NVIDIA GeForce GTX 460M

NVIDIA GeForce GTX 460M

Die NVIDIA GeForce GTX 460M ist eine High-End Grafikkarte für Notebooks, welche 2010 vorgestellt wurde. Sie basiert auf dem GF106 Kern, der einen Ableger der Fermi Architektur darstellt und daher DirectX 11 und OpenGL 4.0 unterstützt. Bei der GTX 460M sind alle 192 Shader freigeschalten (im Unterschied zur GT 445M). Die schnellere GTX 470M basiert indes schon auf dem GF104 und bietet 288 Shader Kerne.

GF106 Architektur
Der GF106 Kern der GTX 460M basiert auf dem GF100 (GeForce GTX 480M) und bietet maximal 192 Shader sowie einen 192 Bit Speicherbus für GDDR5. Im Vergleich zum GF104 Kern, ist der GF106 sozusagen eine halbierte Version. Dadurch ist die Architektur nicht mehr mit dem GT215 (GeForce GTS 350M) oder GT216 (GeForce GT 330M) verwandt. Im Unterschied zum GF100 wurden die kleineren GF104, GF106 und GF108 Kerne jedoch nicht nur abgespeckt, sondern darüber hinaus deutlich abgeändert. Die Chips sind auf den Consumer Markt zugeschnitten (GF100 für professionelle Anwendungen) und besitzen mehr Shader (3x16 statt 2x16), Textureinheiten (8 statt 4) und SFUs (Special-Funciton-Units) pro Streaming-Multiprocessors (SM). Da sich jedoch immer noch nur zwei Warp Scheduler um die drei Shader Blöcke kümmern, ist Nvidia auf eine Superskalare Architektur umgestiegen. Dadurch kann man die Shader theoretisch besser auslasten und die Performance pro Rechenkern steigern. Im Worst-Case kann die Performance allerdings auch schlechter als bei der GF100 Architektur (und den Vorgängern) sein. Der für professionelle Anwendungen wichtige ECC Speicherschutz wurde komplett weggelassen und die FP64 Hardware beschnitten (nur noch 1/3 der Shader sind FP64 fähig und damit 1/12 der FP32 Leistung). Durch die Beschneidungen im Vergleich zum GF100 stieg die Größe eines SM lediglich um 25% trotz der höheren Shaderanzahl. Aufgrund der unterschiedlichen Shaderarchitekturen und der höheren Taktung der Rechenkerne bei Nvidia, kann man die Anzahl nicht direkt mit den AMD Radeon Grafikkarten (z.B. HD 5850) vergleichen.
Detaillierte Informationen zur GF104 (und damit auch GF106 und GF108) Architektur kann man beispielsweise bei Anandtech nachlesen (über die Desktop GTX 460 - Englisch).

Leistung
Die Leistung der GeForce GTX 460M lässt sich aufgrund der veränderten Architektur nicht direkt mit z.B. einer GeForce GTS 350M vergleichen. Der 192 Bit Speicherbus sollte in Verbindung mit GDDR5 Speicher (verpflichtend und nicht optional wie bei der HD 5850) für ausreichend Speicherbandbreite sorgen. Außerdem bieten die Fermi basierenden Grafikchips eine deutlich höhere Tessellation Leistung als die Radeon HD 5000 Grafikchips.

Bei den synthetischen Benchmarks reihte sich unser frühes Testgerät (Qosmio X500 mit 740QM CPU) etwa auf dem Niveau einer Mobility Radeon HD 5850 (mit DDR3 Speicher) ein. In den realen Spielebenchmarks konnte sich die 460M dagegen meist vor den 5850 Modellen (auch mit GDDR5) positionieren. Teilweise schlägt sie sogar die HD 5870 (z.B. beim Unigine Heaven Benchmark um 3%, oder bei Dirt 2 Demo um 21-31%). Die GF100 basierende und deutlich stromhungrigere GeForce GTX 480M ist etwa 8-18% schneller. Die detaillierten Ergebnisse inklusive Vergleichsdiagrammen finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

Features
Eine weitere Neuheit bei den GF104/106/108 Chips ist die Unterstützung der Bitstream Übertragung von HD Audio (Blu-Ray) per HDMI Anschluss. Wie die Radeon HD 5850, kann die GTX 460M Dolby True HD und DTS-HD per Bitstream ohne Qualitätsverlust an einen geeigneten Receiver übertragen.

