Notebookcheck

Asus Trackpad-Display ist nützlicher als Apples Touch Bar - mit 2 Einschränkungen

Overwatch auf dem Asus-Screenpad spielen per GTX 1050 Ti
Overwatch auf dem Asus-Screenpad spielen per GTX 1050 Ti
Beim neuen Asus Zenbook Pro 15 UX580 ist ein 5,5 Zoll großes Zweitdisplay mit Full-HD immer dabei, egal wohin man geht. Auf dem Papier klingt die Idee eines zweiten Displays statt eines Trackpads ungemein nützlich. In der Praxis gibt es aber noch den einen oder anderen Stolperstein.

Mittlerweile ist es für die Hersteller schwierig geworden noch echte Innovationen mit praktischem Mehrwert auf dem Laptop-Markt einzuführen. Apples Touch Bar stellt so einen Versuch dar und kann die Produktivität durch das Neudenken des traditionellen Laptop-Form-Faktors erhöhen. Aber auch hier muss die Praxis erst beweisen, ob es mehr als nur ein Gimmick darstellt.

Asus führte nun seine eigene Version einer „Touch Bar“ ein. In das auf der Computex 2018 vorgestellte Zenbook Pro 15 UX580 integriert der Hersteller ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display in das Trackpad. Das 16:9-Screenpad ist dabei deutlich praktikabler als die schmale Apple-Bar. Und im Gegensatz zum Konkurrenten kann das Asus-Screenpad als ganz normales Zweitdisplay eingesetzt werden, als würde man einen weiteren Bildschirm per HDMI verbinden. Der vorgestellte Nutzen eines persistenten Zweitdisplays ist dabei enorm.

Allerdings gibt es noch ein paar Limitierungen des Screenpads im UX580, an denen Asus hoffentlich in der Zukunft noch Hand anlegen kann. Einerseits ist das kleine Display mit einer dicken, matten Oberfläche ausgestattet und nicht, wie sonst bei Smartphones und neueren Laptops üblich, mit Gorilla Glass. Dadurch wirkt das Bild darauf grobkörniger und dunkler, besonders im Vergleich zum OLED-Display der Touch Bar.

Der zweite Punkt betrifft den Fakt, dass das Screenpad zweites Display und Trackpad zugleich ist. Trotz unbestreitbarer Vorteile muss der Nutzer so ständig zwischen der Bedienung eines kleinen und eines großen Displays mit dem gleichen Eingabegerät „umschalten“. Einerseits kontrolliert man mit dem Pad die Maus auf dem Hauptbildschirm und andererseits auch das kleine Zweitdisplay. Durch die verschiedenen Entfernungen fällt die mit dem ständigen Wechsel verbundene Umstellung zuweilen schwer. Insofern ist zumindest zu Beginn eine gewisse Lernkurve für die Bedienung per Screenpad vorhanden. Das Ergebnis kann sich aber lohnen.

Quelle(n)

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2018-07 > Asus Trackpad-Display ist nützlicher als Apples Touch Bar - mit 2 Einschränkungen
Autor: Christian Hintze,  4.07.2018 (Update:  4.07.2018)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).