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Microsoft Translator nutzt jetzt neuronale Netze für Deutsch/Englisch-Übersetzungen

Microsoft hat bekannt gegeben, dass von nun an auch die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt von einer neuen Technik profitieren wird, welche auf Neuronale Netzwerke setzt. Ab Anfang 2019 sollen dieses System auch bei anderen Sprachkombinationen zum Einsatz kommen.

Bereits im März begann Microsoft, Künstliche Intelligenz zu nutzen, um die Performance des hauseigenen Übersetzers zwischen Englisch und Chinesisch deutlich zu verbessern. Jetzt nutzt der Microsoft Translator die neuronale Technik auch, um zusätzlich auch deutsche Übersetzungen ins Englische und umgekehrt zu bearbeiten.

"Basierend auf menschlichen Bewertungen, die mit Hilfe von Testansätzen im Industriestandard ausgewertet wurden, sehen wir eine Verbesserung der Gesamtqualität um bis zu 11%.", verrät das Microsoft Translator-Team. In einigen Fällen führt diese neue Technik zu einem großen Unterschied zwischen der alten und der neuen Übersetzung. Dies sieht man z.B. an der untenstehenden Übersetzungen von Deutsch ins Englische:

  • Quelle: Jemand hat heute über diese Männer gewacht.
  • Alte Übersetzungssoftware: Someone woke up about these men today.
  • Neue Übersetzungssoftware: Someone watched over these men today.

Nichts desto trotz hat ein erster Praxis-Test mit längeren komplexeren Texten gezeigt, dass der deutsche Übersetzungsservice DeepL, welcher ebenfalls auf Neuronale Netze setzt, immer noch bessere Ergebnisse liefert als der Service von Microsoft. Aktuell ist DeepL führend in dem Bereich der Übersetzungssoftware.

Laut Microsoft werden ab Anfang nächsten Jahres weitere Sprachen von diesem Übersetzungssystem unterstützt.

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Autor: Cornelius Wolff, 16.11.2018 (Update: 18.11.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.