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Raspberry Pi 4B mit 4 GB RAM verfügbar

Die Raspberry Pi Foundation hat heute überraschend das Model 4B vorgestellt (Quelle: raspberrypi.org)
Die Raspberry Pi Foundation hat heute überraschend das Model 4B vorgestellt (Quelle: raspberrypi.org)
Mit dem Raspberry Pi 4B haben die Entwickler der Einplatinenrechner heute überraschend ein neues Model vorgestellt, das über bis zu 4 GB RAM verfügt und 4k-Displays unterstützt. Damit ist der Rechner wesentlich leistungsfähiger als seine Vorgänger.

Nachdem es vor wenigen Monaten noch hieß, dass erst im Jahr 2020 mit dem neuen Raspberry Pi 4B zu rechnen sei, hat die Raspberry Pi Foundation diese neue Version schon heute überraschend vorgestellt. Dabei dürfen sich Fans der legendären Bastlerplatine über deutlich mehr Leistung freuen.

So verfügt der neue Rechner über bis zu 4 GB RAM, was viermal mehr ist, als das bisherige Maximum. Hierbei geht der Hersteller erstmals den Weg, verschiedene Versionen anzubieten, die wahlweise über 1, 2 oder 4 GB RAM verfügen werden. Die günstigste Version mit einem Gigabyte kostet wie schon der Vorgänger gerade einmal 35 US-Dollar, während man für die Version mit 4 GB RAM immerhin 55 US-Dollar bezahlen muss. Als Prozessor kommt diesmal ein ARM Cortex-A72-Vierkern-SoC zum Einsatz, der im Vergleich zur letzten Generation viermal mehr Leistung bieten soll und mit bis zu 1,5 GHz getaktet ist.

Über die neuen microHDMI-Ausgänge lassen sich auch 4k-Monitore betreiben (Quelle: raspberrypi.org)
Über die neuen microHDMI-Ausgänge lassen sich auch 4k-Monitore betreiben (Quelle: raspberrypi.org)

Auch bei den Anschlüssen hat sich einiges getan. So gibt es jetzt 2x USB 3.0 und 2x USB 3.2-Anschlüsse in der Type A-Ausführung. Zusätzlich verfügt der neue Raspberry Pi 4B über zwei microHDMI-Ausgänge, mit denen 4k-Monitore mit 60hz angesteuert werden können, was ebenfalls ein Novum darstellt. Dies dürfte dazu führen, dass der Raspberry Pi jetzt auch als Multimedia-Rechner in einem modernen Setup genutzt werden kann. Hierbei dürfte auch helfen, dass der verbaute Grafikchip 4K-H.265- sowie 1080p60-H.264-Videoinhalte dekodieren kann. Allerdings lassen sich natürlich auch weiterhin die klassischen kleinen LCD-Displays über den 4-poligen Klinkenstecker per Composite-Videosignal ansteuern. Als Speicher kommen immer noch microSD-Karten zum Einsatz.

Diese neue Hardware verbraucht allerdings auch mehr Strom als seine Vorgänger. So setzt der Hersteller bei der Stromversorgung jetzt auf den zukunftssicheren USB Type C-Standard und verabschiedet sich somit vom älteren microUSB-Standard, wobei das entsprechende Netzteil bei einer Spannung von 5 Volt eine Leistung von 3 Ampere abgeben können sollte. Wenn man sparsam unterwegs ist, dürften aber auch 2,5 Ampere reichen.

Beim WLAN und LAN hat sich allerdings nichts verändert. Hier unterstützt die Platine immer noch WLAN nach IEEE 802.11b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz), während man auch einen Gigabit-Ethernet-Port findet. Bei Bluetooth wird jetzt erstmals auch die Version 5.0 unterstützt.

Der Einplatinenrechner ist ab sofort bestellbar und sollte auch zeitnah ausgeliefert werden.

Die USB-Ausgänge des Raspberry Pi 4B (Quelle: raspberrypi.org)
Die USB-Ausgänge des Raspberry Pi 4B (Quelle: raspberrypi.org)
Die gesamte Platine von oben (Quelle: raspberrypi.org)
Die gesamte Platine von oben (Quelle: raspberrypi.org)
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Autor: Cornelius Wolff, 24.06.2019 (Update: 24.06.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.