigen Boden gut machen. Zwar legt der Hersteller (wie inzwischen üblich) keinen originalen Datenträger mit dem Betriebssystem (Windows 7 Home Premium 64bit) bei, drei Leer-DVDs helfen dafür beim Erstellen der Recovery-Datenträger. Ein Reinigungstuch und eine Blu-ray-Disc mit einigen Trailern sind ebenfalls keine Selbstverständlichkeit. Um Blu-Ray-Filme ohne kostspielige Zusatzsoftware genießen zu können, enthält das EasyNote LX86 zudem PowerDVD 9 von CyberLink.

Garantie

Packard Bell gewährt seinen Kunden eine Garantie von 24 Monaten, der Collect & Return Service erleichtert die Abwicklung.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Vielschreiber dürften mit der Tastatur des EasyNote LX86 auf Dauer nicht glücklich werden. Das Tippgefühl erweist sich als relativ schwammig, Druckpunkt und Anschlag sind nicht definiert genug. Des Weiteren könnte der Tastenabstand (~2mm) größer sein, im Praxistest erwischten wir oftmals mehrere Tasten. Hinzu gesellt sich eine wenig kontrastreiche Beschriftung sowie ein etwas billig wirkendes Tippgeräusch, was den negativen Eindruck weiter intensiviert.

Einige Punkte retten die Tastatur dann aber doch vor einer schlechteren Bewertung. So ist das Layout beispielsweise durchweg gelungen, der dedizierte Ziffernblock hilft bei einer schnellen Zahleneingabe. Die Tastengröße (16 x 16 mm) geht mit Ausnahme der ungemein schmalen Pfeiltasten ebenfalls in Ordnung.

Touchpad

Als Ausgleich für die mittelmäßige Tastatur wird dem Nutzer ein hervorragendes und beinahe schon referenzwürdiges Touchpad geboten. Einerseits ist das deaktivierbare und äußerst präzise Touchpad mit einer Größe von 90 x 50 mm wohl dimensioniert. Andererseits sorgt die angenehm glatte Oberfläche für ein gutes Gleitvermögen, die leichte Absenkung garantiert überdies ein Mindestmaß an Orientierung.

Auch von den restlichen Eigenschaften überzeugt das Touchpad: Die Scrollfunktion agiert ebenso zuverlässig wie die Multi-Gesture-Steuerung. Die knackig auslösenden Tasten, die in einer einzelnen Leiste vereinigt sind, bilden das Tüpfelchen auf dem i. Einzig die Positionierung dürfte zumindest Gamern missfallen, in Spielen lauert die Gefahr von Fehleingaben.

Tastatur
Tastatur Packard Bell EasyNote LX86
Touchpad
Touchpad Packard Bell EasyNote LX86

Display

Wie wir testen - Display

Das 17.3-zöllige Display hat die Bezeichnung Standardkost verdient. Eine Auflösung von 1600 x 900 bietet einen guten Kompromiss aus Ressourcenbedarf und Bildfläche, der Betrieb von zwei nebeneinander geöffneten Fenstern ist kein Problem. Ein Seitenverhältnis von 16:9 sorgt darüber hinaus für eine Reduzierung der typischen Filmbalken, das EasyNote LX86 ist schließlich ein Multimedianotebook.

203
cd/m²
205
cd/m²
204
cd/m²
211
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220
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Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 225 cd/m²
Durchschnitt: 212.1 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 217 cd/m²
Schwarzwert: 1.0 cd/m²
Kontrast: 217:1
Ausleuchtung des Bildschirms

Die Bildqualität des verbauten Chi Mei N173O6-L02 Panels ist leider weit von Spitzenreitern wie dem Hannstar HSD173PUW1 (siehe z.B. Asus G73JW) entfernt. Die Farben machen subjektiv zwar einen recht kräftigen Eindruck, mit Blick auf die ermittelten Werte offenbaren sich allerdings einige Defizite. Dunkle Areale wirken durch den hohen Schwarzwert von 1.0 cd/m² eher gräulich statt tiefschwarz. Was im Office-Betrieb noch kaum auffällt, macht sich spätestens in Filmen oder Spielen negativ bemerkbar. Alles andere als überragend präsentiert sich auch der Kontrast, magere 217:1 können nur bedingt von der Hochglanzoberfläche kaschiert werden. Die Leuchtkraft bewegt sich, nicht zuletzt dank der LED-Hintergrundbeleuchtung, derweil auf einem guten Niveau, mit durchschnittlich 212.1 cd/m² strahlt das Display ausreichend hell.

Packard Bell EasyNote LX86 vs. sRGB (Gitter)
Packard Bell EasyNote LX86 vs. sRGB (Gitter)
Packard Bell EasyNote LX86 vs. AdobeRGB (Gitter)
Packard Bell EasyNote LX86 vs. AdobeRGB (Gitter)
Packard Bell EasyNote LX86 vs. MacBook Pro 17 (Gitter)
Packard Bell EasyNote LX86 vs. MacBook Pro 17 (Gitter)

Großer Nachteil der glänzenden Displayoberfläche ist die hohe Reflexionsanfälligkeit. Besonders im Außenbereich treten bei direkter oder indirekter Lichteinstrahlung oftmals störende Spiegelungen auf. In Innenräumen kommen Reflexionen zwar weit seltener und in geringerer Intensität vor, auf eine optimale Positionierung (nicht gegenüber bzw. unter Fenstern) sollte man trotzdem achten.

