Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 Notebook

Sven Kloevekorn, 14.01.2014

Graue Eminenz. Lenovo richtet sich mit seiner E540-Serie an Business-User, die auf der Suche nach einem preiswerten, individuell konfigurierbaren Arbeitsgerät im 15,6-Zoll-Format sind und setzt dabei weniger auf Mobilität als auf seine bewährten ThinkPad-Eingabegeräte. Das Ergebnis weiß trotz eines in dieser Preisklasse wohl unvermeidlichen Pferdefußes durchaus zu gefallen.

Genügt Lenovos neue Serie ThinkPad Edge E540 den Ansprüchen, die an günstige Business-Notebooks gestellt werden?
Genügt Lenovos neue Serie ThinkPad Edge E540 den Ansprüchen, die an günstige Business-Notebooks gestellt werden?

Lenovo bietet diverse Varianten seiner E540-Notebooks an. Bei einem großen Preisvergleich konnten wir zum Testzeitpunkt mindestens acht verschiedene schwarze bzw. graue Modelle finden, die sich in Sachen CPU, Display (Auflösung, mit oder ohne Touch), Arbeitsspeichergröße, Massenspeicher (HDD oder HDD + SSD-Cache, Kapazität), Grafiklösung (On-Chip oder dediziert) und Betriebssystem unterscheiden. Direkt auf Lenovos Seite zur E540-Serie kann man außerdem noch Varianten in Rot oder mit 128-GB-SSD bestellen, zwischen zwei verschiedenen WLAN-Modulen wählen oder sich für einen stärkeren Akku entscheiden. Die Preisspanne beim Preisvergleich reichte am 09.01.2014 von 520 bis 1.084 Euro.

Als Vergleichsgeräte ziehen wir für den Test zwei aktuelle Notebooks heran, die ebenfalls in der Office-Welt zuhause sind. Da wäre zum einen das Dell Latitude 3540, das mit der gegenüber dem Testgerät sparsameren Intel ULV-CPU Core i5-4200U ins Rennen geht, bei Spielen von der dedizierten Grafikkarte AMD Radeon HD 8850M profitieren kann und außerdem als einziges der drei Notebooks einen Bildschirm in Full-HD-Auflösung mitbringt. Dafür ist das Dell auch 50 bis 100 Euro teurer als das Testgerät. Das HP ProBook 450-H0V92EA ist aktuell schon ab 540 Euro zu bekommen und somit das günstigste Gerät des Test-Triumvirats. Hier kommt mit dem Intel Core i3-3120M noch eine CPU der verflossenen Ivy-Bridge-Generation zum Einsatz, während bei den beiden anderen Geräten Haswell-Chips verbaut werden. Von der sonstigen Austattung her ist das HP dem Testgerät recht ähnlich.

Wie sich das Lenovo ThinkPad E540 20C60041 als Office-Rechner im Vergleich zur Konkurrenz schlägt und welche Eigenschaften die neue E540-Serie auszeichnen, verrät unser ausführlicher Test.

Gehäuse

Grauer Kunststoff, wohin man schaut. Dass unser Thinkpad Edge als Arbeitsnotebook konzipiert wurde, lässt schon die nüchterne Farbgebung vermuten. Deckelrückseite und Displayrahmen sind in einem handschmeichelnden Softtouch-Finish gehalten, das leider trotzdem leicht empfindlich für Fingerabdrücke ist. Das gilt auch für die Oberseite der Base, die im selben, seidenmatt schimmernden Farbton gehalten ist, sich aber etwas glatter anfühlt. Die Unterseite, die von den beiden Wartungsklappen dominiert wird und zahlreiche Lüftungsöffnungen aufweist, ist schwarz und für bessere Griffigkeit leicht texturiert.

Die Base lässt sich schon mit geringem Kraftaufwand leicht verwinden, hinterlässt aber nicht zuletzt wegen der kaum zu beanstandenden Verarbeitung einen soliden Eindruck. Optische Akzente setzen die beiden markanten ThinkPad-Logos auf Deckel und Base, deren i-Punkte als rote LEDs ausgeführt sind, sowie ein schmaler silberner Streifen, der die Außenkanten des Bildschirmrahmens einfasst. Dieser Streifen weist im Bereich einer der Rundungen einen kleinen Grat auf, der wohl bei der Herstellung im Spritzgussverfahren entstanden ist und nicht richtig nachbearbeitet wurde.

