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Die erste 100 TB SSD ist da, aber viel zu teuer

Die Nimbus Data ExaDrive DC100 speichert eine Menge Daten, zumindest wenn man das nötige Kleingeld dafür hat. (Bild: Nimbus Data)
Die Nimbus Data ExaDrive DC100 speichert eine Menge Daten, zumindest wenn man das nötige Kleingeld dafür hat. (Bild: Nimbus Data)
Die Nimbus Data ExaDrive DC100 hält nun bereits seit über zwei Jahren den Rekord für die größte kommerziell verfügbare SSD, den Preis konnte man bislang aber nur auf Anfrage erfahren. Endlich ist die Preisliste öffentlich, und wie zu erwarten ist die 3,5 Zoll SSD viel zu teuer.
Hannes Brecher,

Wir haben schon vor über zwei Jahren über die Nimbus Data ExaDrive DC100 berichtet, den Rekord für die größte kommerziell verfügbare SSD hält das Modell noch immer. Neu ist aber, dass der Hersteller auf seiner Webseite eine Preisliste anführt, statt die Kosten potentiellen Kunden nur auf Anfrage mitzuteilen.

Demnach kostet das Modell mit einer Kapazität von 50 TB stolze 12.500 US-Dollar (ca. 11.087 Euro), während man für die Variante mit 100 TB sogar 40.000 US-Dollar (ca. 35.484 Euro) bezahlen muss. Das entspricht etwa 354 Euro pro Terabyte – das ist wie zu erwarten deutlich teurer als herkömmliche SATA-SSDs, die man mit einer Kapazität von 1 TB auf Amazon schon für rund 100 Euro bekommen kann.

Die SSDs von Nimbus Data setzen auf MLC 3D NAND und auf einen 3,5 Zoll Formfaktor, der im Konsumenten-Bereich eher bei Festplatten üblich ist. Die ExaDrive-SSDs sind wahlweise als SATA- oder SAS-Variante erhältlich, die Geschwindigkeit wird vom Hersteller mit bis zu 500 MB/s Lesen bzw. bis zu 460 MB/s Schreiben angegeben, random sind bis zu 114.000 / 105.000 IOPS möglich. Die SSDs sollen etwa 2,5 Millionen Stunden (MTBF) durchhalten, der Hersteller gewährt fünf Jahre Garantie.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis SSDs mit derartigen Kapazität zu attraktiveren Preisen verfügbar sein werden. Gerade im Server-Bereich werden nach wie vor viele Festplatten eingesetzt, der Bedarf nach SSDs dieser Größe dürfte aktuell nicht zu groß sein.

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Autor: Hannes Brecher,  7.07.2020 (Update:  7.07.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.