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USA | Huawei spioniert seit 10 Jahren über einen Backdoor-Access in seiner globalen Netzwerktechnik

Huawei spioniert seit 10 Jahren über einen Backdoor-Access in seiner globalen Netzwerktechnik
Huawei spioniert seit 10 Jahren über einen Backdoor-Access in seiner globalen Netzwerktechnik
Das Wall Street Journal berichtet darüber, dass die USA behauptet Huawei habe seit mehr als einer Dekade Backdoor-Zugänge zu allen seinen Netzen für Spionage genutzt. Ganz Trump-like kommt die durchaus ungeheuerliche Behauptung der National Security Agency ohne der Öffentlichkeit Beweise zu präsentieren.
Christian Hintze,
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Im vorliegenden Fall sagte nun der National Security Berater Robert O‘Brian aus, dass Huawei „einen geheimen Zugang zu sensitiven und persönlichen Informationen aus den Systemen hat, welche sie managen und weltweit verkaufen“. Natürlich geht er wiederum nicht auf Details ein, allerdings bezieht sich der Vorwurf keineswegs nur auf die neue 5G-Technik, sondern auf 4G-Equipment. Angeblich hat Huawei die für Strafverfolger angelegten Hintertüren selbst zur Spionage genutzt, ohne Wissen der jeweiligen Provider.

Offizielle Vertreter von drei Nationen sagten aus, dass die vermeintlichen Informationen der USA der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegen und Details erst kürzlich der UK und Deutschland zugänglich gemacht wurden.

Huawei selbst bestreitet die Vorwürfe. Ein Firmenmanager sagte aus, dass der Zugang zu den Netzen streng reguliert sei und nur durch die offiziellen Provider bearbeitet werden. Huawei-Angestellten sei es verboten in die Netzwerke einzudringen.

Chinesische Kommunikationsunternehmen wie Huawei und ZTE stehen seit geraumer Zeit unter dem Verdacht zu engen Kontakt zur chinesischen Regierung zu haben und für diese zu spionieren. Ein ungeheuerlicher Verdacht, der vor allem angesichts der auch hierzulande eingesetzten chinesischen Technik, bspw. beim Ausbau des 5G-Netzes, dringend untersucht gehört.

Nur leider bleibt es bei der USA und seinen Verbündeten immer wieder bei derartigen Beteuerungen, Beweise hält man der Öffentlichkeit vor, womöglich aus naheliegenden, fast banalen Gründen. Denn genauso wie Huawei & Co höchstwahrscheinlich gezwungen werden mit ihrer Regierung zusammenzuarbeiten und Backdoors in ihre Hard- und Software einzubauen, so trifft dies nicht minder auf US-Unternehmen zu. Auch die amerikanischen Geheimdienste verlangen immer wieder von Apple & Co Hintertüren zur „Strafverfolgung“ einzubauen, teils werden Unternehmen richterlich dazu gezwungen. Ob diese wirklich nur zur Strafverfolgung in Ausnahmefällen verwendet werden, darf spätestens nach Snowden stark bezweifelt werden.

Daneben gibt es immer wieder enge Zusammenarbeit zwischen US-Regierung und Tech-Konzern, beispielsweise wenn es um milliardenschwere Militäraufträge für Microsoft, Amazon oder Google geht. Teils werden diese bewusst geheim gehalten, teils werden diese ganz offen ausgelobt.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1602 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 12.02.2020 (Update: 12.02.2020)