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Fortnite-Entwickler Epic Games plant Steam-Konkurrenten

Epic möchte in den Vertrieb einsteigen. (Bild: Epic Games)
Epic möchte in den Vertrieb einsteigen. (Bild: Epic Games)
Nach einem enorm erfolgreichen Jahr 2018 erklärt Fortnite-Entwickler Epic Games auch Steam den Krieg. Entwickler und Publisher sollen mit besonders attraktiven Konditionen auf die hauseigene Vertriebsplattform gelockt werden.

Derzeit wird der digitale Vertrieb von Videospielen auf dem PC fast ausschließlich von Steam dominiert. Laut einem Bericht von Techcrunch will das Unternehmen dem Giganten nun Konkurrenz machen. Bisher hauptsächlich für Fortnite und die Unreal Engine bekannt, möchte Epic Games nun eine Vertriebsplattform einführen, die Publisher vor allem durch besonders günstige Gebühren überzeugen soll.

Derzeit behalten sowohl Steam als auch der Mac App Store und GOG.com ganze 30 Prozent des Verkaufspreises ein. Steam hat zwar kürzlich angekündigt, für Spiele mit mehr als 50 Millionen US-Dollar Umsatz einen Anteil von nur 20 Prozent zu nehmen, diese bevorzugte Behandlung wird damit allerdings nur den größten Publishern zuteil.

Epic bietet Publishern einen Anteil von 88 Prozent, sodass die Plattform nur 12 Prozent vom Verkaufspreis einbehält. Dazu verzichtet das Unternehmen auf die üblichen 5 Prozent Provision, die einbehalten werden, wenn ein Spiel auf der Unreal Engine basiert. Das kommt nicht nur Indie-Entwicklern entgegen, die auf die Engine setzen, sondern auch großen Publishern wie Microsoft, Nintendo, EA, Sony, Activision und co.

Während der Store für Publisher so sehr attraktiv wird, dürfte es nach wie vor schwierig werden, Nutzer zum Umzug weg von Steam zu bewegen. Die meisten PC-Spieler haben bereits eine große Bibliothek an Titeln auf Steam, und durch die Präsenz des Stores sind Steam-Spiele auch im Web weit verbreitet, zum Beispiel über Humble Bundles. Ob Epic es schafft, Nutzern genügend Anreiz zum Umstieg zu geben, oder genügend große Titel exklusiv zu ergattern, wird spannend. Ein Startdatum für Epics Store ist noch nicht bekannt.

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Autor: Hannes Brecher,  5.12.2018 (Update:  4.12.2018)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.