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Apple Glass: Diese spannende Technik soll eine besonders gute Darstellung ermöglichen und Kopfschmerzen verhindern

Apple Glass: Bildinhalte könnten direkt auf die Netzhaut projiziert werden (Symbolbild, Hugo Delauney)
Apple Glass: Bildinhalte könnten direkt auf die Netzhaut projiziert werden (Symbolbild, Hugo Delauney)
Die Apple Watch könnte mit einer neuen Technik ausgestattet sein, welche das Auftreten etwa von Kopfschmerzen verhindern soll. Dabei soll sich die Darstellung von Bildinhalten signifikant von anderen Systemen unterscheiden.

Es ist ein Dauerthema: Leaks und Spekulationen zufolge arbeitet Apple bereits seit Jahren an einem eigenen Headset für die virtuelle Realität beziehungsweise Augmented Reality. Wirklich handfeste Informationen sind dabei - wie für Produkte von Apple nicht untypisch - Mangelware.

Ein neues Patent gibt nun einen spannenden Einblick in die (potentielle) Technik der Apple-Brille. So beschreibt ein kürzlich an Apple vergebenes Patent eine Technik namens Direct retinal projection. Der Name ist dabei durchaus selbsterklärend, bezieht sich allerdings nicht auf die Retina-Displays des Herstellers, sondern auf das Ziel der Projektion. Statt dass Nutzer auf ein Display schauen müssen, sollen Bildinhalte direkt auf die Netzhaut projiziert werden.

Die Technologie soll dabei insbesondere ein Problem adressieren, nämlich die Beanspruchung des Gehirns. So soll die Technik verhindern, dass Nutzer aufgrund der Fokussierung etwa Kopfschmerzen bekommen. So ist es bei üblichen, mit Displays ausgestatteten VR-Headsets der Fall, dass selbst in der virtuellen Realität weit entfernte Bildszenen direkt vor den Augen des Nutzers stattfinden. Durch die Tiefeninformation des stereoskopischen Bildes kann das Gehirn aber die Entfernung einschätzen, die allerdings nicht zum Fokus der Augen passt. Diese Dissonanz soll das Gehirn belasten und kann etwa zu Stress oder Kopfschmerzen führen und strengt die Augen an.

Die direkte Projektion der Bildinhalte auf die Netzhaut des Nutzers soll diese Problematik verhindern beziehungsweise stark abmildern, da die Projektion der natürlichen Wahrnehmung der Umgebung deutlich näher kommen soll als die mittelbare Darstellung über ein Display. Die technische Herausforderung besteht dabei AppleInsider zufolge nicht nur in der korrekten Positionierung der Bildinhalte auf der Netzhaut, sondern auch dem Finden der richtigen Lichtstärke. Zudem müsste das Auge selbst getrackt werden.

Intel hat übrigens bereits im Jahr 2018 mit der Vaunt eine Datenbrille mit direkter Netzhautprojektion vorgestellt. Ob Apple die nun patentierte Technik auch tatsächlich in der eigenen AR-/VR-Brille nutzen will, ist aktuell wie üblich noch nicht abzusehen.

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Autor: Silvio Werner, 27.10.2021 (Update: 27.10.2021)