Die Standfüße sind rutschhemmend gummiert. Auch bei den Lüftungsschlitzen hat Lenovo mitgedacht, denn diese sind von innen mit Staubfiltern hinterlegt.

Mit rund 2,4 kg Gewicht und einer Bauhöhe von fast 3 cm gehört das E540 ebenso wie die beiden Vergleichsgeräte eher zu den dickeren und schwereren 15,6-Zoll-Notebooks.

Ausstattung

Der Portreplikator stellt nur Anschlüsse zur Verfügung,...
Der Portreplikator stellt nur Anschlüsse zur Verfügung,...
...über die auch das Notebook selber verfügt, erspart einem aber das Umstecken.
...über die auch das Notebook selber verfügt, erspart einem aber das Umstecken.

Die Anschlussvielfalt ist ausreichend, mehr aber auch nicht, und entspricht dem Standard, der in dieser Klasse erwartet werden kann. eSATA, DisplayPort etc. sucht man vergebens, dafür ist der im Business-Segment nach wie vor unverzichtbare VGA-Ausgang, der auf das Jahr 1987 (!) zurückgeht, vorhanden. Das Format des E540 hat es dem Hersteller erlaubt, alle Ports in Standardgröße auszuführen, sodass man keine Adapter mit sich herumschleppen muss. Anlass zu Kritik gibt die wenig ergonomische Positionierung der Anschlüsse, die zum größten Teil vorne gelandet sind, wo eingesteckte USB-Sticks und Kabel stören können.

Eine Besonderheit der E540-Serie ist der universelle Stromanschluss namens OneLink, über den auch der optionale Portreplikator OneLink Dock mit dem Notebook verbunden werden kann, der u.a sogar einen eigenen Monitoranschluss mitbringt. Das Kopieren einer großen Datei über USB 3.0 ergab den erwarteten Datendurchsatz.

Linke Seite: Kensington, Hauptlüftungsschlitze, VGA, HDMI, 2x USB 3.0, Audio analog in/out 3,5 mm Klinke
Linke Seite: Kensington, Hauptlüftungsschlitze, VGA, HDMI, 2x USB 3.0, Audio analog in/out 3,5 mm Klinke
Rechte Seite: USB 2.0, DVD, Ethernet, Strom/OneLink
Rechte Seite: USB 2.0, DVD, Ethernet, Strom/OneLink
In Sachen Zugänglichkeit der Hardware können sich die meisten anderen Notebook eine Scheibe vom E540 abschneiden.
In Sachen Zugänglichkeit der Hardware können sich die meisten anderen Notebook eine Scheibe vom E540 abschneiden.

Kommunikation

Prima: Das WLAN-Modul Intel Dual Band Wireless-AC 7260 beherrscht neben den herkömmlichen Funkmodi und Bluetooth 4.0 den kommenden, noch nicht endgültig verabschiedeten WLAN-Standard IEEE 802.11ac und kann allgemein auch das weniger stark frequentierte 5-GHz-Band nutzen. Wenn man auf diese Features Wert legt, muss man etwas aufpassen, da Lenovo auch Varianten des E540 mit herkömmlichem WLAN-Modul anbietet.

Sicherheit 

Das einzige hardwarebasierte Sicherheitsfeature, das Lenovo optional anbietet, ist ein Fingerprint Reader, der bei unserem Testgerät auch vorhanden ist und sich über den Lenovo Fingerprint Manager problemlos einrichten lässt. Allerdings kann damit nur die Eingabe des Kennwortes bei der Windows-Anmeldung ersetzt werden; man meldet sich also entweder über die Eingabe des Kennwortes an oder über den Scanner. Und das Windows-Kennwort ist mit entsprechenden Tools ja bekanntlich leicht zu ermitteln, sodass gegenüber der herkömmlichen Anmeldung keine Verbesserung der Sicherheit erreicht wird. Mehr als ein Gimmick scheint sich hinter dem vermeintlichen Sicherheitsfeature also nicht zu verbergen. Das ist leider bei vielen Notebooks so üblich.   

