Notebookcheck

Test Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE Convertible

Sketchbook für Kreative. Stifteingaben am Tablet sind Ihnen nicht natürlich genug? Lenovo hat jetzt die handliche Lösung für alle kreativen Köpfe am Start: Mit Tinte auf Papier schreiben und dennoch digital arbeiten. Das 10-Millimeter-Book kann zwar nicht alles, aber es kann noch mehr als nur Tinte digitalisieren. Was, das erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht.

Lenovo Yoga Book Windows YB1-X91L 64 GB LTE
Lenovo Yoga Book Windows YB1-X91L 64 GB LTE

Lenovo hatte vor Jahren mit den Yoga-Geräten einen Trend begründet, heute hat kaum noch ein Hersteller kein 360-Grad-Laptop im Portfolio. Jetzt ging der Hersteller einen Schritt weiter.

The Yoga Book introduces keyboard and handwriting input capability in an elegantly simple, unconventionally slender tablet design. We believe our unique design will offer tablet, 2-in-1 and traditional notebook buyers a first-of-its-kind option for evolving usage trends. - Jeff Meredith, vice president and general manager, Android and Chrome Computing, Lenovo. 

Das Schlüsselmerkmal ist die handschriftliche Eingabe über das Medium Papier. Jetzt sehen wir direkt, was der Finger zeichnet und schieben den Stift nicht mehr auf der glatten Oberfläche eines Graphic-Tablets bzw. eines Tablets herum. Das klappt zwar nicht mit jedem Buntstift aus Töchterchens Malbox, es braucht Lenovos Real Pen, der inklusive magnetischer Blatt-Halterung - Book Pad & Paper, damit es besser klingt – gleich mitgeliefert wird. Verpackt ist das Ganze in einem sehr flachen, edlen Gehäuse, das wie zwei dünne, schwarze Brettchen daherkommt. 

Bei so viel Innovation schaut die Konkurrenz alt aus, dort gibt es kein vergleichbares Produkt. Daher ziehen wir 2in1 Convertibles nach dem Typ Microsoft Surface bzw. nach dem Yoga-360-Grad-Prinzip zu Rate. Hier steht an erster Stelle das beliebte Microsoft Surface Pro 4, gleich gefolgt vom HP Spectre x2 12-a001ng. Die beiden Tablets mit Andock-Tasten haben echte Subnotebook-Leistung (Intel Core) bzw. beinahe solche (Core m, echte SSDs). Nach dem gleichen Prinzip arbeiten Dell Latitude 11 5175/5179 und das Huawei MateBook. Alle vier besitzen Eingabestifte und haben den Anspruch einer hohen Windows-Produktivität. Sie machen – wenn einfache Rechenpower benötigt wird - die Koexistenz von mobilem Tablet und rechenstarkem Laptop / Desktop überflüssig. 

Ist Lenovos Yoga-Book-Ansatz aber vielleicht der bessere Weg zur Produktivität? Zurück zur Koexistenz, aber mit einer extrem mobilen und „natürlichen“ Eingabeseite und einer rechenstarken Verarbeitungsseite (klassischer Laptop). Damit Sie diese Frage für sich beantworten können, beschreiben wir das Yoga Book in folgendem Test in jedem Detail.

Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE (Yoga Book Serie)
Prozessor
Grafikkarte
Intel HD Graphics 400 (Braswell), Kerntakt: 600 MHz, Speichertakt: 800 MHz, 128 Bit, 20.19.15.4424 WHQL
Hauptspeicher
4096 MB 
, LPDDR3 Dual Channel
Bildschirm
10.1 Zoll 16:10, 1920x1080 Pixel 218 PPI, Auf dem Bildschirm: Capacitive Touch- und AnyPen-Technologie / Kreativpad: Capacitive Touch- und EMR Pen-Technologie, Native Unterstützung für die Stifteingabe, nicht auslesbar, Farbgamut: 70% lt. Hersteller, IPS , Capacitive Touch with AnyPen Technology, color depth: 16.7 Million, Color Gamut: 70%, brightness: 400 nits , spiegelnd: ja
Mainboard
Intel Cherry Trail
Massenspeicher
64 GB eMMC Flash, 64 GB 
, Samsung CWBD3R 64 GB eMMC, 37.5 GB verfügbar
Soundkarte
Realtek ALC282 @ Intel Cherry Trail / Braswell SoC - HD Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 2.0, 1 HDMI, Audio Anschlüsse: 3.5mm, Card Reader: microSD, Supports Up to 128 G, Helligkeitssensor, Sensoren: Vibrator, G-Sensor, Hall-Sensor, GPS, Micro HDMI, Micro-USB, Nano-SIM-Karte
Netzwerk
Broadcom BCM4356 802.11ac 2x2:2 (876 Mbps) (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.1, LTE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9.6 x 256.6 x 170.8
Akku
32 Wh, 8500 mAh Lithium-Polymer, Laufzeit Ruhemodus: Mehr als 70 Tage lt. Hersteller, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 13 h
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Kamera
Webcam: Dual-Kamera
Primary Camera: 8 MPix Auto-Focus
Secondary Camera: 2 MPix Fixed-Focus
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: Keyboard + Touchpad, Zeichentablett auf Zweitdisplay, Tastatur-Beleuchtung: ja, Stylus mit unterschiedlichen Spitzen, magentisches Zeichentablett, Office Mobile: Excel, PowerPoint, Word, OneNote, ArtRage (Lite-Testversion), 12 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
695 g, Netzteil: 87 g
Preis
699 Euro

 

Gehäuse

Dünner gehts nimmer, die stabilen 9,6 Millimeter sind beeindruckend.
Dünner gehts nimmer, die stabilen 9,6 Millimeter sind beeindruckend.

