Als Apple vor etwas mehr als einer Woche das neue MacBook Pro mit dem PROLED-XDR-Panel präsentierte, haben wir bereits unsere Befürchtung geäußert, dass sich die Gewichtseinsparung der neuen Versionen negativ auf die Kühlung auswirken könnte.
Unser ausführlicher Test des neuen MacBook Pro 14 zeigt nun, dass wir mit unserer Vermutung richtig lagen. Die Leistung des M5-Pro-Prozessors wurde zwar nicht verringert und liegt auf dem gewohnt hohen Niveau, allerdings muss das Kühlsystem die dünnere Bauweise kompensieren. Die Folge sind lautere Lüfter und spürbar höhere Oberflächentemperaturen unter Last. allerdings muss das Kühlsystem die dünnere Bauweise kompensieren. Wie gewohnt stellt das MacBook Pro drei verschiedene Energieprofile zur Auswahl, wobei der Energiesparmodus die Leistung massiv reduziert und weiterhin einen praktisch lautlosen Betrieb ermöglicht.
Im automatischen Modus steigt die Lüfterdrehzahl von 5100 U/min und 41 dB(A) beim alten Mini-LED-Modell auf 5600 U/min und 44 dB(A) bei der neuen OLED-Variante. Noch deutlicher wird der Unterschied im Modus "Hohe Leistung". Hier steigt die Drehzahl von 7500 U/min auf 8700 U/min. Die Folge ist eine spürbare Lärmbelästigung, bei der das Geräuschniveau von 51 dB(A) auf sehr laute 55 dB(A) ansteigt. Gleichzeitig wird das Gerät insgesamt auch deutlich wärmer. Auf der Ober- und Unterseite der Base Unit messen wir Temperaturen von über 45 °C. Das ist in unseren Augen eine schlechte Entwicklung und auch kein gutes Vorzeichen für die nächsten Jahre, denn die kommenden Prozessoren der M-Serie werden trotz Fertigungsoptimierungen sicherlich nicht weniger Strom verbrauchen als die aktuellen Modelle.
Hier hätten wir uns von Apple eine bessere Lösung gewünscht, beispielsweise in Form einer Vapor Chamber, wie man sie von anderen hochwertigen Multimedia- oder Gaming-Laptops kennt. Vor allem das 14-Zoll-Modell hätte von einer stärkeren Kühlung profitiert, da die aktuellen M5-Pro-/M5-Max-SoCs im 16 Zoll großen MacBook Pro eine etwas bessere Leistung bieten.