Zubehör

Das Zubehör von Lenovo kann man sich hier ansehen. Neben dem Portreplikator gibt es u. a. noch einen stärkeren Akku mit 62 statt 48 Wh. Mitgeliefert werden bei unserem Exemplar nur einige Hinweis- und Garantieunterlagen sowie vier Recovery-Medien für Windows 8 und die vorinstallierten Applikationen.

Wartung

Vorbildlich: Wie das Foto zeigt, bieten gleich zwei Wartungsklappen einfachen Zugang auf Mainboard-Batterie, WLAN-Modul (kleine Klappe) sowie HDD, RAM-Bänke und Lüfter (große Klappe). Besser geht's nicht.   

Garantie

Das Lenovo E540 kommt standardmäßig mit einer einjährigen Depot- & Carry-in-Garantie. Erweiterte und damit kostenpflichtige Garantieoptionen wie die Verlängerung auf bis zu fünf Jahre, Vor-Ort-Service oder einen Unfallschutz findet man auf der entsprechenden Lenovo-Seite.

Eingabegeräte

Tastatur

Lenovo bewirbt die E540-Serie unter anderem mit seiner bewährten ThinkPad-Tastatur, die professionellen Ansprüchen genügen soll. Das ist unserer Meinung nach auch der Fall. Zunächst ist festzustellen, dass man es hier endlich mal wieder mit einem Keyboard zu tun hat, das über einen nennenswerten Tastenhub verfügt. Die leicht rauen Tasten sind konkav geformt, was blindes Schreiben vereinfachen kann. Der Druckpunkt ist deutlich spürbar, der Anschlag wird leicht abgefedert, was Ermüdungserscheinungen vorbeugen soll. Die beim Schreiben entstehenden Geräusche sind uns nicht als laut aufgefallen. Einige Tasten wie die für das Abstellen des Sounds verfügen über eigene Status-LEDs — ambitioniert. Noch besser wäre allerdings eine Tastaturbeleuchtung. Für die schnelle Erfassung von Zahlen gibt es einen Nummernblock.

Kein ThinkPad ist ohne den typischen roten TrackPoint denkbar, der praktische Nutzen hält sich für den Tester allerdings in engen Grenzen. Wer's mag, hat ihn, wer nicht, wird nicht gestört.

Nicht so schön ist die etwas eigenwillige Anordnung der Tasten, an die man sich freilich gewöhnen kann. Am meisten hat den Tester irritiert, dass es sich bei der Taste ganz unten links nicht wie üblich um die STRG-, sondern um die FN-Taste handelt. Allerdings lassen sich die beiden Tasten im UEFI/BIOS tauschen, sind dann aber natürlich falsch beschriftet. Auch die Position der Druck-Taste in der untersten Reihe und das Fehlen der Pause-Taste sind nicht optimal. Gleichwohl lässt es sich mit dem Keyboard des Lenovo ThinkPads E540 angenehm arbeiten. 

Touchpad

Besonderes hat uns das minimal angeraute Clickpad gefallen, das Gesten mit bis zu vier Fingern registriert und sich bis ins letzte Detail konfigurieren lässt. Genauigkeit und Empfindlichkeit (einstellbar) der angenehm großen Fläche ordnen wir nahe an der Grenze zur Perfektion ein, nie kam es im Test zu Aussetzern oder nicht erkannten Klicks. Die mechanisch nicht abgesetzten Maustasten haben einen für den Geschmack des Autors optimalen Widerstand und bieten ein klares haptisches Feedback.

Display

Ein leidiges Thema — und das nicht nur bei günstigeren Notebooks wie unserem Lenovo ThinkPad E540 20C60041 — sind billige TN-Panels mit zu geringer Auflösung. Das Testgerät kommt mit seinen 1.366 x 768 Pixeln (16:9) nur auf bescheidene 100 ppi. Immerhin ist es matt und zeigt nach erfolgter Kalibrierung eine subjektiv angenehme Farbdarstellung. Alternativ bietet Lenovo Modelle mit einem 10-Punkt-Touchscreen in Full-HD-Auflösung an, über den wir keine näheren Informationen gefunden haben. Auch die Helligkeit von nur maximal 233 cd/m², die wenigstens auch im Akkubetrieb erreicht wird, lässt zu wünschen übrig.