Das Yoga Book kommt in einer Aluminium- und Magnesiumlegierung daher. Es ist in den Ausführungen Gunmetal Grey und Champagne Gold zu haben. Base als auch Deckel sind als geschlossene Wannen gebaut, ihr „Deckel“ ist jeweils das Kreativpad bzw. der Touchscreen. Die Konstruktion leistet eine sehr gute Verwindungsfestigkeit, das gilt für Deckel und Base gleichermaßen. 

Das Watchband-Gelenk zieht die Blicke auf sich. Besteht es doch aus 130 mechanischen Teilen. Die Zahnräder stehen unter Druck und reiben bei der Öffnung aneinander. Das geschieht auf eine vorbildlich straffe Art und Weise. Einen Verschleiß können wir uns trotz der Metall-auf-Metall-Reibung nicht vorstellen, es handelt sich ja nicht um ein Getriebe, das geschmiert werden muss. In den jeweiligen Endpositionen (zirka 0-5 Grad) wird das Gelenk leichtgängig und Bildschirm und Base ziehen sich magnetisch zusammen. Diese Verbindung ist ziemlich straff – sehr gut! Es gibt also nicht das Problem größerer 360-Grad-Laptops, bei denen der Tablet-Mode „von selbst“ wieder auseinanderklafft. Durch die plane Beschaffenheit und das Weglassen von mechanischer Tastatur / Standfüßen gibt es keinen Spalt zwischen Base und Deckel.

Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE

695 Gramm bringt das handliche Yoga Book auf die Waage, mit dem Stecker-Netzteil kommen nochmal 87 Gramm hinzu. Ein so leichtes und vor allem kleines 360-Grad-2in1 gibt es derzeit nicht zweimal. Die Kontrahenten setzen wenigstens auf 12 Zoll und sind daher deutlich wuchtiger und schwerer. Lüfterlos sind sie aber alle, ausgenommen die Core-Varianten des Surface Pro 4. Die Bauhöhe der Geräte ist hier OHNE Tasten-Dock eingetragen, also nur das jeweilige Tablet. Dadurch erscheinen die Konkurrenten dünner als das Yoga Book. Wenn sie fairerweise die komplette Produktivität mit in den Vergleich fallen lassen, dann sind sie durch die Bank dicker als das Yoga Book.

Größenvergleich

Ausstattung

USB-Stick per OTG-Adapter
USB-Stick per OTG-Adapter
Type-C? Fehlanzeige!
Type-C? Fehlanzeige!

Anschlüsse sind beim Yoga Book rar gesät, es hat es einen Micro HDMI Port, damit per Adapter (nicht beiliegend) auch der Projektor angeschlossen werden kann. Der Micro USB 2.0 ist für USB-Geräte da – via OTG Adapter auf Type-A - , wird aber auch zum Aufladen genutzt. So kann bei Netzbetrieb natürlich kein USB-Stick / USB-Gerät angeschlossen werden. 

Das Micro USB auf Type-A Adapterkabel des Testers verweigerte den Dienst mit USB-Stick, einer Maus oder dem Photospektrometer. Leser wissen aber zu berichten, dass einfache OTG-Kabel (USB OTG Adapter Datenkabel; Micro Typ B Stecker auf USB Buchse Typ A) das Andocken von Sticks/ Geräten ermöglichen. 

Wireless Display gibt es nicht, da es sich um eine Broadcom BCM4356 WiFi-Karte handelt. Einen Kartenleser gibt es allerdings, die Micro SD kann neben dem USB-Port versenkt werden. Sie ist als Speichererweiterung gedacht, denn sie muss mit dem beigelegten Griffel umständlich herausgenommen werden. Auf der Träger-Platte, die sich dann dort herausschiebt, befindet sich auch der Nano Sim-Slot – falls Sie eine LTE-Version erworben haben. Für das Einlegen einer Foto-SD von der SLR ist das zu umständlich, eine SimCard kann beim Entfernen während des Betriebs sogar beschädigt werden.

Watchband-Scharnier in kleiner Ausführung, 130 mechanische Teile sorgen für ein kräftiges Gelenk
Watchband-Scharnier in kleiner Ausführung, 130 mechanische Teile sorgen für ein kräftiges Gelenk
Micro USB 2.0, Micro HDMI
Micro USB 2.0, Micro HDMI
Netzschalter, Lautstärke, Kopfhörer
Netzschalter, Lautstärke, Kopfhörer

Kommunikation

Der Broadcom-Chip (BCM4356 802.11ac) bringt zwei Antennen mit, er kann also brutto 866 MBit liefern. Das ist jedoch Theorie, die im Test ermittelten 496 MBit sollten in der Praxis aber mehr als genügen. Das MateBook konnte in unserem optimalen Test-Szenario (1 Meter Abstand zum Linksys EA8500 Router, verbunden mit 5 GHz AC) auch nicht deutlich mehr Durchsatz erwirtschaften. Auf Grund iperf2 ist dieser Test aber nicht 1:1 vergleichbar. 

Bluetooth 4.1 ist ebenso an Bord wie ein LTE-Modem für das mobile Breitbandinternet. Die Windows / LTE-Version des Yoga Book ist die teuerste Variante, sie kostet aktuell knapp 700 Euro. Mit Android / LTE sind es immer noch gut 600 Euro. Das ist auch der Preis der Non-LTE Windows-Variante. Am günstigsten steigen Kunden mit Android aus, der Non-LTE-Einsteiger kostet knapp 500 Euro.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Broadcom BCM4356 802.11ac 2x2:2 (876 Mbps) (jseb)
455 MBit/s ∼100%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Broadcom BCM4356 802.11ac 2x2:2 (876 Mbps) (jseb)
496 MBit/s ∼100%
iperf Server (receive) TCP 1 m
Huawei MateBook m5-6Y54
Broadcom BCM4356 802.11ac 2x2:2 (876 Mbps)
534 MBit/s ∼100%
iperf Client (transmit) TCP 1 m
Huawei MateBook m5-6Y54
Broadcom BCM4356 802.11ac 2x2:2 (876 Mbps)
453 MBit/s ∼100%

Kameras

Das darf gern Schule machen: Das Yoga Book hat zwei Kameras, eine Facing-Webcam für den Chat – für mehr taugt die Bildqualität auch nicht – und eine 8-MPix-Auto-Focus-Kamera für den Tablet-Betrieb. Sie befindet sich oberhalb der Tastatur. Letztere macht ganz ansehnliche Fotos, sogar mit etwas Tiefenschärfe und mit ausgewogenen Farben.