Außeneinsatz Packard Bell EasyNote LX86
Außeneinsatz Packard Bell EasyNote LX86

Zusätzliches Manko sind die äußerst eingeschränkten Blickwinkel des Displays. Horizontal wie vertikal genügen bereits minimale Abweichungen, um eine Verfälschung des Bildes zu provozieren. Häufiges Nachjustieren liegt beim EasyNote LX86 an der Tagesordnung.

Blickwinkel Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE
Blickwinkel Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE
Turbo-Boost
Turbo-Boost

Prozessor: Intel Core i5-450M

Das vorliegende JO-022GE-Modell ist mit einem Core i5-450M von Intel ausgestattet. Der Zweikernprozessor für den aktuellen Sockel 1156 wird im modernen 32nm Prozess gefertigt und verfügt über einen Standardtakt von 2.40 GHz. Sofern die Kühlung mitspielt und nicht alle Kerne voll ausgelastet sind, wird der Takt durch die Turbo-Boost-Technik sogar auf bis zu 2.66 GHz angehoben. Die Hyperthreading-Technologie zeigt sich demgegenüber für die Simulation von zwei virtuellen Kernen verantwortlich, der Core i5-450M kann somit vier Threads gleichzeitig bearbeiten. Was in Spielen derzeit keinen nennenswerten Vorteil bringt, hat in optimierten Anwendungen teils große Auswirkungen.

Drei MByte L3-Cache sind als weiterer Garant für eine gute Leistung anzusehen. Besonderheit von Intel´s Zweikern-CPUs der Core i3-, i5- und i7-Reihe ist die Anwesenheit eines (eher leistungsschwachen) Grafikchips namens GMA HD. Der Energieverbrauch des Core i5-450M ist mit 35 Watt indes nicht gerade niedrig, jedoch hat der Prozessor neben der Grafikeinheit gleich noch den Speichercontroller integriert.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ
Systeminfo GPUZ
Systeminfo HDTune
Systeminfo HDTune
Systeminformationen Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE

Leistung CPU

Die CPU-Leistung haben wir mit dem Benchmarkprogramm Cinebench überprüft. Zu Vergleichszwecken musste sich der Core i5-450M hierbei nicht nur dem beliebten Vierkerner Core i7-720QM, sondern auch einem der derzeit schnellsten Zweikerner, dem Core i7-620M, stellen. Während sich der Core i5-450M im Singelcore-Rendering des Cinebench R10 (64bit) mit 3662 zu 3691 Punkten noch knapp hinter dem Core i7-720QM positioniert, zieht der Core i7-620M um rund 14% davon (4181 Punkte). Im Multicore-Rendering (64bit) kann sich der Core i7-720QM durch seine höhere Kernanzahl hingegen merklich von den Zweikernern absetzen, mit 10000 zu 8081 Punkten wird der Core i5-450M um 24% überflügelt (Core i7-620M: 8827 Punkte).

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
2957
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
6729
Cinebench R10 Shading 32Bit
5142
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
8081 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
5068 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
3662 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.16 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
21.11 fps
Hilfe
PC Mark
PCMark Vantage5288 Punkte
Hilfe
HWiNFO
HWiNFO Packard Bell EasyNote LX86

Grafikkarte: ATI Mobility Radeon HD 5850

Bei der Grafikkarte hat sich Packard Bell für die relativ selten verbaute Mobility Radeon HD 5850 von ATI entschieden. Die DirectX 11 fähige und in 40nm produzierte Grafikkarte stellt sozusagen das Bindeglied zwischen Mittelklasse (Radeon HD 5650) und Oberklasse (Radeon HD 5870) dar. Mit üppigen 1040 Millionen Transistoren (HD 5650: 627 Millionen) und 800 Unified Shadern (HD 5650: 400 Shader) birgt die Radeon HD 5850 grundsätzlich viel Leistungspotenzial.

Knackpunkt ist allerdings der verwendete Speichertyp. Da das Speicherinterface mit 128bit sehr schmal bemessen ist, sollte die Grafikkarte für eine gute Speicherbandbreite mit flottem GDDR5-VRAM ausgestattet sein. Leider verwendet Packard Bell wie die meisten Hersteller (siehe z.B. Acer Aspire 7745G, 5943G & 8943G) nur DDR3-VRAM, was sich vor allem in höheren Auflösungen und beim Einsatz von Qualitätsverbesserungen negativ bemerkbar macht. Unabhängig davon wagt Packard Bell bei den Taktraten keine Experimente, 625 MHz für den Kern und 800 MHz für den Speicher entsprechen dem Standard.

Switchable Graphics
Switchable Graphics

Switchable Graphics

Löblicherweise hat Packard Bell die vorhandenen Gegebenheiten genutzt und dem EasyNote LX86 eine Option zur Umschaltung der Grafikkarte verpasst („Switchable Graphics“). Je nach Anforderungsprofil kann der Nutzer zwischen der integrierten (GMA HD) und der dedizierten (Radeon HD 5850) Grafikeinheit wechseln, was den Fokus primär auf die Akkulaufzeit oder primär auf die Leistung legt. Im Gegensatz zu Nvida´s Optimus agiert Switchable Graphics also nicht dynamisch, sondern bedarf eines manuellen Eingriffs seitens des Nutzers.

