Publisher glaubt: Sony könnte Aus für PS5-Discs doch noch überdenken

Das geplante Ende neuer PS5-Spiele auf Disc Anfang 2028 könnte NIS America besonders treffen. Die Tochtergesellschaft von Nippon Ichi Software bringt weniger bekannte JRPGs auf westliche Märkte. Physische Spiele und Sammlereditionen sind ein wichtiger Teil ihres Angebots. Gespräche mit Sony geben dem Publisher jedoch Hoffnung auf einen Kompromiss.
Gespräche hinter den Kulissen
Auf der PAX West hat Kotaku mit Kenzo Saruhashi gesprochen, dem CEO von Nippon Ichi und Präsidenten von NIS America. Obwohl PlayStation die Produktion von Blu-rays für neue Veröffentlichungen einstellen will, möchte der Publisher die physischen Editionen, für die er bekannt ist, "weiterhin anbieten". Ein Downloadcode in der Verpackung, wie er bei GTA 6 vorgesehen ist, wäre eine Möglichkeit. Einige treue Kunden dürfte das allerdings nicht zufriedenstellen.
NIS America steht mit Sony in Kontakt und hat dabei auch den Übergang zu digitalen Spielen besprochen. Laut Saruhashi hat Sony "viel Rückmeldung von Kunden erhalten". Konkrete Anzeichen für eine Rücknahme der Entscheidung gibt es bislang nicht. Saruhashi hält es aber für möglich, dass sich die Diskussion künftig verändert.
In jüngster Zeit gibt es Hinweise darauf, dass PlayStation den Befürwortern physischer Spiele hinter verschlossenen Türen mehr Gehör schenkt. Seit der umstrittenen Ankündigung vom 1. Juli gibt es anhaltende Proteste in sozialen Netzwerken. Öffentlich hat das Unternehmen darauf nicht reagiert, in einer Umfrage unter Entwicklern soll es die Kritik jedoch aufgegriffen haben.
Der YouTuber und Leaker Moore’s Law Is Dead behauptet, Sony habe seine Partner indirekt nach ihren Bedenken zur Zukunft von PS5-Discs gefragt. Die Umfrage und das Gespräch mit NIS America könnten darauf hindeuten, dass Sony seine Haltung überdenkt.
Wie es weitergehen könnte
Eine Möglichkeit wäre, dass PlayStation physische Spiele in begrenztem Umfang weiter unterstützt. Die Blu-ray-Produktionsstätten sollen 2028 für bereits erschienene Titel in Betrieb bleiben. Sony könnte die verbleibenden Kapazitäten auch für Discs nutzen, die Sammlereditionen beiliegen.
Ohne eine Lösung müsste sich NIS America womöglich stärker auf andere Plattformen konzentrieren. Der Publisher verkauft seine JRPGs bereits für Xbox, Switch und Switch 2. Dass Nintendo Spielmodule vollständig zugunsten digitaler Spiele aufgibt, gilt als unwahrscheinlich. Allerdings stößt das Download-abhängige Game-Key-Card-Format auf Widerstand.




