Die Hauptkamera schaut im Laptop-Mode gern ins Nasenloch.
Die Hauptkamera schaut im Laptop-Mode gern ins Nasenloch.
Hauptkamera: gern mal kopfüber, gute Details und Fokussierung
Hauptkamera: gern mal kopfüber, gute Details und Fokussierung
Webcam / Face-Cam: starkes Rauschen, unechte Farben
Webcam / Face-Cam: starkes Rauschen, unechte Farben
Referenz EOS 1100D
Referenz EOS 1100D

Zubehör

Alle Yoga-Book-Versionen haben das gleiche Zubehör wie unser Testgerät. Ein Stecker-Netzteil, ein Real Pen mit drei Kugelschreiberköpfen und einer Kunststoffspitze und ein Papierhalter mit etwas Papier. Hier kann beliebiges Papier verwendet werden. 

Kein US Letter Papierformat

Wer sich das relativ teure Papier bei Lenovo sparen möchte (5 Ersatzblöcke x 75 Blatt für 10 Euro) und selbst locht und nachfüllt, der muss Blöcke à 29,3 x 16,6 erwerben (1,6 cm Höhe). Das dürfte aber schwerfallen, denn es handelt sich nicht um ein US Letter Format, wir haben online kein Alternativ-Papier gefunden. DIN A5 ist etwas kürzer und breiter, würde den Zweck aber erfüllen. Die Lochung ist DIN-Standard.  

Software

Bei der Software spielt Lenovo keinen kommerziellen Vollversionen auf. Nutzer können das Office-Paket als auch ArtRage Lite (Trial) ausprobieren. Daneben finden wir Candy Crush, Farmville 2 und Pics Art.

Stecker-Netzteil für den USB-Port, max. 24 Watt
Stecker-Netzteil für den USB-Port, max. 24 Watt
Real Pen - Kunststoffspitze oder Kugelschreibermine
Real Pen - Kunststoffspitze oder Kugelschreibermine
Book Pad & Paper - magntische Halterung fürs Papier
Book Pad & Paper - magntische Halterung fürs Papier

Garantie

Die Inklusivgarantie beläuft sich auf lediglich 12 Monate. Die Gewährleistung des Händlers von ebenfalls 12 Monaten gilt darüber hinaus ebenfalls. Lenovo bietet zahlreiche Verlängerungen an, die nach Eingabe der Seriennummer unter shop.lenovo.com gewählt werden können. Ein weiteres Jahr Depot-Garantie/CCI Upgrade, Lieferung kostet 32 Euro, 2 Jahre kosten 74 Euro.

Eingabegeräte

Tastatur - halo Keyboard

Das Schreiben auf der Touch-Tastatur wird durch eine direkt einsetzende Vibration und durch ein nachgesetztes Klick-Geräusch begleitet. Letzteres ist das akustische Feedback für das Absetzen des Fingers von dieser Taste. Die Tastatur ist in zwei Stufen beleuchtet, was nicht aktiv beeinfluss werden kann. Stufe 1 leuchtet bei Inaktivität, die hellere Stufe 2 leuchtet, sobald ein Finger Touchpad oder Tasten berührt. Leider wird dabei bereits ein Buchstabe getippt, das heißt, wer die Tasten nur zum Aufleuchten bringen will, der gibt bereits den ersten Buchstaben ein. Wer das Touchpad dafür benutzt, der erspart sich aber diese Fehleingabe.

Wir sind insgesamt mit dem Feedback und dem Schreibfluss zufrieden, das reicht für Skype, Dateinahmen, Logins oder kurze Emails. Längere Texte würden aber zur Tortur werden, schon weil das brummige Feedback ziemlich laut eingestellt ist. 

Tastatur-Reinigung - einfach wie nie!
Tastatur-Reinigung - einfach wie nie!
Tasten-Layout (Beleuchtung fix)
Tasten-Layout (Beleuchtung fix)
Detail - Oberfläche des Zeichentablets
Detail - Oberfläche des Zeichentablets

Kreativ mit dem Real Pen

Wenn die Tastatur ausgeschaltet ist, bieten dir das Kreativpad und der echte Stift die Präzision und Kontrolle, die du vom herkömmlichen Zeichnen mit Stift und Papier gewohnt bist.

So beschreibt es Lenovo und genau so kommt es auch beim Tester an. Die Tasten sind standardmäßig aktiv, können aber jederzeit mit der Stift-Taste ab geschalten werden. Dann ist das Kreativ-Tablet aktiv und es kann mit Papier und Stift losgelegt werden. Papierblock auflegen, das Klemmbrett haftet magnetisch, Anwendung öffnen und los geht es. Folgende Beispiele zeigen unsere Ergebnisse in Art Rage. 

Der Real Pen reagiert auf 2.048 Druckempfindlichkeitsstufen, das erst macht die Erfassung von kleinsten Nuancen eines Zeichenstrichs möglich. Der echte Stift muss niemals aufgeladen werden. Technologisch steckt hier Wacoms feel IT Technologie dahinter, eine EMR- (Elektro-Magnetische Resonanz) Beschichtung auf dem Multi-Use-Keyboard sorgt für eine Digitalisierung in Echtzeit.

Jetzt kommt die Kreativität ins Spiel: Eine Hand belegt mit Stift und Papier die rechte Seite und zeichnet, während die andere am Bildschirm ist, um Werkzeuge auszuwählen, die Ansicht zu schwenken oder das Bild durch Spreizen der Finger zu vergrößern bzw. zu verkleinern. So kann in einem Arbeitsgang das entstehen, was davor durch viele Wechsel entstand. Das ist der Vorteil des Yoga Book, die zeichnende Hand blockiert nicht die Anzeige.