Die Umschaltung geht dabei denkbar einfach vonstatten: Rechtsklick auf den Desktop und „Umschaltbare Grafiken konfigurieren“ anwählen, der Vorgang nimmt nur einige Sekunden in Anspruch. Ein GPU-Wechsel ist allerdings nur dann möglich, wenn keine Anwendungen offen sind. Falls man beispielsweise erst nach dem Start eines PC-Spiels merkt, dass die falsche Grafikeinheit aktiv ist, muss das Programm erst wieder beenden werden – umständlich. Vorteil ist indes die geringe Treiberabhängigkeit, durch die manuelle Funktionsweise sind Fehler sehr selten.

5.8
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
6.8
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.8
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.8

Leistung GPU

Bei den Grafikbenchmarks hat uns vornehmlich interessiert, wie sich die Radeon HD 5850 gegen ihre Mittelklasse- und High-End-Geschwister aus eigenem Hause schlägt. Im 3DMark Vantage macht die Radeon HD 5850 eine gute Figur, mit 5038 zu 2737 Punkten (GPU-Score) wird die Radeon HD 5650 um beachtliche 84% abgehängt. Die Radeon HD 5870 kann sich nicht ganz so stark von der Radeon HD 5850 distanzieren, mit 7584 Punkten weist sie eine 51% bessere Performance auf.

3D Mark
3DMark 0326308 Punkte
3DMark 0515479 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
8451 Punkte
3DMark Vantage5492 Punkte
Hilfe
CrystalDiskMark
CrystalDiskMark Packard Bell EasyNote LX86

Leistung HDD

Als Festplatte dient dem EasyNote LX86 eine 500 GByte große HDD von Hersteller Hitachi. Das Modell mit der Bezeichnung HTS545050B9A300 konnte im Test eine passable Leistung vorweisen. Aufgrund einer Drehzahl von 5400 siedelt sich die durchschnittliche Übertragungsrate mit 63.9 MB/Sek im Mittelfeld an (HD Tune). Eine sequentielle Leserate von 75.80 MB/Sek und eine sequentielle Schreibrate von 75.01 MB/Sek sind ebenfalls als ordentlich zu bezeichnen (CrystalDiskMark).

Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545050B9A300
Minimale Transferrate: 39.5 MB/s
Maximale Transferrate: 83.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 63.9 MB/s
Zugriffszeit: 18.7 ms
Burst-Rate: 119.4 MB/s
Latency Checker
DPC Latency Checker Packard Bell EasyNote LX86

Fazit Leistung

Intel´s Core i5-450M sorgt im Verbund mit ATI´s Mobility Radeon HD 5850 für eine erfreulich gute Anwendungsleistung. Das System arbeitet auch bei anspruchsvolleren Anwendungen angenehm flott, Performanceengpässe sind eher selten. Mit diesem Paket ist der Nutzer für die nächsten Jahre angemessen gerüstet, Zukunftssicherheit ist dem EasyNote LX86 kein Fremdwort.

Gaming Performance

Wie wir testen - Leistung

Die Spielebenchmarks standen ganz im Zeichen eines Grafikvergleichs zwischen Radeon HD 5850 und HD 5650. Als Grundlage diente uns dabei das Acer TravelMate 7740G sowie das Acer Aspire 4820TG. Unsere Ergebnisse geben Aufschluss darüber, ob die Leistungsdifferenz einen Griff zur Radeon HD 5850 rechtfertigt.

Mafia 2

Die Gangstermär Mafia 2 bereitet der Radeon HD 5850 auch in höheren Auflösungen und Qualitätseinstellungen keinerlei Kopfzerbrechen. Mit hohen Details und 16x AF konnten wir in der Auflösung 1920 x 1080 ordentliche 29.3 fps messen. Das sind ganze 31% mehr als bei der Radeon HD 5650, die sich mit 22.4 fps zufrieden geben muss.

Mafia 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080high, 0xAA, 16xAF29.3 fps
 1360x768high, 0xAA, 16xAF46.4 fps
 1024x768medium, 0xAA, 8xAF53.8 fps

Starcraft 2

Mit sehr hohen Details und einer Auflösung von 1920 x 1080 mutet man dem EasyNote LX86 etwas zu viel zu. 19.3 fps, die wir im Intro der Herausforderung „For the Swarm“ ermittelten, sind ein Indiz dafür, dass spätere Missionen mit hohem Gegneraufkommen nicht durchgängig flüssig laufen. Im Vergleich zur Radeon HD 5650 (16.5 fps) steht die HD 5850 dennoch um 17% besser da. Wer Starcraft 2 in der nativen Auflösung von 1600 x 900 ruckelfrei spielen will, sollte indes zur hohen Detailstufe greifen.

StarCraft 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080ultra19.3 fps
 1360x768high30.4 fps
 1360x768medium49.3 fps

Fifa 11

Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Fifa-Ablegers sind seine niedrigen Hardwareanforderungen. Dieser Umstand hat den positiven Effekt, dass Sie beim EasyNote LX86 alle Optionen auf Anschlag regeln dürfen, hohe Details und 4x AA liefen in der Auflösung 1920 x 1080 mit butterweichen 54.9 fps über den Bildschirm. Die Radeon HD 5650 hat mit entsprechenden Settings ebenfalls keine Probleme, 45.3 fps stehen für eine flüssige Bildwiederholrate.

