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Erster OnePlus 5T-Kameratest: Dual-Cam schlechter als beim Vorgänger?

Heise hat bereits die Dual-Cam des OnePlus 5T getestet und mit der des Vorgängers verglichen.
Heise hat bereits die Dual-Cam des OnePlus 5T getestet und mit der des Vorgängers verglichen.
Diesmal klappt das mit dem Embargo-Datum bei Oneplus so gar nicht, allerdings ist es jetzt ohnehin schon egal. Nach einem Hands-On-Video und -Bericht ist nun auch der erste Test der Dual-Kamera im Netz. Er zeigt erwartbare Unterschiede zum Vorgänger, ins Spitzenfeld schafft es OnePlus damit aber immer noch nicht, manches wurde offenbar sogar verschlimmbessert.

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Nicht nur das trendige 18:9-Display ist neu im OnePlus 5T, auch bei der rückwärtigen Dual-Cam hat OnePlus Änderungen vorgenommen, die im Vorgänger als Telefoto-Linse implementierte Zoom-Kamera mit 1,6-fach Zoom ist einem 20 Megapixel-Shooter mit deutlich lichtstärkerer Blende (F/1.7) aber gleicher Brennweite wie bei der Hauptkamera gewichen. Aus den geleakten technischen Daten ergibt sich eigentlich ein klares Bild: Zoom-Aufnahmen dürften im Vergleich zum Vorgänger leiden, dafür werden Low-Light-Aufnahmen besser, zumindest in der Theorie.

In der Praxis konnte das Labor der Heise-Zeitschrift c't diese Erwartung nur zum Teil bestätigen. Definitiv leidet die Qualität des Zooms, da jetzt nur mehr ein rein digitaler Zoom zur Verfügung steht, auch die Qualität des Digitalzooms im Huawei Mate 10 Pro erreicht das neue OnePlus-Modell nicht. Stattdessen bewirbt der Hersteller nun die bessere Low-Light-Performance. Tatsächlich schaltet die Dual-Cam bei etwa 3,5 Lux auf die 20 Megapixel-Linse um, worin hierbei genau der Vorteil liegt, erscheint aber etwas unklar, da beide Linsen denselben Blendenwert besitzen, der zweite Sensor aber kleinere Pixel (1,0 um statt 1,12 um) hat.

Eine Kombination der Aufnahmen beider Linsen wie bei den Huawei Dual-Cams findet offenbar nicht statt, somit ergibt sich ein zwiespältiges Ergebnis im Kameratest von Heise: Zwar zeigen die Testbilder (siehe unten) etwas mehr Details bei wenig Licht, an den Kanten entstehen aber Farbsäume, die Bilder fransen etwas aus. Der Zoom ist erwartungsgemäß schlechter als beim Vorgänger, Bokeh-Aufnahmen im Porträt-Modus in etwas gleich. Somit stellt sich die Frage, worin konkret der Vorteil des neuen Linsen-Duos besteht, vielleicht können weitergehende Tests nach dem offiziellen Launch am 16. November Klarheit schaffen und Updates der von OnePlus erwähnten "intelligenten Pixel-Technologie" für Verbesserungen sorgen.

Bei 1.100 Lux gibt es wenig Unterschiede zwischen OP5T (links) und OP5 (rechts).
Bei 1.100 Lux gibt es wenig Unterschiede zwischen OP5T (links) und OP5 (rechts).
Bei 10 Lux zeigt das OP5T (links) mehr Details. Beide rauschen allerdings.
Bei 10 Lux zeigt das OP5T (links) mehr Details. Beide rauschen allerdings.
Porträt-Modus mit OP5T (links) vs. OP5 (rechts).
Porträt-Modus mit OP5T (links) vs. OP5 (rechts).
Der 2x-Zoom zeigt Nachteile für das OP5T (links) im Vergleich zum OP5 (rechts)
Der 2x-Zoom zeigt Nachteile für das OP5T (links) im Vergleich zum OP5 (rechts)
Hier der 2x-Zoom bei OP5T (links oben), OP5 (rechts oben), Huawei Mate 10 Pro (links unten) und Samsung Galaxy Note 8 (rechts unten).
Hier der 2x-Zoom bei OP5T (links oben), OP5 (rechts oben), Huawei Mate 10 Pro (links unten) und Samsung Galaxy Note 8 (rechts unten).

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Autor: Alexander Fagot, 13.11.2017 (Update: 13.11.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.