Art Rage Lite: mit Leinwand Unterlage, i-Punkte oder kleine Buchstaben fallen gerne mal unter den Tisch
Art Rage Lite: mit Leinwand Unterlage, i-Punkte oder kleine Buchstaben fallen gerne mal unter den Tisch
Art Rage Lite: mit dem Lineal konstruieren oder eine Vorlage nachzeichnen (Pauschen)
Art Rage Lite: mit dem Lineal konstruieren oder eine Vorlage nachzeichnen (Pauschen)
Art Rage Lite: Notizen mit diesem Tool sind keine gute Idee ...
Art Rage Lite: Notizen mit diesem Tool sind keine gute Idee ...
MS OneNote, ohne Effekte und Leinwand wird Schrift gestochen scharf digitalisiert (geschrieben auf Papier)
MS OneNote, ohne Effekte und Leinwand wird Schrift gestochen scharf digitalisiert (geschrieben auf Papier)
 

Touchpanel & Real-Pen

Neben kapazitivem Touch unterstützt die Oberfläche die AnyPen-Technologie, wie sie auch im Lenovo Yoga Tablet 2 verwendet wird. Letztere macht die Eingabe mit jedem spitzen Gegenstand / Material möglich. Beim Testgerät funktionierte AnyPen mit diversen Gegenständen allerdings mehr schlecht als recht, die Kunststoffspitze des Real Pen lieferte aber ausgezeichnete Ergebnisse.

Der Real Pen kann auf dem Touchscreen und dem Kreativtablet benutzt werden. Für ersteres muss natürlich die Kunststoffspitze eingesetzt werden. EMR erlaubt eine 100-Grad-Winkelerfassung, so weiß das Programm, wie der Stift gehalten wird. Die Wechselspitzen mit der Tinte sind solche, wie bei konventionellen Kugelschreibern.

Jobs

Wir erweitern unser Team und suchen engagierte Redakteure mit besonderen Kenntnissen im Bereich mobiler Technologien.

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Display

Subpixel Yoga Book
Subpixel Yoga Book
Black Screen max. Luminanz, marginal unten Lichthöfe
Black Screen max. Luminanz, marginal unten Lichthöfe

Full HD auf 10,1 Zoll, das bringt hochauflösende 218 ppi auf den Bildschirm. Die 1.920 x 1.080 Pixel leuchten nicht nur hell, sie sind dank IPS-Technik auch von jeder Seite aus sehr gut erkennbar. Der Kontrast fällt dennoch ziemlich hoch aus, er errechnet sich aus dem niedrigen Schwarzwert von 0,37 cd/m². Wir stellen beim Panel Pulsweitenmodulation fest (50 Hz), dies setzt allerdings erst bei der niedrigsten Helligkeit ein, also bei 2,5 cd/m². Da niemand ernsthaft bei dieser Helligkeit in das Display schaut, erscheint uns dieses Phänomen hier unbedeutend.

388
cd/m²
382
cd/m²
348
cd/m²
384
cd/m²
382
cd/m²
323
cd/m²
368
cd/m²
366
cd/m²
329
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 388 cd/m² Durchschnitt: 363.3 cd/m² Minimum: 2.5 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 314 cd/m²
Kontrast: 1032:1 (Schwarzwert: 0.37 cd/m²)
ΔE Color 3.61 | - Ø
ΔE Greyscale 3.77 | - Ø
Gamma: 2.43
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
nicht auslesbar, Farbgamut: 70% lt. Hersteller, , 1920x1080, 10.1
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Samsung SDC3853, , 2736x1824, 12.3
Dell Latitude 11 5175
YJ0MP-TV108FM, , 1920x1080, 10.8
HP Elite x2 1012 G1
LG Philips, , 1920x1280, 12.1
Huawei MateBook m5-6Y54
TMA 1200 Unknown Vendor, , 2160x1440, 12
Response Times
-22%
-12%
12%
34%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
36 (18, 18)
46 (17.2, 28.8)
-28%
46 (19, 27)
-28%
33.2 (15.2, 18)
8%
25 (9, 16)
31%
Response Time Black / White *
27 (6, 21)
31 (6, 25.2)
-15%
26 (7.2, 18.8)
4%
22.8 (10.4, 12.4)
16%
17 (4, 13)
37%
PWM Frequency
50 (50)
200
Bildschirm
14%
-2%
-28%
-59%
Brightness
363
392
8%
449
24%
319
-12%
425
17%
Brightness Distribution
83
92
11%
86
4%
97
17%
80
-4%
Schwarzwert *
0.37
0.27
27%
0.45
-22%
0.42
-14%
0.37
-0%
Kontrast
1032
1441
40%
1027
0%
767
-26%
1219
18%
DeltaE Colorchecker *
3.61
3.61
-0%
4.4
-22%
6.02
-67%
11.04
-206%
DeltaE Graustufen *
3.77
3.8
-1%
3.49
7%
6.29
-67%
10.45
-177%
Gamma
2.43 99%
2.16 111%
2.55 94%
2.4 100%
2 120%
CCT
6760 96%
5969 109%
6256 104%
7712 84%
8849 73%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
63
53.21
47.8
74
Color Space (Percent of sRGB)
97
80.76
73.2
100
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-4% / 5%
-7% / -4%
-8% / -18%
-13% / -36%

* ... kleinere Werte sind besser

Mangels USB-Port konnten wir eine Kalibrierung des Displays nicht ausführen, jedoch sind die Delta E bei Farben und Graustufen schon bei Auslieferung recht gut. Das Delta E von 3,6 könnte zwar besser sein, Farbunterschiede bei der Darstellung sind aber auch schon jetzt kaum noch mit dem bloßen Auge erkennbar. Im Screenshot CalMAN Graustufen sehen Sie, dass es keinen Blaustich gibt. Die Abweichungen bei den Farben halten sich auch in knappen Grenzen, die Saturation Sweeps zeigen nur bei Rot eine kleine Auffälligkeit. Der Color Checker erfasst allerdings ein maximales DeltaE von knapp 8, das sich bei den Rot-Gelb-Mischungen befindet (Orange). 