Zur Dekodierung von HD Videos durch die Grafikkarte unterstützt die GTX460M PureVideo HD. Der verbaute Video Processor 4 (VP4) beherrscht das Feature Set C und kann somit MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 Part 2 (MPEG-4 ASP - z.B. DivX oder Xvid), VC-1/WMV9 und H.264 vollständig auf der Grafikkarte dekodieren (VLD, IDCT, Motion Compensation und Deblocking). Im Test gab das X500 mit 740QM und 460M das VC-1 kodierte Elephants Dream Video mit 3-6% CPU Belastung wieder, das H.264 kodierte Big Buck Bunny Video mit 1-3% (beide in 1080p).
Des Weiteren können zwei Streams gleichzeitig in Echtzeit dekodiert werden um beispielsweise Blu-Ray Picture-in-Picture umzusetzen (2x1080p lt DXVAChecker). Außerdem bezeichnet PureVideo HD die Fähigkeit der HDCP Verschlüsselung für digitale Anschlüsse.

Für generelle Berechnungen (z.B. Video Transcoding) können die Shader Cores (auch CUDA Cores genannt) durch die Schnittstellen CUDA, DirectCompute 2.1 und OpenCL angesprochen werden. Dank PhysX kann die 460M überdies Physikberechnungen auf die GPU verlagern. Der Fluidmark Benchmark lief auf der GTX460M z.B. mehr als 3x schneller als auf der CPU (11 versus 36 fps).

Eine Neuheit ist laut Nvidia auch die Unterstützung für 3D Vision inklusive Support für HDMI 1.4a. Somit kann man (sofern vom Notebookhersteller unterstützt) 3D Spiele, 3D Web Streaming Videos, 3D Fotos und 3D Blu-Ray Videos auf einem 3D Fernseher (per separatem 3DTV Play) oder am internen 3D Display wiedergeben.

Der Stromverbrauch der GeForce GTX 460M ist laut Gerüchten bei ungefähr 72 Watt (TDP des MXM Boards inkl. Speicher) angesiedelt und dadurch eher für Notebooks ab 17” geeignet (5850 - 5870 Klasse). Ohne Last kann sich der Chip automatisch auf 50/100 MHz (Chip / Shader) im 2D Betrieb bzw. 200/400 MHz im 3D Betrieb herunter takten um Strom zu sparen. Außerdem unterstützt der GF106 Optimus zum automatischen Umschalten zwischen integrierter Grafikeinheit und Nvidia GPU. Dies muss jedoch vom Notebookhersteller umgesetzt werden und kann nicht nachgerüstet werden. Da die derzeitigen Intel Quad-Cores noch keine integrierte Grafikkarte besitzen, wird Optimus wohl erst ab Sandy Bridge in 2011 mit der GTX 460M Einzug halten.

Die ähnlich benannte Desktop GeForce GTX 460 basiert bereits auf den GF104 Chip und bietet 336 Shader Kerne. Dadurch ist sie sogar schneller als die GTX 470M.