Fifa 11
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080high, 4xAA, 0xAF54.9 fps
 1360x768high, 2xAA, 0xAF90.8 fps
 1024x768medium, 0xAA, 0xAF150.8 fps

Metro 2033

Der Ego-Shooter Metro 2033 ist das genaue Gegenteil von Fifa 11: Aufgrund der extremen Hardwareanforderungen sind sowohl FullHD-Auflösungen, als auch sehr hohe Details oder der DirectX 11 Modus tabu. Selbst mit hohen Details und dem DirectX 10 Modus läuft Metro 2033 in der Auflösung 1600 x 900 nicht ansatzweise flüssig, 17.7 fps sprechen eine deutliche Sprache. Auf einer Radeon HD 5650 ruckelt der Ego-Shooter mit 14.1 fps noch mehr, die Radeon HD 5850 kann sich um 26% absetzen.

Metro 2033
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080Very High DX11, AAA, 4xAF5.5 fps
 1600x900High DX10, AAA, 4xAF17.7 fps
 1360x768Normal DX10, AAA, 4xAF32 fps

Shift

Während sich hohe Details und 4x AA in der Auflösung 1366 x 768 als angenehm flüssig offenbaren (36.9 fps), ist das EasyNote LX86 in der Auflösung 1920 x 1080 mit entsprechenden Settings etwas überfordert: 23.6 fps genügen nicht, um Bestzeiten zu erzielen. In diesem Falle ist die Radeon HD 5850 ihrem kleineren Bruder HD 5650 um 24% überlegen, mit 19.0 fps ruckelt Shift dort noch stärker. Wer auf Antialiasing verzichtet, kann sich in der nativen Auflösung von 1600 x 900 unterdessen an hohen Details versuchen.

Need for Speed Shift
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080all on/high, 4xAA, triliniarAF23.6 fps
 1366x768all on/high, 4xAA, triliniarAF36.9 fps
 1024x768all on/med, 2xAA, triliniarAF47.6 fps

Bad Company 2

Der beliebte Multiplayer-Shooter zwingt das EasyNote LX86 in höheren Qualitätseinstellungen an seine Grenzen. Beim Einsatz von hohen Details, 4x AA und 8x AF ruckelt Bad Company 2 in der Auflösung 1920 x 1080 erheblich, 17.5 fps sind nicht annähernd spielbar. Die Radeon HD 5650 hat mit mageren 14.9 fps ebenfalls das Nachsehen, gegen High-End-Grafikkarten wie die GeForce GTX 460M (~30 fps) haben beide GPUs keine Chance. Um mittlere Details kommen Sie in der nativen Auflösung kaum herum.

Battlefield: Bad Company 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080high, HBAO on, 4xAA, 8xAF17.5 fps
 1366x768high, HBAO on, 1xAA, 4xAF36.5 fps
 1366x768medium, HBAO off, 1xAA, 1xAF50.9 fps

Risen

Im Gegensatz zu Ego-Shootern werden Rollenspiele aus der Third-Person-Perspektive bereits ab 25 Bildern pro Sekunde flüssig wahrgenommen. Während sich hohe Details und 4x AF in der Auflösung 1366 x 768 knapp oberhalb dieses Wertes ansiedeln (27.6 fps), kann bei einer Auflösung von 1920 x 1080 nicht mehr von einem akzeptablen Spielfluss die Rede sein (20.2 fps). Auf einer Radeon HD 5650 ruckelt Risen mit 16.7 fps noch mehr, die Radeon HD 5850 hat um 21% die Nase vorne. Für die native Auflösung sei wieder einmal die mittlere Detailstufe angeraten.

Risen
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080high/all on, 0xAA, 4xAF20.2 fps
 1366x768all on/high, 4xAF27.6 fps
 1024x768all on/med, 2xAF37.8 fps

Modern Warfare 2

Die Engine von Modern Warfare 2 zählt nicht mehr gerade zu den frischesten. Mit dieser Erkenntnis verwundert es nur bedingt, dass das EasyNote LX86 in der Auflösung 1920 x 1080 selbst mit sehr hohen Details und 4x AA noch halbwegs zurecht kommt, wobei 26.9 fps zum Spielen dann doch etwas zu wenig sind. Mit 26.9 zu 23.4 fps fällt der Unterschied zur Radeon HD 5650 eher gering aus (15%). Wie schon bei Shift gilt: Sofern man auf Antialiasing verzichtet, sorgen hohe Details in der Auflösung 1600 x 900 für einen ordentlichen Spielablauf.

CoD Modern Warfare 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080all on/max vsync off, textures extra, 4xAA26.9 fps
 1366x768all on/high vsync off, high textures, 4xAA42.5 fps
 1024x768all on/med vsync off, normal textures, 2xAA51.9 fps

Dirt 2

Im integrierten Benchmark des ungemein schicken Rennspiels Dirt 2 liefert das EasyNote LX86 eine ansehnliche Vorstellung ab. Beim Einsatz von hohen Details, 2x AA und einer Auflösung von 1366 x 768 kommt die Radeon HD 5850 beispielsweise auf 33.3 fps. Für sehr hohe Details, 4x AA und eine Auflösung von 1920 x 1080 ist die ATI-Grafikkarte hingegen zu schwach, mit 18.3 fps fällt es zuweilen schwer, auf der Strecke zu bleiben. Der Abstand zur Radeon HD 5650 beträgt diesmal 27%, die Mittelklasse-GPU erzielt 14.4 fps.

