Notebookcheck

Mate 40-Serie angeteasert: Alles was wir zum neuen Huawei-Flaggschiff wissen

Huawei Mate 40 und Mate 40 Pro (Bild auf Basis eines CAD-Leaks): In Europa starten sie möglicherweise erst 2021.
Huawei Mate 40 und Mate 40 Pro (Bild auf Basis eines CAD-Leaks): In Europa starten sie möglicherweise erst 2021.
Das Interesse an der Mate-Serie war, zumindest in Europa, schon mal größer. Wie geplant, dürfte Huawei im Oktober die Mate 40-Serie auf den Markt bringen, einen ersten Teaser lieferte Huawei-Boss Richard Yu persönlich per Videobotschaft, doch ob wir das Mate 40 Pro 2020 überhaupt kaufen dürfen, ist gar nicht so sicher - die Anzahl der produzierten Kirin 9000-Chips ist stark begrenzt, auch wenn sie ein Feature bieten, das der Konkurrenz noch fehlt.
Alexander Fagot,

Schon das Mate 30 beziehungsweise das Mate 30 Pro kam, nach dem Launch in Deutschland, nur in China auf den Markt und erst Monate später in geringer Stückzahl und einer einzigen Variante auch nach Europa. Die Situation könnte sich beim Mate 40 wiederholen, meint zumindest der bekannte US-Amerikanische Leaker Evan Blass. Er befürchtet, dass ein Mate 40 beziehungsweise Mate 40 Pro wohl erst im nächsten Jahr zu haben sein wird, meint damit aber die Verfügbarkeit - die Ankündigung dürfte sehr wohl im Oktober 2020 stattfnden.

Viel weniger Kirin-Chips als geplant?

Unklar ist, ob Huawei die Mate 40-Serie nach dem Launch erstmal nur in China anbieten wird, um sie dann 2021 auch international - möglicherweise mit anderem Chipsatz bestückt - neu aufzulegen. Seit dem 15. September gelten ja die verschärften US-Sanktionen, die etwa TSMC verbieten, weiterhin an Huawei zu liefern. Ein bis dato immer recht zuverlässiger Leaker aus China will erfahren haben, dass Huawei aktuell nur 8,8 Millionen Stück des ersten und möglicherweise letzten 5 nm Kirin-Chipsatzes Kirin 9000 zur Verfügung stehen, das wären viel weniger als ursprünglich geplant.

Auch wenn der Kirin 9000, früher gern auch als Kirin 1000 oder Kirin 1020 bezeichnet, aktuell keine rosige Zukunft hat - er dürfte gegenüber anderen 5G-fähigen Flaggschiff-Chips durchaus einige Vorteile bieten, etwa das integrierte 5G-Modem, schreibt zumindest Roland Quandt auf Winfuture, der das aus "unternehmensnahen Quellen" erfahren haben will. Bis dato wäre der Kirin 9000 damit allein auf weiter Flur, da dies etwa beim 5 Nanometer Apple A14-SoC nicht der Fall ist und natürlich auch nicht in den bereits am Markt befindlichen 7 nm-Chipsätzen wie dem Snapdragon 865.

Abgesehen vom neuen Prozessor, dürfte Huawei auch die Wattzahl beim Ladegerät erhöht haben, bleibt mit dem bereits bei der chinesischen 3C-Behörde zertifizierten 66 Watt-Netzteil aber etwas konservativer als der Rest der chinesischen Smartphone-Industrie, die ja allesamt schon in Richtung 100 beziehungsweise 120 Watt gehen - teilweise auf Basis von Qualcomms Quick Charge 5. Beim Design, das mittlerweile ja bereits durch visualisierte CAD-Leaks grob bekannt ist, orientiert man sich an den Vorgängern, verbessert allerdings Details, etwa den nun wieder physisch vorhandenen Lautstärkeregler.

Huawei Mobile Boss Richard Yu bestätigte jedenfalls in einer kurzen Videobotschaft, dass ein Launch in Kürze zu erwarten sein, das Video wurde auch von Huawei Mobile UK übernommen (siehe unten) - man kann also durchaus davon ausgehen, dass die Mate 40-Serie zumindest langfristig auch in Europa starten wird.

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2020-09 > Mate 40-Serie angeteasert: Alles was wir zum neuen Huawei-Flaggschiff wissen
Autor: Alexander Fagot, 17.09.2020 (Update: 18.09.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.