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Apple iMessage, Siri und Continuity: Ein geschlossenes Universum

Apple bleibt größtenteils ein geschlossenes Universum. Bild: wallfon.com
Apple bleibt größtenteils ein geschlossenes Universum. Bild: wallfon.com
Apple bleibt seinem Universum treu und wird iMessage nicht für andere Plattformen öffnen. Auch Siri bleibt eine Apple-Only Assistentin. Continuity funktioniert nur zwischen Apple Betriebssystemen.

Vor der WWDC Anfang der Woche gab es Gerüchte, Apple könne sein proprietäres iMessage-Protokoll auf andere Plattformen, insbesondere Android erweitern. Dem Vernehmen nach um die Reichweite zu erhöhen, auch wenn Apple dadurch im Fall von iMessage keinen zusätzlichen Profit machen würde. Ein Apple Manager widersprach den Gerüchten nun in einem Interview mit Walt Mossberg von The Verge. Erstens habe Apple durch die 1 Milliarde Apple User die iMessage nutzen, genügend Daten um die Ambitionen des Konzerns im Bereich Künstliche Intelligenz zu unterstützen. Des Weiteren würde eine geschlossene Messaging-Plattform auch dabei helfen die Hardware zu verkaufen, also genau die altbekannte Strategie eines geschlossenen Apple-Universums, die Kritiker dem Konzern gern vorwerfen.

Auch Siri, die virtuelle Assistentin von Apple wird, im Gegensatz zu Microsoft's Cortana oder Google's beziehungsweise Amazon's virtuellen Assistenten ihre Hilfe nicht auf Konkurrenz-Plattformen anbieten. Apple sieht die Assistentin als Unterstützung in der Bedienung der Apple Hardware und nicht als generelle Hilfe. Ausnahmen macht Apple nur bei Abo-Services wie Apple Music, um so auch von Android-Usern zusätzliche Einnahmen zu lukrieren und gleichzeitig die Reichweite dieses Services im Kampf mit Spotify zu erhöhen. Ausnahmen gibt es auch bei Software-Beilagen wie iTunes, die für den Betrieb der Apple-Hardware essentiell sind.

Diese Integration geht aber nie soweit wie es möglich wäre und deckt auf anderen Plattformen nur die Basisfunktionen ab. Beispiel: Continuity. Die bessere Interaktion zwischen iOS Geräten und MacOS wurde letztes Jahr eingeführt und wird demnächst mit MacOS Sierra ausgebaut. Apple-Freunde mit iOS, watchOS und MacOS-Geräten werden zukünftig beispielsweise in der Lage sein, die Zwischenablage flexibel untereinander zu teilen oder ihren Mac mit der Apple Watch automatisch zu entsperren. Das alles wäre prinzipiell auch mit einem Windows PC möglich, wird aber bewusst von Apple nicht unterstützt, um den Absatz der eigenen Hardware zu fördern. Apple's Universum bleibt demnach auch weiterhin ein größtenteils geschlossenes.

Quelle(n)

Bild: http://wallfon.com/computers/apple-universe.html

www.theverge.com/2016/6/15/11940010/walt-mossberg-apple-wwdc-2016-recap-themes

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Autor: Alexander Fagot, 18.06.2016 (Update: 18.06.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.