Colin McRae: DIRT 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080Ultra Preset, 4xAA18.3 fps
 1360x768High Preset, 2xAA33.3 fps
 1024x768Medium Preset, 0xAA67.2 fps

Crysis

Trotz seines Alters von inzwischen drei Jahren ist der Ego-Shooter Crysis noch immer ein grafischer Leckerbissen. Um hohe Details flüssig wiedergeben zu können, muss allerdings die Auflösung massiv reduziert werden (37.4 fps in 1024 x 768). Mit sehr hohen Details und einer Auflösung von 1920 x 1080 bricht sowohl die Leistung der Radeon HD 5650 (7.7 fps), als auch die Leistung der Radeon HD 5850 (10.2 fps) deftig ein, letztere kann immerhin einen Vorsprung von respektablen 32% für sich verbuchen. Für die native Auflösung sind mittlere Details die richtige Wahl.

Crysis - GPU Benchmark
 AuflösungEinstellungenWert
 1920x1080Very High, 0xAA, 0xAF10.2 fps
 1024x768High37.4 fps
 1024x768Medium, 0xAA, 0xAF57.6 fps

Fazit Spieleleistung

Insgesamt kann das EasyNote LX86 mit einer guten Gamingperformance aufwarten. In der nativen Auflösung von 1600 x 900 sind bei aktuellen Titeln meist mittlere oder hohe Details möglich, wobei mitunter sogar noch Spielraum für Qualitätsverbesserungen wie Antialiasing bleibt. Für höhere Auflösungen im FullHD-Bereich eignet sich die Radeon HD 5850 dagegen weniger, die Kombination aus 128bit Speicherinterface und DDR3-VRAM macht sich zu sehr bemerkbar.

Von der Radeon HD 5650 kann sich die HD 5850 - je nach Spiel - mal mehr und mal weniger distanzieren, durchschnittlich lag die Radeon HD 5850 um 22% vorne. Das abschließende Fazit lautet wie folgt: Multimedialiebhaber mit gehobenen Gamingansprüchen dürften an der Leistung des EasyNote LX86 durchaus ihren Gefallen finden. Performanceenthusiasten kommen andererseits nicht um waschechte Gaming-Notebooks mit High-End-Grafikkarten auf Niveau der Radeon HD 5870 oder der GeForce GTX 460M herum.

min. mittelhoch max.
Crysis - GPU Benchmark (2007) 57.637.410.2fps
Crysis - CPU Benchmark (2007) 56.730.59.1fps
F.E.A.R. 2 (2009) 80.758.931.2fps
Anno 1404 (2009) 37fps
Colin McRae: DIRT 2 (2009) 67.233.318.3fps
Need for Speed Shift (2009) 47.636.923.6fps
Resident Evil 5 (2009) 83.353.331.1fps
Risen (2009) 37.827.620.2fps
CoD Modern Warfare 2 (2009) 51.942.526.9fps
Battlefield: Bad Company 2 (2010) 50.936.517.5fps
Metro 2033 (2010) 3217.75.5fps
StarCraft 2 (2010) 49.330.419.3fps
Mafia 2 (2010) 53.846.429.3fps
Fifa 11 (2010) 150.890.854.9fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Eine der größten Stärken des EasyNote LX86 ist seine überraschend niedrige Geräuschentwicklung. Bei geringer Belastung (Office, Internet etc.) lässt sich lediglich ein leichtes Rauschen vernehmen, die Festplatte verhält sich bis auf vereinzeltes, jedoch keineswegs störendes, Klackern verhältnismäßig ruhig. Einem gemütlichen DVD- oder Blu-Ray-Abend steht ebenso nichts im Wege, die Filmkulisse wird vom Laufwerksgeräusch nicht übertönt. Auch unter Last (3D-Anwendung, Game etc.) geht die Geräuschentwicklung völlig in Ordnung, der Lüfter verweilt stets in akzeptablen Regionen. Erst unter Volllast wird das Notebook deutlich hörbar, ein Großteil der Konkurrenz hat in dieser Beziehung dennoch das Nachsehen.

Lautstärkediagramm

Idle 31.3 / 31.9 / 32.1 dB(A)
HDD 32.1 dB(A)
DVD 36.5 / dB(A)
Last 35.9 / 38.7 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft SL-320 (aus 15 cm gemessen)
Temps Idle
Temps Idle Packard Bell EasyNote LX86
Temps Last
Temps Volllast Packard Bell EasyNote LX86

Temperatur

Die Temperaturentwicklung hat uns zumindest im Idle-Betrieb gefallen. Sowohl Notebookoberseite als auch Notebookunterseite bleiben unter einem Wert von 30°C, wodurch es sich sehr angenehm mit dem Gerät arbeiten lässt. Im Last-Betrieb wird das Notebook dagegen relativ warm, die Gehäuseoberflächen erreichen bis zu 40°C. Die Handballenauflage präsentiert sich mit maximal 35.5°C zwar etwas kühler, eine leichte Erwärmung der Hände könnten empfindliche Naturen aber bereits als etwas unangenehm empfinden.

