PROLED XDR - hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich der erste Tandem-OLED-Bildschirm, den Apple in seinen MacBooks verbaut. Er übertrifft das bisherige Mini-LED-Panel in praktisch jeder Hinsicht und überbietet auch andere Tandem-OLED-Laptops deutlich. Der bisherige Mini-LED-Bildschirm konnte viele Jahre mit seiner enormen Helligkeit und der präzisen Farbwiedergabe überzeugen. Bauartbedingt gab es aber auch Nachteile wie beispielsweise Blooming, und auch die Reaktionszeiten konnten nicht mit OLED-Panels mithalten. Zudem haben die Mini-LED-Panels bei hohen Helligkeiten viel Strom verbraucht. Erst im letzten Jahr sind dann Notebooks mit Tandem-OLED-Displays auf den Markt gekommen, die mit den Helligkeitswerten von Apples Mini-LED-Panels mithalten können.
Durch den speziellen Aufbau eines Tandem-OLED-Panels, bei dem zwei Schichten übereinanderliegen, profitiert zudem die Farbdarstellung. Apples Tandem-OLED-Display bietet hier nochmals spürbare Verbesserungen und baut den Vorsprung vor der Windows-Konkurrenz weiter aus. Die maximale Helligkeit im HDR-Betrieb liegt bei über 2.000 Nits und damit lässt Apple selbst das Mini-LED-Panel des Microsoft Surface Laptop Ultra hinter sich.
Zudem deckt das Panel neben dem üblichen P3 Farbraum zusätzlich auch den AdobeRGB-Farbraum ab, was bei der Bildbearbeitung einen spürbaren Vorteil bringt. Kein anderes OLED-Panel am Markt kann hier derzeit mithalten. Wie erwartet gibt es sehr präzise Farbprofile und insgesamt ist die Bildqualität einfach hervorragend. Darüber hinaus arbeitet der OLED-Bildschirm relativ effizient, weshalb die Akkulaufzeiten im Vergleich zur Mini-LED-Version des MacBook Pro besser ausfallen.
Zusätzlich verbaut Apple nun auch einen Touchscreen. Grundsätzlich halten wir diesen eher für eine Spielerei, da die Ergonomie bei einem normalen Laptop ohne umklappbares Display nicht besonders gut ist. Das hat schon Apple-Gründer Steve Jobs im Jahr 2010 erklärt. Wenn Apple es mit dem Touchscreen wirklich ernst gemeint hätte, gäbe es zudem auch eine Unterstützung für den Apple Pencil. So bleibt er aber eine Spielerei. Zumindest wirkt sich der Touchscreen nicht negativ auf die Bildqualität aus, was bei vielen Windows-Konkurrenten der Fall ist, wo helle Inhalte dann oftmals etwas körnig wirken.
Insgesamt setzt Apple mit diesem Panel die Messlatte für Laptop-Displays ein ganzes Stück höher. Es dürfte eine Weile dauern, bis die Konkurrenz diese Lücke wieder schließen kann. Alle weiteren Informationen inklusive ausführlichen Messwerten sowie Analysen der verschiedenen Farbprofile stehen in unserem Testbericht des neuen Apple MacBook Pro 14 OLED zur Verfügung.