Aus der geringen Helligkeit und dem bescheidenen Kontrast von nur 289:1 errechnet sich dann der zu hohe Schwarzwert von 0,8 cd/m², der tiefes Schwarz (RGB 0,0,0) grau erscheinen lässt. Die Ausleuchtung geht in Ordung, Screen Bleeding ist kein Thema.

Nicht besser macht es unser HP ProBook (Einzelwertung Display: 69 %), während sich das Dell Latitude 3540 mit seiner Full-HD-Auflösung und einer Bewertung des Bildschirms von 79 % deutlich absetzen kann, obwohl es kaum heller ist als das Testgerät.

201
cd/m²
212
cd/m²
231
cd/m²
202
cd/m²
231
cd/m²
233
cd/m²
215
cd/m²
210
cd/m²
220
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 233 cd/m²
Durchschnitt: 217.2 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 231 cd/m²
Schwarzwert: 0.80 cd/m²
Kontrast: 289:1

Große Farbräume sind vor allem für (semi-)professionelle Bildbearbeiter wichtig, die sich deshalb nicht für das E540 entscheiden sollten. Selbst der kleine sRGB-Farbraum wird nicht ansatzweise abgedeckt, vom größeren AdobeRGB-Farbraum ganz zu schweigen, dessen Farbumfang das Display nur zu 35 % abbilden kann. Ebenfalls zu wünschen übrig lässt die Farbtreue. Sowohl ColorChecker als auch Greyscale weisen einen durchschnittlichen DeltaE-Wert von über 12 aus, was sich wieder einmal in einem deutlichen Blaustich niederschlägt.

CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN ColorChecker
CalMAN ColorChecker
CalMAN Farbsättigung
CalMAN Farbsättigung
Lenovo ThinkPad Edge E540 vs. AdobeRGB
Lenovo ThinkPad Edge E540 vs. AdobeRGB
Lenovo ThinkPad Edge E540 vs. sRGB
Lenovo ThinkPad Edge E540 vs. sRGB
Screen
Brightness Center (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
231 cd/m² ∼33%
Dell Latitude 3540
240 cd/m² ∼34%
HP ProBook 450-H0V92EA
214 cd/m² ∼31%
Black Level (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
0.80 cd/m² * ∼16%
Dell Latitude 3540
0.33 cd/m² * ∼7%
HP ProBook 450-H0V92EA
0.67 cd/m² * ∼13%
Contrast (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
289 :1; ∼18%
Dell Latitude 3540
727 :1; ∼45%
HP ProBook 450-H0V92EA
319 :1; ∼20%
Colorchecker DeltaE2000 (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
12.22 * ∼81%
Dell Latitude 3540
4.63 * ∼31%
HP ProBook 450-H0V92EA
11.77 * ∼78%
Greyscale DeltaE2000 (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
12.47 * ∼83%
Dell Latitude 3540
5.07 * ∼34%
HP ProBook 450-H0V92EA
11.53 * ∼77%
Gamma (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
2.2 * ∼44%
Dell Latitude 3540
2.54 * ∼51%
HP ProBook 450-H0V92EA
2 * ∼40%
Color Space (Percent of AdobeRGB 1998) (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
35.2 % ∼35%
Dell Latitude 3540
44.95 % ∼45%
HP ProBook 450-H0V92EA
35.76 % ∼36%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
 
Dell Latitude 3540 Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8850M, WDC Scorpio Blue WD7500BPVX-75JC3T0
 
HP ProBook 450-H0V92EA Intel Core i3-3120M, Intel HD Graphics 4000, Seagate Momentus Thin ST500LT0 12-9WS142

* ... kleinere Werte sind besser

Matt ist gut für draußen, die geringe Helligkeit weniger. In den meisten Situationen wird man aber einen Weg finden, sich so zu positionieren, dass man einigermaßen blendfrei arbeiten kann.

