Zweifelhafter Engpass: US-Händler hortet massenhaft 128GB DDR5 RAM für 4.199 Dollar

Amerikanische Schnäppchenjäger gehen oftmals zu Micro Center, um dort Rabatte auf wichtige PC-Komponenten zu finden. Leider ist auch dieser beliebte US-Händler von der Speicherknappheit nicht verschont geblieben. Ein Reddit-Beitrag hat Aufmerksamkeit erregt, nachdem dort ein 128GB-DDR5-RAM-Kit mit einem schockierend hohen Preisschild von 4.199 US-Dollar zu sehen gewesen ist. Da die Regale weiterhin voll sind, werfen Spieler der Branche vor, Käufer auszunutzen.
Ein Kauferlebnis, das jeden PC-Fan abschrecken würde
Der Reddit-Nutzer Hell-Diver7 hat es kaum glauben können, nachdem er sich den Bestand in einer Micro-Center-Filiale angesehen hat. Eine besonders auffällige Entdeckung sind 2 64GB-Module Corsair Vengeance DDR5-6400 RAM gewesen, die teurer ausgezeichnet waren als einige RTX-5090-GPUs. Inzwischen sind die Module auf der Website des Händlers glücklicherweise günstiger erhältlich. Dennoch haben viele der auf den Bildern gezeigten Produkte bisher keine Preissenkung erfahren.
Das Phänomen ist nicht auf einen einzelnen Händler beschränkt. Roth_Skyfire erklärt, dass es in seiner Region "so viele, Hunderte RAM-Kits auf Lager gibt, alle etwa zum Fünffachen des ursprünglichen Preises". Er behauptet, es gebe keine Speicherknappheit, "sondern nur überteuerte Waren, für die niemand zahlen will".
Da Hersteller wie Samsung und Micron KI-Rechenzentren beliefern, sind auch die SSD-Preise stark gestiegen. Selbst im Angebot müssten Käufer für ein 4TB WD Black NVMe M.2-Laufwerk 598 Euro ausgeben. Wie schon beim DRAM droht Micro Center auch bei diesen Speicherlösungen nicht der Lagerbestand auszugehen.
Führt die geringe Nachfrage zu sinkenden RAM-Preisen?
Einige Spieler gehen davon aus, dass dieses Überangebot auf einen bevorstehenden Preissturz bei Speicher hindeutet. Andere Corsair-Vengeance-SKUs sind bei verschiedenen Händlern bereits erschwinglicher geworden. Dennoch könnten die Preise auf absehbare Zeit hoch bleiben, auch wenn Verbraucher ihr Budget nur ungern stärker belasten.
Falls ein aktueller Bericht über Samsung zutrifft, ist die Nachfrage von Unternehmenskunden weiterhin hoch. Eine koreanische Tech-Seite hat sogar offengelegt, dass das Unternehmen langfristige Verträge zu Preisen abgeschlossen hat, die 30 Prozent über dem Vorquartal liegen. Solange KI-Unternehmen weiter in Infrastruktur investieren, konzentrieren sich die Fabriken auf High-Bandwidth Memory, kurz HBM.
Einige Analysten halten mögliche Rabatte bei DRAM für Endkunden nur für vorübergehend. Ebenso ist es möglich, dass die DDR5-Preise weiter steigen. Die Kits, die Käufer in großer Zahl in den Regalen sehen, könnten bereits vor vielen Monaten produziert worden sein. Unabhängig davon geraten die Hersteller wegen der schwächeren Verkäufe im Einzelhandel nicht in Panik, da ihre Prioritäten derzeit anderswo liegen.















