Notebookcheck

Überraschung im Herbst: Google Pixel 4 per Radar berührungslos steuerbar?

Dank Soli Radar-Integration könnte das Google Pixel 4 eine innovative, berührungslose Interaktionsmöglichkeit bieten.
Dank Soli Radar-Integration könnte das Google Pixel 4 eine innovative, berührungslose Interaktionsmöglichkeit bieten.
Es gibt ein neues Pixel 4 360 Grad-Video, diesmal zum kleineren Bruder, auch neue Screen-Protektoren sollen uns die Pixel 4-Familie näher bringen, doch das wirklich spannende verbirgt sich in einem ungewöhnlichen Ausschnitt am rechten oberen Rand. Jemand schon mal was von Soli Radar gehört?

Ja, auch wir fühlten uns ein wenig vor den Kopf gestoßen, als die ersten Bilder zum Pixel 4 XL von Google in den Posteingang flatterten - zurück zum dicken schwarzen Rand lautete wohl die Devise bei Google - nicht gerade der beste erste Eindruck nach dem Notch-Desaster im Pixel 3 XL. Schon in diesen frühen Renderbildern gab es rechts oben einen kleinen, pillenförmigen Ausschnitt zu sehen, der Rätsel aufgab - etwas ähnliches haben wir auf anderen Smartphones bisher nicht gesehen.

Im Ausschnitt rechts oben könnten sich moderne Soli Radar-Sensoren verbergen.
Im Ausschnitt rechts oben könnten sich moderne Soli Radar-Sensoren verbergen.

Google Pixel 4 im 360 Grad-Video

In den gerade frisch geleakten Bildern von Displayschutzfolien zu Pixel 4 und Pixel 4 XL (siehe unten) zeigt sich diese ovale Aussparung an der rechten Seite erneut, zusätzlich zu den zwei Selfie-Cams an der linken Seite. Offenbar benötigt Google also sehr viel Platz um jede Menge Sensoren an der Front der kommenden Google Pixel-Generation unterzubringen, womit der etwas altbacken wirkende Rand gerechtfertig wäre. Schon bisher wurde vermutet, dass Google in diesem Jahr endlich eine gleichwertige Antwort auf Googles Face ID Gesichtserkennung mittels 3D-Sensoren implementieren könnte - doch selbst hierfür wäre nicht soviel Platz nötig, wie etwa das Beispiel Mate 30 Pro als kommendes Huawei-Flaggschiff mit ähnlicher Technologie zeigt. Bevor wir uns ansehen, was Google hier konkret geplant haben könnte, hier noch die aktuellen Leaks, Renderbilder mit Pixel 4 und Pixel 4 XL im Vergleich und das 360 Grad-Video vom Leaker Steve Hemmerstoffer zum kleineren Pixel 4. 


Google mit Soli Radar-Integration im Pixel 4?

Widmen wir uns zum Abschluss nun also dem Geheimnis hinter der ovalen Aussparung auf den Pixel 4- und Pixel 4 XL-Leaks. Obwohl noch nicht bestätigt, vermuten Beobachter hier eine Integration eines Soli Radar-Moduls, bei dem es sich vereinfacht gesagt um eine miniaturisierte Radar-Einheit zur Erkennung von Gesten handelt, die ohne Berührung des Displays sehr gezielte Aktionen auslösen können. Wem das bekannt vorkommt - ja, derartiges bewirbt auch LG am G8 ThinQ, mittels Soli Radar-Technik dürften allerdings deutlich präzisere Gesten möglich sein, etwa das virtuelle Drehen eines Reglers. Selbst minimale Bewegungen soll das System korrekt interpretieren, deutlich besser als Kameras das je könnten, wie Emre Karagozler, Technik-Boss beim Soli Radar-Projekt aus Googles Experimentierbude ATAP im Video unten erklärt. Die Technologie wäre ideal für kleine Umgebungen wie Smartphones geeignet, zumal sie sich stark miniaturisieren lässt - die Tatsache, dass Google recht offen über die Vorteile von Soli Radar spricht, lässt die Gerüchte über eine Integration in die Pixel 4-Generation jedenfalls durchaus glaubwürdig erscheinen. Eventuell könnte sich das Pixel 4 im Herbst trotz der konservativen Optik als veritable Überraschung entpuppen.
 

 
Alle 2 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2019-07 > Überraschung im Herbst: Google Pixel 4 per Radar berührungslos steuerbar?
Autor: Alexander Fagot, 21.07.2019 (Update: 21.07.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.