Im Schatten (bewölkter Tag) kann man arbeiten,...
Im Schatten (bewölkter Tag) kann man arbeiten,...
...mit Lichtquellen wie dem Himmel im Hintergrund...
...mit Lichtquellen wie dem Himmel im Hintergrund...
...wird es schwierig. Ist die Lichtquelle die Sonne, kann man das Gerät zuklappen.
...wird es schwierig. Ist die Lichtquelle die Sonne, kann man das Gerät zuklappen.

Die Blickwinkelstabilität fällt naturgemäß gering aus. Am besten kommt der Bildschirm noch mit Einblickwinkeln von oben zurecht, wo nachlassende Kontraste für einen milchigen Eindruck sorgen. Beim Blick von unten und von den Seiten sieht das anders aus, hier zeigt sich das Display des Lenovo ThinkPad E540 20C60041 sogar noch etwas empfindlicher als die meisten anderen, aktuellen TN-Panels.

Bei diesem Display ist entweder Stillsitzen oder Toleranz gegenüber Fehldarstellungen angesagt.
Bei diesem Display ist entweder Stillsitzen oder Toleranz gegenüber Fehldarstellungen angesagt.

Leistung

Die in unserem Testgerät verbaute CPU Intel Core i3-4000M (2 x 2,4 GHz, kein Turbo, Hyperthreading, TDP 37 W) ist für einen durchschnittlichen Office-Rechner dieser Größe, der nicht schwerpunktmäßig mobil ohne Netzanschluss genutzt werden soll, eine gute Wahl und wird durch die übliche Bürosoftware zumeist unterfordert. Die CPU macht auch bei rechenintensiveren Programmen wie etwa Adobe Photoshop Lightroom 4 nicht schlapp. Wer nicht bei Photoshop mit riesigen Dateien hantiert oder Videoschnitt betreibt, dürfte die 4 GB RAM kaum ausschöpfen.

Systeminformationen Lenovo ThinkPad Edge E540 (20C60041)

Prozessor

Durch die TDP von 37 Watt eignet sich die im 22-nm-Prozess gefertigte Haswell-CPU nur für größere Notebooks ab 14 Zoll, in denen entsprechend potente Kühlsysteme und Akkus Platz finden. Gleichwohl empfehlen wir für häufig mobil genutzte Office-Notebooks eher einen von Intels ULV-Prozessoren mit dem "U" am Ende des Namens wie den vergleichbar schnellen Core i5-3437U (Ivy Bridge, 2x 1,9-2,9 GHz, Hyperthreading), deren TDP von 15 oder 17 Watt eine leichtere und flachere Bauweise sowie längere Akkulaufzeiten ermöglicht.

In den Multi-CPU-Benchmarks der Cinebenches R10 und R11.5 kann sich der i3-4000M im Testgerät zumeist nur einen geringen Vorsprung vor dem Intel Core i5-4200U (Dell) und dem älteren i3-3120M (Ivy Bridge, 2x 2,5 GHz, Hyperthreading, TDP 35 W) im HP ProBook herausarbeiten. Hier liegt die Leistung aller drei Prozessoren auf sehr ähnlichem Niveau. Bei Belastung nur eines Kerns fällt der i3-3120M teilweise deutlich zurück, während die beiden anderen CPUs sich auch hier nicht viel nehmen. Das Tempo unseres Lenovo liegt dabei exakt auf der Höhe anderer Notebooks mit der gleichen CPU. Die volle Leistung steht auch im Akkubetrieb zur Verfügung.

Cinebench R10
Rendering Multiple CPUs 64Bit (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
10239 Points ∼29%
Dell Latitude 3540
9639 Points ∼27% -6%
HP ProBook 450-H0V92EA
9328 Points ∼26% -9%
Rendering Single CPUs 64Bit (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
4651 Points ∼19%
Dell Latitude 3540
4687 Points ∼19% +1%
HP ProBook 450-H0V92EA
2210 Points ∼9% -52%
Cinebench R11.5
CPU Multi 64Bit (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
2.55 Points ∼14%
Dell Latitude 3540
2.47 Points ∼14% -3%
HP ProBook 450-H0V92EA
2.45 Points ∼14% -4%
CPU Single 64Bit (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
1.06 Points ∼57%
Dell Latitude 3540
1.11 Points ∼60% +5%
HP ProBook 450-H0V92EA
0.95 Points ∼51% -10%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
 
