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Pixii: Diese 3.500 Euro teure Kamera hat weder ein Display noch einen Speicherkarten-Steckplatz

Die Pixii verfolgt ihren ganz eigenen Ansatz, im Hinblick auf die gebotene Technik ist die Kamera aber sehr teuer. (Bild: Pixii)
Die Pixii verfolgt ihren ganz eigenen Ansatz, im Hinblick auf die gebotene Technik ist die Kamera aber sehr teuer. (Bild: Pixii)
Mit Pixii ist kürzlich die vermutlich seltsamste Kamera des Jahres auf den Markt gekommen. Die Kamera setzt auf einen 11 Megapixel APS-C-Sensor, einen Messsucher und ein Leica M-Bajonett, auf ein Display oder einen SD-Kartenleser wird dagegen komplett verzichtet.
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Die Pixii ist nicht die erste digitale Messsucher-Kamera ohne Bildschirm – der deutsche Optik-Spezialist Leica bietet mit der M10-D beispielsweise eine sehr viel besser ausgestattete, wenn auch teurere Option an. Die Pixii ist aber aus gleich mehreren Gründen spannend: Einerseits ist es mittlerweile selten, dass ein neues Unternehmen in den Markt einsteigt, selbst Giganten wie Olympus denken eher über den Ausstieg nach.

Andererseits bietet die Pixii eine sehr spärliche Ausstattung, der Hersteller verzichtet nämlich nicht nur auf das Display, sondern auch auf einen mechanischen Verschluss, der Sensor wird rein elektronisch ausgelesen, wodurch unter Umständen Linien im Bild verzerrt werden können.

Auch der CMOS-Sensor ist für heutige Verhältnisse nicht sonderlich beeindruckend: Im APS-C-Format ist er genauso groß wie beispielsweise der Sensor einer Sony A6000 (ab 399 Euro auf Amazon), die Auflösung von 11 Megapixel und der ISO-Bereich von 320 bis 2.500 gewinnen ebenfalls keinerlei Preise.

Fokussiert wird über einen Messsucher. Wer damit nicht vertraut ist, für den bietet die Webseite des Herstellers eine erstaunlich gut verständliche Erklärung an. Der Sucher bietet allerdings nur Rahmenlinien für Objektive mit den Brennweiten 28 mm, 35 mm, 40 mm und 50 mm an, durch das Sensor-Format gilt dabei stets ein Vergrößerungsfaktor von 1,5. Ein automatischer Parallax-Ausgleich ist vorhanden, ebenso wie eine kleine LED, welche die korrekte Belichtung anzeigt.

Das Display wird durch eine Smartphone-App ersetzt, die Verbindung erfolgt über Wi-Fi 802.11n oder Bluetooth 5.0. Die aufgenommenen Fotos werden nicht etwa wie bei fast allen anderen Kameras auf einer Speicherkarte abgelegt, sondern im internen Speicher, der je nach Modell 4, 8 oder 32 GB fasst. Im Lieferumfang befindet sich ein 1.080 mAh fassender Akku und ein USB-Ladegerät. 

Preise und Verfügbarkeit

Die Pixii ist ab sofort über die Webseite des Herstellers erhältlich. Die "Launch Edition" mit 4 GB Speicher kostet 2.700 Euro exklusive Mehrwertsteuer, die Variante mit 8 GB Speicher kostet 2.900 Euro exkl. MwSt., das Modell mit 32 GB integriertem Flash-Speicher ist noch nicht verfügbar.

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Autor: Hannes Brecher,  9.07.2020 (Update:  8.07.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.