CalMan Graustufen
CalMan Graustufen
CalMan Sättigung
CalMan Sättigung
CalMan ColorChecker
CalMan ColorChecker
Beste Sicht dank der hohen Helligkeit und des Kontrasts
Beste Sicht dank der hohen Helligkeit und des Kontrasts
Fotos entstanden bei Bewölkung
Fotos entstanden bei Bewölkung

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
27 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 6 ms steigend
↘ 21 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 52 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (26.6 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
36 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 18 ms steigend
↘ 18 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 25 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (42.5 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 54 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 8534 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Die Blickwinkel des Yoga Book sind ausgezeichnet, das hätten wir bei einem 2in1 für diesen Einsatzzweck aber auch erwartet. Aus jeder Position erlebt der Betrachter ein klares, kontraststarkes Bild. 

Blickwinkel Lenovo Yoga Book Windows YB1-X91L
Blickwinkel Lenovo Yoga Book Windows YB1-X91L

Leistung

Intel Atom x5-Z8550, 4 x 1,44 GHz
Intel Atom x5-Z8550, 4 x 1,44 GHz

Lenovo rüstet sein Yoga Book ausschließlich mit dem Intel Atom x5 Z8550 aus, 4 GB LPDDR3 sind ebenfalls Standard und wie das SoC auch bei der Android-Version fest aufgelötet. 64 GB Festspeicher als eMMC sind gleichfalls Standard für das Yoga Book, das gilt auch für die Android-Version. Käufer können sich also lediglich zwischen Non-LTE und LTE entscheiden. 

Der Atom x5 Z8550 ist in Begleitung einer typischerweise langsamen eMMC (aber immerhin mit 4 GB RAM Support) für einfache Office-Aufgaben gedacht. Mit der Performance der 15-Watt-Kollegen der Intel Core Serie kann dieses SoC bei weitem nicht mithalten. Aber das muss es für den Einsatz als mobiles Eingabemedium auch nicht, denn hier liegt der Fokus auf langen Laufzeiten bei geringster Abwärme. Mehr zum Atom x5-Z8550 im Datenblatt. 

Systeminfo CPU-Z CPU
Systeminfo CPU-Z Mainboard
Systeminfo CPU-Z Memory
Systeminfo CPU-Z Cache
Systeminfo HWinfo Summary
Systeminfo GPU-Z
Latency Monitor - Fehler gefunden

Prozessor

Prime95 @2,4 GHz nach 3 Minuten bei 82 Grad Celsius@SoC
Prime95 @2,4 GHz nach 3 Minuten bei 82 Grad [email protected]

Im Vergleich sehen wir dann auch den Performance-Drop des Atoms. Selbst Core m3 ist 54 bzw. 144 % schneller, je nach Single oder Multi-CPU-Arbeit. Das ist der Grund, warum der All-in-One-Ansatz der Konkurrenz auf Core m (4,5 Watt) setzt, mitunter sogar auf Intel Core i (15 Watt, Surface Pro 4 Variante). 

Der Turbo wird dabei noch ziemlich gut gehalten, auch nach mehreren Minuten rechnet das SoC noch mit 2,4 GHz. Die Turbo-Ausnutzung ist also recht gut, gegen die „rechenstarke“ Konkurrenz nützt das allerdings nichts. Rechenstark ist hier relativ zu sehen, denn normale Laptops mit Core i 15- bzw. 45-Watt sind dem Yoga Book um Lichtjahre voraus. Es ist ein Vergleich wie zwischen Fahrrad und Mercedes. Positiv: im Akkubetrieb werden dieselben Cinebench-Scores erreicht (auch OpenGL der GPU).

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP Elite x2 1012 G1
Intel Core m5-6Y54
111 Points ∼56% +208%
Huawei MateBook m5-6Y54
Intel Core m5-6Y54
107 Points ∼54% +197%
Dell Latitude 11 5175
Intel Core m5-6Y57
95 Points ∼48% +164%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
88 Points ∼44% +144%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Intel Atom x5-Z8550
36 Points ∼18%
CPU Multi 64Bit
HP Elite x2 1012 G1
Intel Core m5-6Y54
255 Points ∼12% +90%
Huawei MateBook m5-6Y54
Intel Core m5-6Y54
232 Points ∼11% +73%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel Core m3-6Y30
206 Points ∼10% +54%
Dell Latitude 11 5175
Intel Core m5-6Y57
171 Points ∼8% +28%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Intel Atom x5-Z8550
134 Points ∼6%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
36 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
134 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
13.98 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Hilfe

System Performance

PCMark 8 Home Details
PCMark 8 Home Details
PCMark 8 Work Details
PCMark 8 Work Details