Dell Latitude 3540 Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8850M, WDC Scorpio Blue WD7500BPVX-75JC3T0
 
HP ProBook 450-H0V92EA Intel Core i3-3120M, Intel HD Graphics 4000, Seagate Momentus Thin ST500LT0 12-9WS142
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
4651 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
10239 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
6133 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
13.03 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.55 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.06 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
17.03 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
236 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
95 Points
Hilfe

System Performance

Unser Kandidat erreicht in den zur Messung der System-Performance herangezogenen Benchmarks PCMark Vantage und PCMark 7 nahezu identische Werte wie das HP ProBook 650 G1 H5G74E, welches über die gleiche CPU/GPU und Festplatte verfügt. Dass sich das ThinkPad E540 im Gesamtergebnis und im Productivity-Benchmark des PCMark Vantage teilweise erheblich von Dell Latitude und HP ProBook 450 absetzen kann, dürfte an der im Vergleich deutlich schnelleren HDD des Testgerätes liegen. Der neuere PCMark 7 sieht Lenovo und Dell auf vergleichbarem Niveau. Hier fällt das HP ProBook 450 um 13 % (Score) bzw. 20 % (Productivity) zurück.

Subjektiv gab es am Arbeitstempo des ThinkPads nichts auszusetzen. Spürbar schnellere Programm- und Systemstarts wären weniger durch eine potentere CPU als vielmehr durch den Einbau einer SSD zu erreichen. Aber auch mit der herkömmlichen Festplatte hat die Bedienung des Lenovos die Geduld des Autors zu keiner Zeit auf die Probe gestellt.

PCMark Vantage
1024x768 Result (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
6559 Points ∼28%
Dell Latitude 3540
4446 Points ∼19% -32%
HP ProBook 450-H0V92EA
5703 Points ∼24% -13%
1024x768 Productivity Score (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
6477 Points ∼21%
Dell Latitude 3540
3573 Points ∼12% -45%
HP ProBook 450-H0V92EA
5118 Points ∼17% -21%
PCMark 7
Score (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
2538 Points ∼38%
Dell Latitude 3540
2627 Points ∼40% +4%
HP ProBook 450-H0V92EA
2201 Points ∼33% -13%
Productivity (sort by value)
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
1534 Points ∼14%
Dell Latitude 3540
1356 Points ∼12% -12%
HP ProBook 450-H0V92EA
1223 Points ∼11% -20%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
 
Dell Latitude 3540 Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8850M, WDC Scorpio Blue WD7500BPVX-75JC3T0
 
HP ProBook 450-H0V92EA Intel Core i3-3120M, Intel HD Graphics 4000, Seagate Momentus Thin ST500LT0 12-9WS142
PC Mark
PCMark Vantage6559 Punkte
PCMark 72538 Punkte
PCMark 8 Home2958 Punkte
PCMark 8 Creative2590 Punkte
PCMark 8 Work4361 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

7.200 rpm sieht man heutzutage bei Notebookfestplatten nicht mehr oft, was vor allem mit dem gegenüber HDDs mit 5.400 rpm erhöhten Stromverbrauch zu tun haben dürfte. Der Vorteil der höheren Drehzahl liegt generell in schnelleren Zugriffszeiten und schnelleren Übertragungsraten. Die HDD des Lenovo ThinkPad E540 (Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630) macht mit ihrer sequentiellen Lesegeschwindigkeit von 110 MB/s laut CrystalDiskMark einen sehr guten Job, liest große Datenblöcke in anderen Notebooks aber sogar noch bis zu 22 % schneller. Insgesamt ist die Hitachi-HDD eine der schnellsten herkömmlichen Notebook-Festplatten in unserer Datenbank. HD Tune bestätigt die guten Ergebnisse.     

Eigentlich müssten die 7.200 rpm der Hitachi gegenüber den 5.400er-Platten in den Vergleichsnotebooks für einen Vorsprung bei der Zugriffszeit und dem Test Read 4k QD32 des CrystalDiskMark, der System- und Programmstarts simulieren soll und unmittelbar mit der Zugriffszeit zusammenhängt, sorgen. Wie man dem Diagramm unten entnehmen kann, ist das aber nicht so.

Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Dell Latitude 3540
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8850M, WDC Scorpio Blue WD7500BPVX-75JC3T0
HP ProBook 450-H0V92EA
Intel Core i3-3120M, Intel HD Graphics 4000, Seagate Momentus Thin ST500LT0 12-9WS142
HP ProBook 650 G1 H5G74E
Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
CrystalDiskMark 3.0
15%
-8%
33%
Read Seq110.388.04
-20%
82.9
-25%
121.3
10%
Read 4k0.3730.372
0%
0.315
-16%
0.405
9%
Read 4k QD320.6151.008
64%
0.728
18%
1.108
80%
HD Tune Transfer Rate Average
---105.782.6
-22%
79.3
-25%
96.2
-9%
HD Tune Access Time
--- *16.716.8
-1%
18.3
-10%
17.6
-5%
Total Average (Program / Settings)
-3% / 4%
-14% / -12%
6% / 17%

* ... kleinere Werte sind besser

Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Minimale Transferrate: 65.3 MB/s
Maximale Transferrate: 132.5 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 105.7 MB/s
Zugriffszeit: 16.7 ms
Burst-Rate: 254.2 MB/s

Grafikkarte

Die On-Chip-GPU Intel HD 4600, die im Testgerät für die Grafikberechnungen zuständig ist und sich den Speicher mit der CPU teilen muss, liegt erwartungsgemäß stets hinter der dedizierten Grafikkarte AMD Radeon HD 8850M mit 2 GB eigenem Speicher im Dell Latitude 3540, aber auch immer vor der Intel HD 4000 im HP Probook 450-H0V92EA. Der Vorsprung der Radeon erhöht sich mit der Komplexität der Anforderungen. So kann das Testgerät im relativ simplen Ice-Storm-Benchmark des 3DMark 2013 noch halbwegs mithalten, fällt im deutlich anspruchsvolleren Benchmark Fire Strike aus der selben Suite aber um über 220 % zurück. Der — wenn auch geringe — Vorsprung des HP ProBook 650 gegenüber unserem Lenovo lässt sich nicht mit der identischen Hardware begründen; infrage kommt als Ursache etwa der abweichende Treiber. 

Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
Dell Latitude 3540
Intel Core i5-4200U, AMD Radeon HD 8850M, WDC Scorpio Blue WD7500BPVX-75JC3T0
HP ProBook 450-H0V92EA
Intel Core i3-3120M, Intel HD Graphics 4000, Seagate Momentus Thin ST500LT0 12-9WS142
HP ProBook 650 G1 H5G74E
Intel Core i3-4000M, Intel HD Graphics 4600, Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630
3DMark (2013)
107%
-38%
10%
1280x720 Ice Storm Standard Score3538138786
10%
22863
-35%
39808
13%
1280x720 Ice Storm Standard Graphics3941843556
10%
25326
-36%
45689
16%
1280x720 Cloud Gate Standard Score41146278
53%
2688
-35%
4360
6%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics516511387
120%
2790
-46%
5557
8%
1920x1080 Fire Strike Standard Score5231683
222%
345
-34%
563
8%
1920x1080 Fire Strike Standard Graphics5651845
227%
344
-39%
612
8%
3D Mark
3DMark Vantage3438 Punkte
3DMark 11828 Punkte
3DMark Ice Storm35381 Punkte
3DMark Cloud Gate4114 Punkte
3DMark Fire Strike523 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Wie der Benchmark-Liste zu entnehmen ist, lassen sich auch einige aktuelle und grafisch anspruchsvolle Spiele in minimalen Einstellungen flüssig spielen, aber spätestens bei mittleren Einstellungen ist meistens das Ende der Fahnenstange erreicht.

