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iOS: Lokaler Speicher für maschinelles Lernen

Siri soll den Nutzer besser kennenlernen, um ihm bessere Tipps geben zu können. Dafür sammelt das Betriebssystem zahlreiche Daten.
Siri soll den Nutzer besser kennenlernen, um ihm bessere Tipps geben zu können. Dafür sammelt das Betriebssystem zahlreiche Daten.
Damit das Betriebssystem aus Nutzereingaben lernen kann, werden diese auf dem Gerät gespeichert. Bis zu 200 MByte sind es laut Apple.

Zahlreiche Menschen arbeiten bei Apple daran, maschnelles Lernen voranzubringen. Apple nutzt die automatische Analyse von Daten und die daraus gezogenen Rückschlüsse bereits in vielen Bereichen, beispielsweise, um die Nutzungszeit zu verlängern, um Diebstähle festzustellen oder Betrug im Apple Store zu verhindern.

Journalist Steven Levy hat einen ganzen Tag lang einen tiefen Einblick in Apples Aktivitäten im Bereich künstliche Intelligenz und maschnelles Lernen bekommen. Um das maschinelle Lernen auch lokal zu ermöglichen, wird auf jedem iOS-Gerät Speicherplatz reserviert, in dem die nötigen Daten über den Nutzer gesammelt werden, so schreibt Levy. Bis zu 200 MByte können das sein, ältere Daten werden dabei immer wieder gelöscht. Hier landen beispielsweise die Tastatureingaben des Nutzers, die Nutzungsdaten von Apps und weitere Nutzerdaten. Diese können dann direkt auf dem Gerät ausgewertet werden und müssen nicht an die Cloud gesendet werden, was die Datensicherheit für die Nutzer erhöht. Bei einem iCloud-Backup werden die Daten so gespeichert, dass Dritte keinen Zugriff darauf haben.

Es gibt ein "Wissensbasis", also eine Datenbank, die mit diesen Informationen abgeglichen wird und dazulernt. Natürlich braucht diese Datenbank aber Daten, um lernen zu könenn. Damit dies eben nicht die persönlichen Daten der Nutzer sein müssen, nutzt Apple öffentlich verfügbare Datensätze, um die "Wissensbasis" ständig zu trainieren und weiterzuentwickeln. Erst auf dem Endgerät erfolgt dann die Verknüpfung der Datenbank mit den Daten der Nutzer. Sollten wirklich genauere Daten nötig sein, so versucht man diese stets zu anonymisieren.

Das klingt auf den ersten Blick gut und sehr nutzerfreundlich, man sollte aber auch nicht vergessen, dass Steven Levy hier bei einem PR-Event von Apple war. Im Endeffekt ist jeder Nutzer selbst dafür verantwortlich, welche Daten er oder sie seinem iPhone preisgibt.

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Autor: Florian Wimmer, 26.08.2016 (Update: 26.08.2016)
Florian Schmitt
Florian Schmitt - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.