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Microsoft empört: Apple verbietet Game-Streaming wie xCloud auf iPhone und iPad

Game Streaming boomt aber nicht mit Apple-Geräten auf iOS-Basis - so wollen es die App Store-Richtlinien.
Game Streaming boomt aber nicht mit Apple-Geräten auf iOS-Basis - so wollen es die App Store-Richtlinien.
Apple bestätigt, Microsoft ist empört: xCloud, die neue Game-Streaming-Plattform von Microsoft wird ebenso wie ähnliche Services von Google und Nvidia nicht auf iOS-Geräten wie iPhone und iPad funktionieren, weil das Konzept gegen Apples App Store-Regeln verstößt.
Alexander Fagot,
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Nicht nur China und die USA streiten, auch Microsoft und Apple sind mal wieder im Clinch. Der Anlass ist Game Streaming, die bequeme Art, Spiele unterwegs auf Handy, Tablet oder Konsolen wie die Nvidia Shield zu laden. Schon Google Stadia gibt es zwar für Android, nicht aber für iOS-Geräte wie iPhone und iPad, nun musste auch Microsoft klein bei geben. Der Test der xCloud iOS-App wurde vor dem Launch des neuen Services am 15. September gestoppt, weil Apple die Zulassung verweigert.

Die Begründung Apples, in einem Statement gegenüber dem Business Insider unten zitiert, lautet auf Inkompatibilität mit den App Store-Richtlinien, die vorsehen, dass jedes einzelne Spiel vorab überprüft werden sowie in der Suche und den Charts auftauchen muss.

Apple Statement

The App Store was created to be a safe and trusted place for customers to discover and download apps, and a great business opportunity for all developers. Before they go on our store, all apps are reviewed against the same set of guidelines that are intended to protect customers and provide a fair and level playing field to developers.

Our customers enjoy great apps and games from millions of developers, and gaming services can absolutely launch on the App Store as long as they follow the same set of guidelines applicable to all developers, including submitting games individually for review, and appearing in charts and search. In addition to the App Store, developers can choose to reach all iPhone and iPad users over the web through Safari and other browsers on the App Store.

Kein XBox Game Pass Ultimate

Cloud-Services insgesamt sind im App Store unerwünscht schreibt TheVerge , sofern sie nicht wie Remote Desktop-Software agieren. Microsoft, die mit dem Xbox Game Pass Ultimate gerade mit Samsung auf der neuen Galaxy Note20-Generation kooperieren, ist jedenfalls empört und beklagen eine unfaire Behandlung von Gaming-Apps im Vergleich zu Multimedia Streaming-Apps, bei denen die Regeln offenbar nicht genauso streng ausgelegt werden. 

Microsoft Statement

Our testing period for the Project xCloud preview app for iOS has expired. Unfortunately, we do not have a path to bring our vision of cloud gaming with Xbox Game Pass Ultimate to gamers on iOS via the Apple App Store. Apple stands alone as the only general purpose platform to deny consumers from cloud gaming and game subscription services like Xbox Game Pass. And it consistently treats gaming apps differently, applying more lenient rules to non-gaming apps even when they include interactive content.

All games available in the Xbox Game Pass catalog are rated for content by independent industry ratings bodies such as the ESRB and regional equivalents. We are committed to finding a path to bring cloud gaming with Xbox Game Pass Ultimate to the iOS platform. We believe that the customer should be at the heart of the gaming experience and gamers tell us they want to play, connect and share anywhere, no matter where they are. We agree.

Microsoft spielt in seinem Statement etwa auf Netflix an, die im Vorjahr mit Black Mirror:Bandersnatch interaktive Inhalte im Rahmen ihrer Videostreaming-Plattform angeboten haben, natürlich auch auf iOS. Microsoft argumentiert weiters, dass alle im Rahmen der xCloud verfügbaren Spiele von unabhängigen Institutionen wie dem Entertainment Software Rating Board (ESRB) überprüft werden, das sollte eigentlich auch gut genug für Apple sein.

Apple entgehen Einnahmen

Kritiker werfen natürlich ein, dass es Apple in Wahrheit gar nicht so sehr um die Reviews der einzelnen Spiele geht, sondern eher um die entgangenen Einnahmen, wenn User das Service außerhalb des App Stores abonnieren und es dann über die App an Apple vorbei nutzen. Zudem hat Apple mit Arcade ja eine Alternative bei der Hand, die man möglicherweise durch die Konkurrenz nicht gefährden will. 

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Autor: Alexander Fagot,  7.08.2020 (Update:  7.08.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.