Die Temperatur der Komponenten gibt indes keinen Anlass zur Sorge: Während Core i5-450M und Radeon HD 5850 im Idle-Betrieb mit 24 respektive 34°C sehr gut gekühlt werden, kommt es unter Last nur zu einer moderaten Erwärmung auf bis zu 74 respektive 76°C.

Max. Last
 38.1 °C37.1 °C28.7 °C 
 37.9 °C38.7 °C30.1 °C 
 30.1 °C35.5 °C26.2 °C 
 
30.4 °C27.0 °C39.8 °C
28.2 °C32.5 °C34.2 °C
26.6 °C32.1 °C32.7 °C
Maximal: 38.7 °C
Durchschnitt: 33.6 °C
 Maximal: 39.8 °C
Durchschnitt: 31.5 °C
Netzteil (max.)  53.1 °C | Raumtemperatur 20.0 °C | Voltcraft IR-360
Dolby Home Theater
Dolby Home Theater

Lautsprecher

Die Soundqualität der meisten Notebooks ist, um es vorsichtig auszudrücken, eher dürftig. Das EasyNote LX86 gehört glücklicherweise nicht zu dieser Gruppe, die verbauten Lautsprecher bieten eine überdurchschnittlichen Klang. Jegliche Tonbereiche wirken relativ ausgewogen und präzise, auch bei höherer Belastung kommt es kaum zu einer Verzerrung. Der Bass hätte zwar durchaus mehr Druck und Präsenz vertragen, ist aber zumindest im Ansatz vorhanden.

Als weitere Pluspunkte sind die Unterstützung für Dolby Home Theater und Virtual Surround Sound zu nennen. Für den bestmöglichen Klang sollte in den Lautsprechereinstellungen unter „Dolby“ übrigens unbedingt die „Audio Enhancer“ Funktion aktiviert sein. Insgesamt ist eine externe Anlage keine Pflicht, das etwas dumpfe Klangbild dürfte allerdings nicht jedem Nutzer genügen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Packard Bell legt dem EasyNote LX86 einen leistungsstarken neun Zellen Akku mit 99 Wh bei, der nicht nur die Gehäuserückseite um rund zwei Zentimeter anhebt, sondern im Zusammenspiel mit der Switchable-Graphics-Option auch eine sehr hohe Mobilität garantiert. Herausragend ist dabei vor allem die Laufzeit im Idle-Betrieb: Beim Einsatz von maximalen Energiesparoptionen und der minimalen Helligkeitsstufe ging dem Notebook erst nach 13 Stunden die Puste aus – ein TOP-Wert.

Wer gerne drahtlos im Internet surft wird ebenfalls perfekt bedient, mit moderaten Energiesparoptionen und maximaler Helligkeit hielt das EasyNote LX86 ganze sieben Stunden und 46 Minuten durch. Selbst bei DVD-Wiedergabe gibt sich der 17-Zöller keine Blöße, 5.5 Stunden Filmvergnügen bleiben bei den meisten Notebooks ein Wunschtraum. Erst bei hoher Last und zugeschalteter dedizierter Grafikkarte bricht die Laufzeit merklich ein, mit maximaler Helligkeit und deaktivierten Stromsparmechanismen ermittelten wir 1.5 Stunden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
13h 04min
Surfen über WLAN
7h 46min
DVD
5h 28min
Last (volle Helligkeit)
1h 31min

Der Energiebedarf ist angesichts der gebotenen Leistung mehr als vertretbar. 9.2 - 16.3 Watt im Idle-Betrieb und 63.7 – 84.9 Watt unter Last liegen unterhalb von so manchem 17-Zöller, der mit einer schwächeren Grafikkarte auskommen muss (siehe z.B. Dell Studio 1749). Im Vergleich zum artverwandten Acer Aspire 7745G gibt es keine großen Überraschungen, beide Notebook genehmigen sich (bis auf den Standby-Betrieb) ähnlich viel Energie.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 1.3 Watt
Idle 9.2 / 12.4 / 16.3 Watt
Last 63.7 / 84.9 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC-940

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Packard Bell EasyNote LX86
Packard Bell EasyNote LX86

Nimmt man alle Einzelaspekte zusammen, hat Packard Bell mit dem EasyNote LX86 ein äußerst interessantes und weitgehend gelungenes Multimedianotebook im Angebot. Nicht zuletzt dank der mattsilbernen Oberflächen begeistert der 17-Zöller mit einer schicken Optik, der hochwertige Eindruck wird von einer guten Verarbeitung unterstrichen. Die Leistung braucht sich zum Preis von knapp 1000 Euro nicht zu verstecken, Core i5-450M und Radeon HD 5850 sind auch anspruchsvolleren Aufgaben ausreichend gewachsen.

Hinzu kommt eine erstaunlich hohe Akkulaufzeit, die mithilfe eines potenten Akkus und der Option zur Umschaltung zwischen integrierter und dedizierter Grafikeinheit (Switchable Graphics) realisiert wird. Die moderate Geräuschentwicklung hat uns ebenfalls positiv überrascht, selbst unter Last agiert das Notebook nicht allzu laut. Alleinstellungsmerkmal ist darüber hinaus das ungemein zuverlässige Touchpad, auf kaum einem anderen Konkurrenzprodukt lässt es sich derart angenehm über die Oberfläche gleiten.

