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Sprachassistenten: Willkommene Helfer im Haushalt

Sprachassistenten: Willkommene Helfer im Haushalt
Sprachassistenten: Willkommene Helfer im Haushalt
Vier von zehn Deutschen würden digitale Sprachassistenten wie Apple Siri, Microsoft Cortana oder Google Now auch im Haushalt nutzen. Männer wollen Auskünfte des Assistenten lieber von weiblicher Stimme bekommen.
Ronald Matta,

Digitale Sprachassistenten sind das nächste Milliardengeschäft. Da sind sich Marktforscher und Industrie einig. Erst vor Kurzem investierte Branchenriese Samsung mit der Übernahme des Startups Viv Lab massiv in die Weiterentwicklung digitaler Sprachassistenten. Viv Labs hatte unter anderem die sprechende Assistentin Siri für Apple entwickelt.

Samsung will den Sprachassistenten Viv künftig in Autos, Fernseher und andere Geräte im Haushalte einbauen. Lautsprecher, die sich mit Nutzern unterhalten und als persönliche Assistenten agieren, sind gerade auf dem Weg weltweit die Haushalte zu erobern. Vernetzte Lautsprecher reagieren auf Sprachbefehle und können Antworten auf Fragen etwa zum Wetter oder Kochrezepten geben, oder Technik im vernetzten Zuhause steuern.

Neben der innovativen Umsetzung eines WLAN-Einkaufs-Buttons, der inzwischen als Dash Button für Schlagzeilen sorgte, gilt der Onlinehändler Amazon mit seinem Lautsprecher Echo auch in diesem Geschäftsbereich der smarten Lautsprecher als Pionier. Andere Branchengrößen wie Google (Home) und Apple werden folgen. Künftig werden auch andere Geräte im Haushalt wie Lampe, Musikanlage, Fernseher oder Heizung per Sprachbefehl gesteuert, wenn sie mit dem WLAN verbunden sind.

Wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverband Bitkom ergeben hat, kann sich schon jetzt knapp jeder vierte Bundesbürger ab 14 Jahren (39 Prozent) vorstellen, solche stationären Sprachassistenten zu nutzen. Davon wollen 12 Prozent das auf jeden Fall tun.

Dazu Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics und Digital Media:

"Digitale Sprachassistenten erlauben es von überall im Raum freihändig per Zuruf Befehle geben und Fragen stellen zu können. Erste Hersteller haben ihre Geräte schon auf den Markt gebracht, weitere folgen in Kürze. Die Technologie hat das Potenzial, die Haushalte zu erobern und den Alltag in den eigenen vier Wänden zu vereinfachen."

63 Prozent der Deutschen, die Interesse an einem Sprachassistenten haben, möchten die Technologie zur Steuerung von Haushaltsgeräten nutzen. 37 Prozent wollen per Sprachassistent Informationen von Suchmaschinen abrufen, 24 Prozent Verkehrsnachrichten. 23 Prozent wollen sich E-Mails oder Kurznachrichten vorlesen lassen, Sportergebnisse erfahren (20 Prozent) oder per Sprachbefehl Musiktitel abspielen (18 Prozent). 14 Prozent möchten die intelligenten Lautsprecher nutzen, um im Internet zu shoppen.

Gegner der Sprachassistenten sorgen sich vor allem um den Datenschutz: 73 Prozent möchten keine Daten an Unternehmen weitergeben. 61 Prozent haben Angst, dass Hacker die Geräte manipulieren und mithören könnten. 41 Prozent der Befragten brauchen nach eigener Aussage keinen digitalen Sprachassistenten. Für 16 Prozent kommt eine digitale Sprachsteuerung generell nicht in Frage. 12 Prozent geben an, dass ihnen bereits der Funktionsumfang des digitalen Sprachassistenten im Smartphone genügt.

Je nach Hersteller kommunizieren die digitalen Sprachassistenten mit unterschiedlichen Stimmen. Ob ein Gerät lieber mit einer männlichen oder weiblichen Stimme reagieren soll, darüber sind sich die an Sprachassistenten interessierten Männer und Frauen uneinig: Während rund die Hälfte der Männer (52 Prozent) eine weibliche Stimme bevorzugt, möchte dies nur knapp ein Drittel (32 Prozent) der Frauen. Die Mehrheit der Frauen (42 Prozent) zieht es dagegen vor, Auskünfte von einem männlichen Sprachassistenten zu bekommen. Bei den Männern wollen das lediglich 21 Prozent.

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Autor: Ronald Matta, 20.10.2016 (Update: 20.10.2016)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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