Welche Rückschlüsse lässt das auf die Anwendungsperformance zu? Der PCMark 8 zeigt im Prinzip dasselbe wie der Cinebench: Angestachelt durch ihre mehr oder minder schnelleren SSDs sind die Konkurrenten bis zu 215 % schneller unterwegs. Es sind also die Punkte Rechenleistung und langsame eMMC, die das Yoga Book so zurückfallen lässt.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
HP Elite x2 1012 G1
HD Graphics 515, 6Y54, Liteon L8H-256V2G
3932 Points ∼60% +215%
Dell Latitude 11 5175
HD Graphics 515, 6Y57, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
3720 Points ∼57% +198%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
3186 Points ∼49% +155%
Huawei MateBook m5-6Y54
HD Graphics 515, 6Y54, SanDisk SD8SN8U256G1027
2721 Points ∼42% +118%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
HD Graphics 400 (Braswell), Z8550, 64 GB eMMC Flash
1247 Points ∼19%
Home Score Accelerated v2
HP Elite x2 1012 G1
HD Graphics 515, 6Y54, Liteon L8H-256V2G
2983 Points ∼50% +130%
Huawei MateBook m5-6Y54
HD Graphics 515, 6Y54, SanDisk SD8SN8U256G1027
2717 Points ∼45% +110%
Dell Latitude 11 5175
HD Graphics 515, 6Y57, Samsung PM871 MZYLN256HCHP
2641 Points ∼44% +104%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
HD Graphics 515, 6Y30, Samsung MZFLV128 NVMe
2426 Points ∼41% +87%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
HD Graphics 400 (Braswell), Z8550, 64 GB eMMC Flash
1296 Points ∼22%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
1296 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
1247 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Die Samsung CWBD3R 64 GB eMMC hat nun genug Schelte bekommen, das aber zu Recht. Die Massenspeicher-Benchmarks lassen kein gutes Haar an dem Onboard-Speicher, dieser ist beim sequentiellen Schreiben sogar langsamer als rotierende Festplatten! Das sagen CrystalDiskMark als auch ASSSD, wobei letzteres auf Grund von Fehlern nur in Teilen ausgeführt werden konnte.

Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
64 GB eMMC Flash
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Samsung MZFLV128 NVMe
Dell Latitude 11 5175
Samsung PM871 MZYLN256HCHP
HP Elite x2 1012 G1
Liteon L8H-256V2G
Huawei MateBook m5-6Y54
SanDisk SD8SN8U256G1027
CrystalDiskMark 3.0
466%
620%
715%
667%
Write 4k QD32
13.79
149.2
982%
198.6
1340%
268.4
1846%
178.2
1192%
Read 4k QD32
33.6
243.7
625%
243.9
626%
285
748%
269.6
702%
Write 4k
11.56
68.02
488%
71.4
518%
90.27
681%
64.47
458%
Read 4k
13.34
30.14
126%
30.89
132%
28.31
112%
31.83
139%
Write 512
26.58
158.2
495%
296.8
1017%
295.7
1012%
295.2
1011%
Read 512
102.6
313.1
205%
383.8
274%
351.7
243%
376
266%
Write Seq
34.39
158.2
360%
296.8
763%
297.2
764%
462.1
1244%
Read Seq
120.5
662.5
450%
472.6
292%
500.5
315%
512.3
325%
64 GB eMMC Flash
Sequential Read: 120.5 MB/s
Sequential Write: 34.39 MB/s
512K Read: 102.6 MB/s
512K Write: 26.58 MB/s
4K Read: 13.34 MB/s
4K Write: 11.56 MB/s
4K QD32 Read: 33.6 MB/s
4K QD32 Write: 13.79 MB/s

Grafikkarte

Die Intel HD Graphics 400 (Braswell) ist für den sparsamen Umgang mit Energie gedacht, sie hat weniger Shadereinheiten und geringere Taktraten als die iGPUs der Core m oder Core i SoCs. Der Boost geht bis 600 MHz. Ihre Leistung findet sich am unteren Ende der Skala wieder, die im Core m integrierte HD 515 ist 170 bzw. 190 % schneller.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, Intel Core m3-6Y30
1206 Points ∼2% +189%
HP Elite x2 1012 G1
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y54
1200 Points ∼2% +187%
Dell Latitude 11 5175
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y57
863 Points ∼2% +106%
Huawei MateBook m5-6Y54
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y54
781 Points ∼2% +87%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Intel HD Graphics 400 (Braswell), Intel Atom x5-Z8550
418 Points ∼1%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, Intel Core m3-6Y30
810 Points ∼2%
HP Elite x2 1012 G1
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y54
797 Points ∼2%
Dell Latitude 11 5175
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y57
601 Points ∼1%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
Intel HD Graphics 515, Intel Core m3-6Y30
6597 Points ∼4% +169%
HP Elite x2 1012 G1
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y54
6308 Points ∼4% +157%
Huawei MateBook m5-6Y54
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y54
5638 Points ∼3% +130%
Dell Latitude 11 5175
Intel HD Graphics 515, Intel Core m5-6Y57
4904 Points ∼3% +100%
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Intel HD Graphics 400 (Braswell), Intel Atom x5-Z8550
2455 Points ∼2%
3DMark 11 Performance
478 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
2087 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Das Paket genügt nicht für aktuelle (Rise of the Tomb Raider 2016) und auch nicht für ältere PC-Standard-Games (Skyrim 2011), Videos werden dagegen auch in 4K/H.265 flüssig wiedergeben. Gelegenheitsspieler sollten sich auf das Angebot im Windows-Store beschränken, da sollte es keine Ruckelorgien geben. Um das deutlich zu machen, hat Lenovo Candy Crush und Farmville 2 schon einmal installiert.

min. mittel hoch max.
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) 19.89.5fps
Tomb Raider (2013) 24.810.2fps
BioShock Infinite (2013) 19.57.8fps
Rise of the Tomb Raider (2016) 5.3fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Geräusche macht das lüfterlose System keine.

No Loudness Data found for specs ID 33726

Temperatur

Stresstest CPU@480 MHz
Stresstest [email protected] MHz

Eine knapp 5 Millimeter dünne Base, das muss doch eine hohe Abwärme hervorrufen, oder? Eben nicht, gerade einmal 42 Grad messen wir auf der Bodenplatte. Das hat einen einfachen Grund: Im Stresstest, bei welchem wir die Abwärme-Fotos aufnehmen und die Temperatur auf den Oberflächen messen, setzt massives Throttling des SoC ein. Von maximal erreichbaren 2,4 GHz zum Start bleiben nach einer Stunde nur noch 480 MHz übrig, die konstant anliegen. 