Auf der negativen Seite wäre primär die mäßige Displayqualität anzuführen. Ob Schwarzwert, Kontrast oder Blickwinkel, nahezu jeder Bereich bedarf einer deutlichen Verbesserung. Auch bezüglich der Anschlussausstattung zeigten wir uns enttäuscht, Packard Bell hat auf zahlreiche Verbindungsmöglichkeiten wie eSATA oder Firewire verzichtet. Die teils mangelnde Gehäusestabilität sowie die recht schwammige Tastatur sind weitere Kritikpunkte am Multimedianotebook.

Summa Summarum hat sich das EasyNote LX86 eine Wertung von 82% redlich verdient, die vereinzelten Schwächen werden von dutzenden Stärken mehr als wett gemacht. Wer auf der Suche nach einer 17-zölligen Multimediaplattform mit hoher Mobilität und gutem Preis-Leistungsverhältnis ist und nicht allzu große Ansprüche an das Display oder die Anschlussausstattung stellt, kann beim EasyNote LX86 bedenkenlos zugreifen.

» Das Packard Bell LX86 ist derzeit ab 1059,- bei Amazon.de erhältlich

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Im Test: Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE
Im Test:  Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE

Datenblatt

Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM55
:: Speicher
4096 MB, 2x 2048 MByte DDR3 (1333 MHz @ 1066 MHz), max. 16 GByte
:: Grafikkarte
ATI Mobility Radeon HD 5850 - 1024 MB, Kerntakt: 625 MHz, Speichertakt: 800 MHz, DDR3, 8.713.3.3000
:: Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1600x900 Pixel, LED-Backlight, Chi Mei N173O6-L02, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Hitachi Travelstar 5K500.B HTS545050B9A300, 500 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Realtek ALC670 @ Intel Ibex Peak PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
4 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Mikrofon. Kopfhörer (inkl. SPDIF), Line-in, Card Reader: MMC, MS, MS Pro, SD, XD,
:: Netzwerkverbindungen
Atheros AR8151 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Broadcom 802.11n (a b g n ), 3.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
Matshita BD-MLT UJ240AS
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 56 x 410 x 278
:: Gewicht
3.1 kg Netzteil: 0.49 kg
:: Akku
99 Wh Lithium-Ion, 9000 mAh, AS10E7E
:: Preis
999 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Netzteil: 90 Watt, Kurzanleitung, Garantieanleitung, Reinigungstuch, Blu-Ray-Disc mit Trailern, drei Leer-DVDs, CyberLink PowerDVD 9, Nero 9 Essentials, Adobe Photoshop Elements 8.0, 24 Monate Garantie

 