HerstellerNVIDIA
GeForce GTX 400M Serie

GeForce GTX 485M SLI

768 @ 575 MHz256 Bit @ 1500 MHz

GeForce GTX 470M SLI

576 @ 535 MHz192 Bit @ 1250 MHz

GeForce GTX 480M SLI

704 @ 425 MHz256 Bit @ 1200 MHz

GeForce GTX 460M SLI

384 @ 675 MHz192 Bit @ 1250 MHz

GeForce GTX 485M

384 @ 575 MHz256 Bit @ 1500 MHz

GeForce GTX 470M

288 @ 535 MHz192 Bit @ 1250 MHz

GeForce GTX 480M

352 @ 425 MHz256 Bit @ 1200 MHz
GeForce GTX 460M 192 @ 675 MHz192 Bit @ 1250 MHz
CodenameN11E-GS
ArchitekturFermi
Pipelines192 - unified
Kerntakt *675 MHz
Shadertakt *1350 MHz
Speichertakt *1250 MHz
Speicherbandbreite192 Bit
SpeichertypGDDR5
Max. Speichergröße1536 MB
Shared Memorynein
DirectXDirectX 11, Shader 5.0
Herstellungsprozess40 nm
FeaturesOptimus Support, PureVideo HD VP4, 3D Vision, Bitstream HD Audio, CUDA, DirectCompute, OpenCL, OpenGL 4.0, DirectX 11, SLI Supported
Notebookgrößegroß (17" z.B.)
Erscheinungsdatum03.09.2010
Herstellerseitehttp://www.nvidia.com/object/product-gef...
* Die angegebenen Taktraten sind Vorgaben, die von den Notebookherstellern abgeändert werden können.

Benchmarks

3DMark 11 - Performance GPU 1280x720
0% 100%
min: 1598      avg: 1627.7 (10%)     median: 1623 (10%)     max: 1692 points
3DMark 11 - Performance 1280x720
0% 100%
min: 1788      avg: 1813.6 (14%)     median: 1805 (14%)     max: 1861 points
3DMark Vantage - P GPU no PhysX 1280x1024
0% 100%
min: 6537      avg: 6763.2 (15%)     median: 6709 (15%)     max: 7164 Points
3DMark Vantage - P Result no PhysX 1280x1024
0% 100%
min: 6629      avg: 7616.9 (20%)     median: 7507 (19%)     max: 8398 Points
3DMark 06
0% 100%
min: 11521      avg: 13367.9 (45%)     median: 12977 (43%)     max: 16957 Points
3DMark 05 - Standard 1024x768
0% 100%
min: 17886      avg: 20171.4 (55%)     median: 21131 (57%)     max: 21679 Points
3DMark 03 - Standard 1024x768
0% 100%
min: 33712      avg: 35177.6 (23%)     median: 35451 (24%)     max: 36383 Points
3DMark 2001SE - Standard 1024x768
0% 100%
min: 33339      avg: 34874 (57%)     median: 34874 (57%)     max: 36409 Points
Unigine Heaven 2.1 - high, Tesselation (normal), DirectX11 1280x1024
0% 100%
min: 23.5      avg: 24 (13%)     median: 23.9 (13%)     max: 24.7 fps
PCMark Vantage - Gaming Score 1024x768
0% 100%
min: 5437      avg: 7588.5 (29%)     median: 7693 (29%)     max: 9940 Points
SPECviewperf 11 - Siemens NX 1920x1080
0% 100%
min: 2.01      avg: 2.1 (3%)     median: 2.1 (3%)     max: 2.12 fps
SPECviewperf 11 - Tcvis 1920x1080
0% 100%
min: 0.66      avg: 0.7 (1%)     median: 0.7 (1%)     max: 0.75 fps
SPECviewperf 11 - SolidWorks 1920x1080
0% 100%
min: 3.75      avg: 4.7 (7%)     median: 4.7 (7%)     max: 5.69 fps
SPECviewperf 11 - Pro/ENGINEER 1920x1080
0% 100%
min: 0.84      avg: 0.9 (5%)     median: 0.9 (5%)     max: 1.03 fps
SPECviewperf 11 - Maya 1920x1080
0% 100%
min: 5.76      avg: 7 (6%)     median: 7.2 (6%)     max: 8.03 fps
SPECviewperf 11 - Lightwave 1920x1080
0% 100%
min: 5.21      avg: 7.4 (9%)     median: 7.5 (9%)     max: 9.58 fps
SPECviewperf 11 - Ensight 1920x1080
0% 100%
min: 16.85      avg: 17 (21%)     median: 17 (21%)     max: 17.1 fps
SPECviewperf 11 - Catia 1920x1080
0% 100%
min: 3.24      avg: 3.9 (6%)     median: 3.8 (5%)     max: 4.67 fps
Cinebench R11.5 - OpenGL 64Bit
0% 100%
min: 26.15      avg: 36.1 (33%)     median: 36.2 (33%)     max: 41.49 Points
Cinebench R10 - Shading 32Bit
0% 100%
min: 3566      avg: 4942.3 (41%)     median: 5312.5 (44%)     max: 5749 Points
Windows 7 Experience Index - Gaming graphics
0% 100%
min: 6.9      avg: 7 (89%)     median: 7.1 (90%)     max: 7.1 points
Windows 7 Experience Index - Graphics
0% 100%
min: 5.7      avg: 6.9 (87%)     median: 7.1 (90%)     max: 7.1 points
- Bereich der Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte
- Durchschnittliche Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte

