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Dynamische Ladepreise: Enercity und EV-Pay testen stündlich wechselnde Ad-hoc-Tarife

Dynamische Ladepreise: Enercity und EV-Pay testen stündlich wechselnde Ad-hoc-Tarife (Bildquelle: Enercity)
Dynamische Ladepreise: Enercity und EV-Pay testen stündlich wechselnde Ad-hoc-Tarife (Bildquelle: Enercity)
Enercity und EV-Pay starten ein Pilotprojekt mit dynamischen Ladepreisen für Elektroautos in Form stündlich variabler Ad-hoc-Preise an DC-Ladesäulen. Das Projekt soll nicht nur Kostenvorteile für Nutzer bieten, sondern auch Netzbelastungen steuern und die Technik in der Praxis testen.

Laut Electrive bieten ab dem 18. August 2025 Enercity und EV-Pay in Hannover ein Pilotprojekt für dynamische Ladepreise an. Anders als bei bisherigen Projekten, etwa Shell Recharge, gelten die stündlich angepassten Preise für alle Ad-hoc-Nutzer und nicht nur für registrierte Kunden mit App oder Ladekarte. 

Preisgestaltung orientiert sich am Stromspotmarkt

Die Preisgestaltung orientiert sich, wie Electrive weiter berichtat, am Stromspotmarkt, wobei eine Untergrenze von 0,37 €/kWh und eine Obergrenze von 0,67 €/kWh festgelegt ist. Im Vergleich dazu liegt der Standardtarif bei etwa 0,52–0,55 €/kWh. Mit diesen flexiblen Preisen soll das Nutzerverhalte gesteuert und Preisspitzen abgefangen werden, indem die Nachfrage auf Zeiten günstiger Ökostromproduktion gelenkt wird.

Eichrechtszertifiziertes Terminal unabhängig von der Ladesäule

Technisch setzt EV-Pay auf ein eichrechtszertifiziertes Terminal, das unabhängig von der Ladesäule funktioniert. Anders als bei klassischen Terminals, bei der jede Säule individuell zertifiziert werden muss, kommuniziert die Ladesäule zunächst direkt mit dem zentralen Terminal und erst danach mit dem Backend. Dieses System erlaubt unterschiedliche Preise pro Ladepunkt oder Fahrzeugmodul, was eine bislang unerreichte Flexibilität bieten soll.

Einsparpotenzial und Transparenz im Focus

Im Vergleich zu Shell Recharge, wo dynamische Preise nur registrierten Kunden über die App zugänglich sind und Preisschwankungen nur wenige Cent betragen, soll das Enercity-Modell den Kunden laut Electrive höhere Einsparpotenziale und mehr Transparenz ermöglichen. Die Preise für den Folgetag würden bereits stündlich online veröffentlicht, um Ad-hoc-Nutzern Planungssicherheit zu geben.

Weitere Expansion bei Erfolg des Pilotprojets

Das Pilotprojekt dient neben der Erprobung der Technologie auch dazu, das Ladeverhalten zu analysieren und die Steuerung von Nutzerströmen zu prüfen. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, ist geplant, das dynamische Preismodell auf weitere DC- und AC-Ladepunkte in Hannover und darüber hinaus auszuweiten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-08 > Dynamische Ladepreise: Enercity und EV-Pay testen stündlich wechselnde Ad-hoc-Tarife
Autor: Ulrich Mathey, 18.08.2025 (Update: 27.08.2025)