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Kuo: Huawei könnte die Smartphone-Tochtermarke Honor verkaufen

Huaweis Tochterunternehmen Honor könnte den US-Santkionen durch einen Verkauf entgehen. (Bild: Honor)
Huaweis Tochterunternehmen Honor könnte den US-Santkionen durch einen Verkauf entgehen. (Bild: Honor)
Huaweis Tochterunternehmen Honor hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Preis-Leistungs-Tipp unter Smartphone-Enthusiasten entwickelt. Das Unternehmen soll nun aber zum Verkauf stehen, wohl vor allem, damit die Marke den US-Sanktionen nicht auch zum Opfer fällt.
Hannes Brecher,

Huawei hat nach wie vor mit US-Sanktionen zu kämpfen, die vor einigen Monaten nochmals massiv verschärft wurden. Mittlerweile erhält das Unternehmen keinerlei Chip-Lieferungen mehr durch den einst so wichtigen Lieferanten TSMC, und selbst MediaTek und Chinas größter Halbleiter-Hersteller SMIC können kaum Smartphone-SoCs an den Technologiegiganten aus China liefern.

Einem neuen Bericht vom bekannten Analysten Ming-Chi Kuo von TF International Securities zufolge sei eines der wahrscheinlichsten Szenarien, dass Huawei seine Tochtermarke Honor verkaufen wird. Sobald Honor unabhängig von Huawei agieren kann, wäre es für den Konzern wieder ohne Einschränkungen möglich, Komponenten zu beziehen und Smartphones zu fertigen und zu verkaufen – natürlich vorausgesetzt, dass die US-Sanktionen nicht auf das neue Unternehmen ausgeweitet werden.

Dem Analysten zufolge machen Honor-Smartphones bereits einen großen Teil der Umsätze von Huawei aus, vor allem im chinesischen Smartphone-Markt sollen die häufig recht günstigen Geräte des Unternehmens besonders zahlreich abgesetzt werden, sodass Honor künftig auch ohne die Finanzmittel und Technologien von Huawei eine strahlende Zukunft haben könnte.

Wenn das Unternehmen unabhängig agieren würde, so könnte die Entwicklung von High-End-Smartphones profitieren und das Marketing erweitert werden, um die Marke weiter zu stärken, da keinerlei Rücksicht auf die teureren Geräte von Huawei mehr genommen werden muss – das könnte vor allem Xiaomi Marktanteile streitig machen, so der Analyst.

Quelle(n)

Ming-Chi Kuo, via Huawei Central

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Autor: Hannes Brecher,  8.10.2020 (Update:  8.10.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.