Spiele Benchmarks

Die folgenden Benchmarks basieren auf unseren Spieletests mit Testnotebooks. Die Performance dieser Grafikkarte bei den gelisteten Spielen ist abhängig von der verwendeten CPU, Speicherausstattung, Treiber und auch Betriebssystem. Dadurch müssen die untenstehenden Werte nicht representativ sein. Detailierte Informationen über das verwendete System sehen Sie nach einem Klick auf den fps Wert.

Dirt 3

Dirt 3

2011
min. 800x600
189.4  fps      Vergleich
mittel 1024x768
108  fps      Vergleich
hoch 1360x768
73.6  fps      Vergleich
» In Detailstufe hoch mit allen getesteten Notebooks spielbar
Crysis 2

Crysis 2

2011
min. 800x600
102.9 fps 106 fps ~ 104 fps      Vergleich
mittel 1024x768
70.8 fps 71.9 fps ~ 71 fps      Vergleich
hoch 1366x768
51.4 fps 53.2 fps ~ 52 fps      Vergleich
max. 1920x1080
17.8 fps 18.1 fps ~ 18 fps      Vergleich
» In Detailstufe hoch mit allen getesteten Notebooks spielbar
Call of Duty: Black Ops
min. 800x600
83.7  fps      Vergleich
mittel 1024x768
78.2  fps      Vergleich
hoch 1360x768
58.5 fps 75.8 86.3 fps ~ 74 fps      Vergleich
max. 1920x1080
47.2 fps 47.8 fps 55.7 55.7 fps 56.5 fps 59.3 fps ~ 54 fps      Vergleich
» In Detailstufe max. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Fifa 11

Fifa 11

2010
min. 800x600
542.8 664.4 ~ 604 fps      Vergleich
mittel 1024x768
301.6 320.6 ~ 311 fps      Vergleich
hoch 1360x768
194 fps 222.6 ~ 208 fps      Vergleich
max. 1920x1080
123.5 130 fps 132.1 fps 133 fps 136.2 fps 136.3 ~ 132 fps      Vergleich
» In Detailstufe max. mit allen getesteten Notebooks spielbar
Mafia 2

Mafia 2

2010
min. 800x600
53.6 92.6 ~ 73 fps      Vergleich
mittel 1024x768
50.2 67.4 ~ 59 fps      Vergleich
hoch 1360x768
46.7 51.2 56.3 62.3 fps ~ 54 fps      Vergleich
max. 1920x1080
32.9 33.7 33.9 34 34.4 34.7 fps 34.8 fps 39.2 fps ~ 35 fps      Vergleich
» In Detailstufe hoch mit allen getesteten Notebooks spielbar
StarCraft 2
min. 1024x768
172 193 fps 216.6 ~ 194 fps      Vergleich
mittel 1360x768
66 73 fps 83.5 fps ~ 74 fps      Vergleich
hoch 1360x768
57 61 fps 65.4 fps 68.4 fps ~ 63 fps      Vergleich
max. 1920x1080
31.4 fps 31.5 fps 31.6 fps