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Innovations-Recycling beim iPhone: Apples neues Kamera-Feature ist kein Game Changer

Apple iPhone 18 Pro im Testbericht
ⓘ Notebookcheck (Marcus Herbrich)
Apple iPhone 18 Pro im Testbericht
Apple will beim iPhone 18 Pro mit einer variablen Kamera-Blende die Lücke zur Android-Konkurrenz bei der Fotoqualität schließen. Die Idee ist allerdings nicht wirklich neu und die Technik im Alltag kein Must-Have. Zudem birgt die Mechanik neue Risiken und verbraucht Platz.

Unser Test zum Apple iPhone 18 Pro liefert eine Spitzenbewertung in unserem Rating (Preise starten bei etwa 1.450 Euro, u.a. bei Amazon.de). Allerdings sind die Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger eher gering, gerade bei der Optik. Bei dem Kamera-Setup des aktuellen Pro-Modells soll es nun eine variable Blendenöffnung richten. 

Abseits der Marketingvorteile darf der Mehrwert für den „Ottonormalverbraucher“ im Alltag aber stark hinterfragt werden. Nicht ohne Grund ist die variable Blendenöffnung im Android-Segment nach ausführlichen Praxiserfahrungen als „technologische Sackgasse“ größtenteils wieder begraben wurden. Vielmehr birgt Apples neues Kamera-Feature ein höheres Risiko für den Langzeitnutzer eines iPhone 18 Pro.

Variable Blende des iPhone 18 Pro ist im Android-Segment seit Jahren bekannt

Während Xiaomi bei seinem 13 Ultra und 14 Ultra noch eine verstellbare Blende verbaut hatte, wurde ab dem Xiaomi 15 Ultra (und den Nachfolgern) dieses Kamera-Feature komplett gestrichen. Auch Samsung beendete mit der Galaxy S20-Serie im Jahr 2020 das Experiment mit der dynamischen Blendenöffnung und Sony nutzt nach dem Pro-i für seine Xperia-Handys wieder eine feste Blendenöffnung.

Der Grund dieses Features bei Android-Flaggschiffen wieder abzuschaffen, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass der mechanische Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Um in den hauchdünnen Gehäusen moderner Top-Smartphones bewegliche Lamellen unterzubringen, müssen stets Kompromisse eingegangen werden. Das System verbraucht wertvollen Platz und erhöht wahrscheinlich auch das Gewicht. Zudem können mechanische Bauteile verschleißen und sind anfälliger für Sturzschäden.

Foto mit f/1.48 Blende
Foto mit f/1.48 Blende
Foto mit f/4 Blende
Foto mit f/4 Blende

Das große Argument für eine variable Blende ist die Kontrolle über die Tiefenschärfe (Bokeh) und die Bildschärfe. Der Effekt ist beim iPhone 18 Pro sichtbar, aufgrund des vergleichsweisen kleinen Sensors aber begrenzt. Ein stufenweiser Wechsel von f/1.48 auf f/4 führt beim Apple-Phone zu einem leichten Schärfegewinn im Hintergrund.

Im Vergleich dazu steht eine feingliedrige Mechanik. Erste Teardowns von iFixit zeigen, dass die hauchdünnen Lamellen im iPhone 18 Pro filigran verarbeitet und im Grunde wohl unreparierbar sind. Anstatt den Sensor für eine bessere Bildqualität weiter zu vergrößern, ähnlich wie die Ultra-Modelle im Android-Segment, wird nun ein Bauteil integriert, welches im Schadensfall wahrscheinlich hohe Reparaturkosten verursachen wird, weil das ganze Kameramodul getauscht werden muss.

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Autor: Marcus Herbrich, 11.10.2026 (Update: 11.10.2026)