Dennoch bescheinigen wir dem Yoga Book eine gute Turbo-Festigkeit, warum? Die Taktung steht auch nach 120 Sekunden bei 2,4 GHz, erst danach sinken die Frequenzen langsam ab. Bei 84 Grad am SoC setzt dann das thermische Throttling auf 480 MHz ein. Kurzzeitigen Last-Phasen ist das Yoga Book gut gewachsen. 

Die GPU arbeitet während des Stresstests mit 400 MHz. Positiv: Direkt nach Stress-Ende liegen sofort wieder 2,4 GHz an, der Cinebench-Score hat denselben Wert wie beim Kaltstart (R15 Multi 133 Punkte).

 24.2 °C25.7 °C24.9 °C 
 24.1 °C24.8 °C24.3 °C 
 23.3 °C23.8 °C23.8 °C 
Maximal: 25.7 °C
Durchschnitt: 24.3 °C
25.1 °C27.1 °C26.2 °C
24.5 °C25.6 °C24.7 °C
24 °C24.4 °C24.1 °C
Maximal: 27.1 °C
Durchschnitt: 25.1 °C
Netzteil (max.)  29 °C | Raumtemperatur 21.2 °C | FIRT 550-Pocket
Idle Oberseite Base
Idle Oberseite Base
Idle Unterseite Base
Idle Unterseite Base
Last Oberseite Base (Tast. ausgeblendet)
Last Oberseite Base (Tast. ausgeblendet)
Last Unterseite Base
Last Unterseite Base

Lautsprecher

Auch Lautsprecher haben ihren Weg in das kleine Chassis gefunden, inklusive einer Dolby Anwendung für die Optimierung des Klangs. 

Die Dolby Atmos-Lautsprecher ermöglichen ein fesselndes Sounderlebnis in Kinoqualität und geben dir das Gefühl, mittendrin zu sein. - Lenovo Website

Nun ja, so richtig mittendrin fühlten wir uns nicht. Irgendwelche Tiefen können die kleinen Treiber nicht abbilden, das Spektrum liegt auf den Mitten und Höhen, letztere werden recht geräumig und laut abgespielt, was man von den winzigen Öffnungen gar nicht erwarten würde. Bei höchstem Pegel kommt es nicht zu Verzerrungen. 

Das Mikrofon macht seine Sache zufriedenstellend, nicht mehr aber auch nicht weniger. Sprache, aufgezeichnet in 50 bis 100 cm Entfernung vom Gerät (auf Schreibtisch stehend), wird rauscharm, aber auch etwas blechern verzerrt aufgenommen. Je weiter sich der Sprecher darüber hinaus vom Gerät entfernt oder abwendet (nicht mehr in die Richtung des Yoga Book spricht), umso stärker wird der metallische Klang und deutliche Verzerrungen treten auf. Das Dual Array Mikrofon befindet sich oben am Bildschirm.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2031.332.831.32529.532.529.53130.136.930.14028.329.928.35026.631.226.66326.826.326.88026.726.326.710026.526.626.51252824.72816031.224.131.220032.622.232.62503021.53031537.120.737.140053.22053.250053.819.253.863056.618.556.6800541854100056.71856.7125059.517.559.5160060.317.260.3200053.917.553.9250055.917.455.9315063.217.663.2400060.617.860.650006117.861630050.117.950.1800050.117.950.11000055.917.855.91250053.417.753.41600040.722.140.7SPL70.430.270.4N25.31.425.3median 53.8Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTEmedian 18median 53.8Delta8.32.28.333.532.233.53231.73235.131.835.131.631.431.632.430.432.430.326.830.328.526.828.529.526.129.533.52633.536253638.224.338.238.922.738.947.22247.25621.35652.520.652.561.419.661.46819.16865.118.865.158.918.658.963.718.863.762.618.362.663.418.663.466.218.666.265.118.765.158.318.858.355.918.955.956.719.156.750.81950.844.818.844.836.318.736.374.931.274.9331.633median 56Huawei MateBook m5-6Y54median 19median 5610.41.310.4hearing rangehide median Pink Noise
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE Audio Analyse

(-) | Nicht sonderlich laut spielende Lautsprecher (67 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 22.9% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (7.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.3% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (12.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (11.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (24.8% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 65% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 12% vergleichbar, 24% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 11%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 67% aller getesteten Geräte waren besser, 7% vergleichbar, 26% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Huawei MateBook m5-6Y54 Audio Analyse

