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Occipital Bridge: Mixed Reality-Headset für iPhones

Bridge, das erste Mixed Reality-Headset für iPhones kommt ab März zu einem stolzen Preis.
Bridge, das erste Mixed Reality-Headset für iPhones kommt ab März zu einem stolzen Preis.
Ab März kommenden Jahres will Occipital mit der Bridge eine erste Mixed-Reality Lösung für iPhones ab Version 6 ausliefern. Billig wird der Spaß nicht: 400 US-Dollar wird das Headset kosten.

Im Gegensatz zum Android-Universum wo es jede Menge VR- und mit der Google Tango-Technologie im Lenovo Phab 2 Pro auch Augmented Reality-Lösungen gibt, haben iPhone-User kaum Zugang zu entsprechenden Produkten. Das scheint die Firma Occipital als Marktlücke erkannt zu haben und will ab März 2017 ein Mixed Reality-Headset für iPhones ab Version 6 auf den Markt bringen. Bereits jetzt ist eine Explorer Edition für Entwickler erhältlich, die um 500 US-Dollar auf der Homepage des Unternehmens bestellt werden kann. Die finale Version soll dann 100 US-Dollar günstiger sein, wird damit aber immer noch eine eher hochpreisige Mixed Reality-Lösung bleiben.

Dafür soll die Bridge, wie Occipital sein Produkt genannt hat, aber auch einiges leisten. Engadget, die das Headset bereits ausprobieren durften, berichten, dass die Ausmessung der Realität bereits sehr rasch und deutlich genauer als beim Lenovo Phab 2 Pro  vonstatten ging, wobei allerdings die Größe des Raumes derzeit noch auf 3 m2 beschränkt ist. Problematisch dürfte noch das vorhandene Software-Angebot sein, denn derzeit gibt es bis auf wenige Demo-Programme noch nicht viele Anwendungen für das System. Unter anderem deswegen will Occipital Entwickler mit der Explorer Edition dazu animieren das Software-Angebot bis zum Start im März zu erweitern. 

Ein Teil des Headsets ist der Structure Sensor, eine Tiefensensor-Eigenentwicklung, die Occipital vor drei Jahren als Kickstarter-Kampagne für iPads entwickelt hat und die sich nun zusammen mit einer Weitwinkel-Linse und der effizienten Bridge-Engine auch auf dem Headset wieder findet. Mit Headset und einem Bluetooth-Controller bewaffnet, kann man beispielsweise in der eigenen vertrauten Umgebung mit virtuellen Robotern interagieren, es gibt aber auch einen dezidierten VR-Modus, bei dem die Realität komplett ausgeblendet wird. Im Video, siehe unten, werden ähnlich wie bei Microsoft's HoloLens viele weitere potentielle Anwendungsszenarien erwähnt, alle nur auf Basis der Rechenpower eines iPhones. Hoffen wir, dass es bis zum Start des Produkts im März bereits genügend Anwendungen für die Bridge gibt!

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Autor: Alexander Fagot, 11.12.2016 (Update: 11.12.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.