Ein Aufkleber verrät diverse Spezifikationen.
Ein Aufkleber verrät diverse Spezifikationen.
Am ausgezeichneten Touchpad sollten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.
Am ausgezeichneten Touchpad sollten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.
Das Tippgefühl der Tastatur ist etwas schwammig.
Das Tippgefühl der Tastatur ist etwas schwammig.
An der Vorderseite befindet sich ein Multi-in-1-Kartenleser.
An der Vorderseite befindet sich ein Multi-in-1-Kartenleser.
Auf USB 3.0-Ports hat Packard Bell leider verzichtet.
Auf USB 3.0-Ports hat Packard Bell leider verzichtet.
Filmfans erfreuen sich am integrierten Blu-Ray-Laufwerk.
Filmfans erfreuen sich am integrierten Blu-Ray-Laufwerk.
Gigabit-LAN gewährleistet schnellen Datenfluss.
Gigabit-LAN gewährleistet schnellen Datenfluss.
Über ein Kensington Lock verfügt nahezu jedes Notebook.
Über ein Kensington Lock verfügt nahezu jedes Notebook.
Mithilfe des VGA- und HDMI-Ausgangs lassen sich externe Monitore anschließen.
Mithilfe des VGA- und HDMI-Ausgangs lassen sich externe Monitore anschließen.
Drei Soundanschlüsse runden die linke Seite ab.
Drei Soundanschlüsse runden die linke Seite ab.
Die Festplatte kann problemlos ausgetauscht werden.
Die Festplatte kann problemlos ausgetauscht werden.
Die Verpackung macht sich gut unter dem Weihnachtsbaum.
Die Verpackung macht sich gut unter dem Weihnachtsbaum.
Beim Zubehör zeigt sich Packard Bell spendabel.
Beim Zubehör zeigt sich Packard Bell spendabel.
Ein 90 Watt Netzteil reicht für die potente Hardware aus.
Ein 90 Watt Netzteil reicht für die potente Hardware aus.
Das EasyNote LX86 ist im Aluminiumlook gehalten.
Das EasyNote LX86 ist im Aluminiumlook gehalten.
Die mattsilbernen Oberflächen sind relativ unempfindlich.
Die mattsilbernen Oberflächen sind relativ unempfindlich.
Der maximale Öffnungswinkel weiß zu überzeugen.
Der maximale Öffnungswinkel weiß zu überzeugen.
Das Design ist als gelungen zu bezeichnen.
Das Design ist als gelungen zu bezeichnen.
Für ein Multimedianotebook ist Anschlussausstattung eher dürftig.
Für ein Multimedianotebook ist Anschlussausstattung eher dürftig.
Mit rund 3.1 kg ist das EasyNote LX86 noch halbwegs transportabel.
Mit rund 3.1 kg ist das EasyNote LX86 noch halbwegs transportabel.
Viele Anschlüsse sitzen sehr weit vorne.
Viele Anschlüsse sitzen sehr weit vorne.
Das Chassis entspricht größtenteils dem Acer Aspire 7745G.
Das Chassis entspricht größtenteils dem Acer Aspire 7745G.
Zwei Abdeckungen können von der Unterseite entfernt werden.
Zwei Abdeckungen können von der Unterseite entfernt werden.
Bis auf die Grafikkarte sind alle wichtigen Komponenten zugänglich.
Bis auf die Grafikkarte sind alle wichtigen Komponenten zugänglich.
Als Arbeitsspeicher dient flottes DDR3-RAM.
Als Arbeitsspeicher dient flottes DDR3-RAM.
Vier GByte RAM (2x 2048 MByte) sind bereits verbaut.
Vier GByte RAM (2x 2048 MByte) sind bereits verbaut.
Intel´s Core i5-450M Prozessor arbeitet angenehm flott.
Intel´s Core i5-450M Prozessor arbeitet angenehm flott.
Drahtlose Kommunikation wird per Wlan und Bluetooth ermöglicht.
Drahtlose Kommunikation wird per Wlan und Bluetooth ermöglicht.
Die 320 GByte große HDD bietet eine ordentliche Performance.
Die 320 GByte große HDD bietet eine ordentliche Performance.
Der leistungsstarke 9 Zellen Akku sorgt für überaus gute Laufzeiten.
Der leistungsstarke 9 Zellen Akku sorgt für überaus gute Laufzeiten.
Ohne Akku wird das Notebook deutlich leichter.
Ohne Akku wird das Notebook deutlich leichter.
Die Gehäusestabilität lässt teilweise zu wünschen übrig.
Die Gehäusestabilität  lässt teilweise zu wünschen übrig.
Die integrierte Webcam löst mit 1.3 Megapixeln auf.
Die integrierte Webcam löst mit 1.3 Megapixeln auf.
Ein Firmenlogo darf natürlich nicht fehlen.
Ein Firmenlogo darf natürlich nicht fehlen.
An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzen.
An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzen.
Die gebotene Soundqualität ist überdurchschnittlich gut.
Die gebotene Soundqualität ist überdurchschnittlich gut.
Mit Ausnahme der Pfeiltasten geht die Tastengröße völlig in Ordnung.
Mit Ausnahme der Pfeiltasten geht die Tastengröße völlig in Ordnung.
Das Notebook unterstützt Dolby Home Theater und Virtual Surround Sound.
Das Notebook unterstützt Dolby Home Theater und Virtual Surround Sound.
Die P-Taste aktiviert den PowerSave-Modus.
Die P-Taste aktiviert den PowerSave-Modus.
Zahlreiche Details sorgen für nette Akzente.
Zahlreiche Details sorgen für nette Akzente.
ATI´s Mobility Radeon HD 5850 ist eine Grafikkarte der gehobenen Mittelklasse.
ATI´s Mobility Radeon HD 5850 ist eine Grafikkarte der gehobenen Mittelklasse.

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Preisvergleich

Amazon.de

EUR 88,25 Festplatten-Adapter + Einbaurahmen für 2.HDD für Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE

Pricerunner n.a.

Pro

+Moderate Geräuschentwicklung
+Hervorragendes Touchpad
+Sehr hohe Akkulaufzeit
+Umschaltbare Grafik
+Blu-Ray-Brenner
+Schickes Design
+Gute Leistung
 

Contra

-Kontrastarmes Display mit schwachen Blickwinkeln
-Ungünstige Schnittstellen- anordnung
-Magere Anschluss- ausstattung
-Mäßige Gehäusestabilität
-Schwammige Tastatur

Shortcut

Was uns gefällt

Die Geräuschentwicklung ist auch unter Last nicht allzu hoch. Weitere Pluspunkte sind der integrierte Blu-Ray-Brenner und das ausgezeichnete Touchpad.

Was wir vermissen

Allen voran ein kontraststärkeres Display mit besseren Blickwinkeln. Eine üppigere Anschluss- ausstattung und eine stabilere Tastatur wären ebenfalls nicht schlecht gewesen.

Was uns verblüfft

Dank potentem Akku und umschaltbarer Grafikkarte ist die Akkulaufzeit extrem hoch. Unter optimalen Bedingungen sind weit über 10 Stunden möglich.

Die Konkurrenz

17-Zoll Notebooks mit ordentlich Power unter der Haube wie das Acer Aspire 7745G, das Acer TravelMate 7740G oder das Dell Studio 1749.

Bewertung

Packard Bell EasyNote LX86-JO-022GE
05.12.2010 v2
Florian Glaser

Gehäuse
84%
Tastatur
76%
Pointing Device
88%
Konnektivität
70%
Gewicht
71%
Akkulaufzeit
90%
Display
68%
Leistung Spiele
86%
Leistung Anwendungen
88%
Temperatur
84%
Lautstärke
88%
Auf- / Abwertung
84%
Durchschnitt
81%
82%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Florian Glaser (Update: 11.02.2014)