(-) | Nicht sonderlich laut spielende Lautsprecher (67 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 18.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (8.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 5.9% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (14.5% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (7.9% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (26.5% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 76% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 2% vergleichbar, 22% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 11%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 76% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 19% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch liegt unterhalb der Konkurrenz, das sollte auf Grund der deutlich schwächeren Leistung auch so sein. Last Average und Last Max sind auf Grund des thermischen Throttling ident. Das HP Elite x2 1012 G1 benötigt die meiste Energie, es ist auch das 2in1 mit der höchsten Prozessorleistung in diesem Vergleich.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 3.8 / 2.6 Watt
Idledarkmidlight 2 / 4.6 / 5.7 Watt
Last midlight 11.5 / 11.5 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Z8550, HD Graphics 400 (Braswell), 64 GB eMMC Flash, IPS , 1920x1080, 10.1
Dell Latitude 11 5175
6Y57, HD Graphics 515, Samsung PM871 MZYLN256HCHP, IPS, 1920x1080, 10.8
HP Elite x2 1012 G1
6Y54, HD Graphics 515, Liteon L8H-256V2G, IPS, 1920x1280, 12.1
Huawei MateBook m5-6Y54
6Y54, HD Graphics 515, SanDisk SD8SN8U256G1027, IPS, 2160x1440, 12
Microsoft Surface Pro 4, Core i5, 128GB
6300U, HD Graphics 520, Samsung MZFLV128 NVMe, IPS, 2736x1824, 12.3
Stromverbrauch
-30%
-92%
-128%
-89%
Idle min *
2
2.7
-35%
3.7
-85%
7.4
-270%
4.4
-120%
Idle avg *
4.6
5.8
-26%
6.8
-48%
11.6
-152%
9
-96%
Idle max *
5.7
6.6
-16%
7.6
-33%
11.6
-104%
10.7
-88%
Last avg *
11.5
15.2
-32%
22.5
-96%
16.8
-46%
19.6
-70%
Last max *
11.5
16.1
-40%
34.5
-200%
19.1
-66%
19.9
-73%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Lenovo spricht von 13 Stunden (MobileMark 2007), wir ermitteln gut 8 Stunden im WiFi-Test des Webbrowsers. Wer sich also sparsam anstellt, der kann auch mal zehn Stunden erreichen. 13 Stunden halten wir, auch bei mittlerer Helligkeit von 150 cd/m², für abwegig. Die von uns ermittelten 19 Stunden sind theoretischer Natur, denn kaum jemand wird sein Yoga Book mit nur 2,5 cd/m² laufen lassen. Das ist fast schon völlige Finsternis auf dem Display. Es mag jedoch Eingabe-Szenarien geben, in denen der Nutzer auf dem Papier beschäftigt ist und das Display solange auf die geringste Helligkeit setzt. Eine Display-Off-Taste besitzt das Keyboard nicht.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
19h 13min
Surfen über WLAN v1.3
8h 18min
Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE
Z8550, HD Graphics 400 (Braswell), 32 Wh
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
6Y30, HD Graphics 515, 38 Wh
Dell Latitude 11 5175
6Y57, HD Graphics 515, 35 Wh
HP Elite x2 1012 G1
6Y54, HD Graphics 515, 37 Wh
Huawei MateBook m5-6Y54
6Y54, HD Graphics 515, 33 Wh
Akkulaufzeit
-17%
-23%
-24%
-53%
Idle
1153
791
-31%
793
-31%
732
-37%
478
-59%
WLAN
498
488
-2%
426
-14%
443
-11%
263
-47%
Last
138
172
130
106
H.264
411
432

Fazit

Pro

+ Design und Stabilität
+ Griffiges Scharnier
+ Gutes Feedback der Touch-Tasten
+ Sehr gut bedienbares Touchpad
+ Zeichnen & Schreiben auf Papier
+ Akku Tageslaufzeit
+ helles, kontraststarkes Display
+ Gute 8 MP Kamera

Contra

- kaum Anschlüsse
- Kein DIN A5 Papierformat
- Lahme eMMC
- Keinerlei Wartung möglich
Sketchbook für Kreative, Lenovo Yoga Book 2016 - zur Verfügung gestellt von Cyberport
Sketchbook für Kreative, Lenovo Yoga Book 2016 - zur Verfügung gestellt von Cyberport

Aufklappen, mitschreiben und kreativ denken. Das Yoga Book scheint tatsächlich ein großer Wurf, denn so viele Eingabemethoden in einem Gerät und Stifteingabe auf dem Papier hat es bisher noch nicht gegeben. 

Kann ich jetzt mein Notebook wegwerfen, denn als Windows-2in1 kann ich auch mein Outlook etc. darauf nutzen? Nein, denn in erster Linie ist das Yoga Book als Eingabe-Schnittstelle zu verstehen. In der Vorlesung, im technischen Praktikum, beim Jour Fixe oder bei der Begehung des Messestandes: Yoga Book aufklappen, Notizen machen bzw. kreativ etwas „zu Papier bringen“ und selbiges auf dem OneDrive ablegen. Größere Nachbearbeitungen oder das Zusammenbringen in mächtigen DTP-Tools wie Adobe InDesign oder Photoshop erfolgt dann am rechenstarken Laptop/PC. 

Seine Attraktivität gewinnt das Yoga Book einerseits aus der natürlichen Stifteingabe per Papier. Andererseits ist es ein vollwertiges Windows, Nutzer können ihre kreativen Werke oder Notizen in den gewohnten Desktop-Apps weiterleiten oder im begrenzten Umfang bearbeiten. 

Die Doktorarbeit wird nach wie vor mit einer guten Laptop- oder Desktop-Tastatur geschrieben. Aber der Weg dorthin kann mit dem Yoga Book einfacher werden. Der Nutzer ist nicht mehr an die Einschränkungen gewisser Tools oder Eingabegeräte gebunden.

Alternativen haben Käufer aktuell keine. Kein 2in1 im Markt bietet diese Kombination aus extrem hoher Mobilität (Laufzeit, Gewicht, Chassis), Eingabemethoden nach Gusto (Touch- und AnyPen am Bildschirm; Touch oder Papier-Pen auf Kreativpad, Tastatur / Mousepad) und Windows-Apps (gewohnte Office-Tools).

Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE - 25.10.2016 v5.1
Sebastian Jentsch

Gehäuse
91 / 98 → 93%
Tastatur
72%
Pointing Device
76%
Konnektivität
46 / 80 → 57%
Gewicht
80 / 78 → 100%
Akkulaufzeit
91%
Display
87%
Leistung Spiele
46 / 68 → 68%
Leistung Anwendungen
38 / 87 → 44%
Temperatur
94%
Lautstärke
100%
Audio
55 / 91 → 60%
Kamera
71 / 85 → 83%
Durchschnitt
73%
86%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Notebook Testberichte > Test Lenovo Yoga Book 2016 Windows 64GB LTE Convertible
Autor: Sebastian Jentsch, 28.10.2016 (Update:  7.11.2016)
Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch - Senior Editor
Computer haben mich schon zeitig interessiert. Mit 14 habe ich die ersten PCs für die Verwandtschaft zusammengesteckt, mit der 90er Jahre waren das 80286er bis 486er bis zum Pentium 1. Was lag da naeher als Produkt-Tester zu werden? Seit 2007 verfolge ich die Welt der Windows-Laptops und Convertibles. Heute will ich auch bei Staubsauger-Robotern, Brotbackautomaten oder Bewässerungscomputern die Spreu vom Weizen trennen, weshalb ich als freier Redakteur auch fuer andere Test-Websites unterwegs bin.