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Benchmark: Apples erster ARM-Mac ist trotz Emulation so schnell wie ein aktuelles MacBook Air

Trotz ausdrücklichem Verbot hat ein erster Entwickler bereits ein Benchmark-Ergebnis des "Developer Transition Kit" veröffentlicht. (Bild: StockSnap)
Trotz ausdrücklichem Verbot hat ein erster Entwickler bereits ein Benchmark-Ergebnis des "Developer Transition Kit" veröffentlicht. (Bild: StockSnap)
Ein erster Entwickler hat Apples Benchmark-Verbot erschreckend schnell gebrochen und ein Geekbench-Ergebnis auf Twitter geteilt. Immerhin erhält man so bereits einen Einblick in die Performance des ersten ARM-Macs sowie der Leistung der Emulation, die zum Einsatz kommt.
Hannes Brecher,

Erst vor wenigen Stunden haben wir darüber berichtet, dass erste Entwickler ihr "Developer Transition Kit" erhalten haben. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Mac Mini mit einem Apple A12Z Bionic, der auch im aktuellen iPad Pro (ab 886 Euro auf Amazon) zum Einsatz kommt. Dazu gibt's 16 GB Arbeitsspeicher und eine 512 GB fassende SSD.

In der Lizenzvereinbarung hat Apple Entwicklern ausdrücklich verboten, Benchmarks durchzuführen oder diese gar zu teilen – was auch Sinn macht, immerhin handelt es sich hierbei um ein frühes Vorserienmodell mit einem Chip, der nicht speziell für Macs entwickelt wurde, noch dazu mit einer Beta-Version von macOS Big Sur. Das Benchmark-Ergebnis ist dennoch aufschlussreich: Unter Geekbench 5.2.0 kann das Gerät 833 Punkte auf einem Kern bzw. 2.582 Punkte auf allen Kernen erreichen, die Taktfrequenz ist mit 2,40 GHz in etwa auf dem Niveau des iPad Pro.

Das Tablet konnte mit 1.116 respektive 4.618 Punkten dennoch ein deutlich besseres Ergebnis liefern, Rosetta 2 scheint aktuell also zumindest 25 Prozent an Performance einzubüßen. Trotz der Emulation kann der Intel Core i3-1000NG4 im aktuellen MacBook Air (ab 1.087 Euro auf Amazon) aber im Multi-Core-Benchmark übertroffen werden, erst der Core i5-1030NG7 mit seinen vier Kernen hat hier die Nase vorn

Wie üblich sollte man diese ersten Benchmarks mit Vorsicht genießen – weder die Hardware noch die Software sind produktionsreif, bis der erste Mac auf Basis eines ARM-Chips kommerziell angeboten wird, dürfte Apple noch einige Anpassungen vornehmen. Dass der Chip aber trotz Emulation schon jetzt mit Apples günstigstem Notebook mithalten kann ist definitiv ein gutes Zeichen für das, was man noch erwarten darf.

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Autor: Hannes Brecher, 29.06.2020 (Update: 29.06.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.