In unserer FAQ-Sektion kann man sich eine Benchmark-Liste vieler mobiler Grafikkarten ansehen und auch nähere Einzelheiten zu den verwendeten Spielen erfahren.

min. mittelhoch max.
Total War: Shogun 2 (2011) 66.05fps
Battlefield 3 (2011) 20.4313.99fps
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) 29.2713.998.43fps
Diablo III (2012) 45.0628.6323.1713.92fps
Dishonored (2012) 25.9220.7218.08fps
Tomb Raider (2013) 42.320.311.2fps
BioShock Infinite (2013) 27.2115.912.26fps
Dota 2 (2013) 41.5426.5314.41fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Ob sich der Lüfter dreht oder nicht und in welchem Tempo, spielt bei unserem ThinkPad Edge E540 20C60041 keine Rolle, weil die Lautstärke unter maximaler Last gerade mal schlappe 4 dB über der bei minimaler Last liegt. In der Praxis war der Lüfter in jeder Situation kaum von den normalen Hintergrundgeräuschen zu unterscheiden. Dieses Notebook können wir bedenkenlos auch sehr lärmempfindlichen Naturen empfehlen. Unser Vergleichsgerät von HP ist ebenso nahezu stumm, während das Dell unter Volllast einen um 23 % höheren dB-Wert erreicht.

Lautstärkediagramm

Idle 31.5 / 33 / 33.2 dB(A)
HDD 33.7 dB(A)
DVD 37.6 / dB(A)
Last 33.2 / 35.3 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Die 2,4 GHz werden auch bei Dauerlast gehalten.
Die 2,4 GHz werden auch bei Dauerlast gehalten.

Kein Thema sind auch die Oberflächentemperaturen des Lenovo. Selbst im Belastungstest (Prime 95 + FurMark), bei dem wir übrigens auch nach einer Stunde keinerlei Throttling feststellen konnten, werden nirgends mehr als 38 °C erreicht. Die Nutzungs auf den Oberschenkeln ist kein Problem, da die Abwärme seitlich aus dem Gehäuse strömt.

 26 °C24.7 °C23.5 °C 
 27.3 °C26.9 °C23.2 °C 
 25.3 °C26.6 °C25.2 °C 
Maximal: 27.3 °C
Durchschnitt: 25.4 °C
24.6 °C24.5 °C24 °C
25.7 °C31.3 °C22.8 °C
23.9 °C32.8 °C23.5 °C
Maximal: 32.8 °C
Durchschnitt: 25.9 °C
Netzteil (max.)  32 °C | Raumtemperatur 22 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Überraschung: Lenovo hat den zur Verfügung stehenden Platz für den Einbau akzeptabler Speaker genutzt, die für Notebookverhältnisse recht laut sind und einen deutlich weniger unangenehmen Klang produzieren als die der meisten Konkurrenzmodelle, besonders in dieser Preisklasse. Der Sound lässt sogar so etwas wie Bässe erahnen, Instrumente vermatschen nicht und klingen zumindest ab mittleren Frequenzen in etwa so, wie man sich das vorstellt. Eine gewisse Räumlichkeit und Dynamik sorgen für ein annehmbares Hörerlebnis. Lästige Lautstärkeschwankungen gibt es nicht, allerdings verzerren tiefe Töne bei maximaler Lautstärke etwas. Audiophile Menschen kann das E540 natürlich nicht zufriedenstellen, aber für Filme oder den mobilen Musikgenuss zwischendurch geht die Wiedergabe absolut in Ordnung. Die Lautsprecher strahlen zwar nach unten ab, das Klangbild hat dem Tester aber auf dem Schoß besser gefallen als auf dem Tisch.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Unser Vergleich der Leistungsaufnahme mit anderen Office-Notebooks mit 15,6 Zoll Bildschirmdiagonale bescheinigt dem Lenovo E540 einen angenehm geringen Durst. Im Idlebetrieb übersteigt der Verbrauch niemals sehr gute 8 Watt, unter maximaler Last liegt die Grenze bei 39 Watt, womit sich das ThinkPad im Mittelfeld einordnet. Unnötig, wenn auch nicht entscheidend, sind die 0,2 Watt, die sich das Gerät noch im abgeschalteten Zustand genehmigt.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.2 / 0.2 Watt
Idle 5.4 / 7.7 / 7.9 Watt
Last 36.1 / 39.4 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Lange Akkulaufzeiten standen bei der Entwicklung unseres E540 nicht oben auf der Prioritätenliste. Das ist stimmig, weil schon Format und Gewicht nicht unbedingt in Richtung Mobilität weisen. Unter den aktuellen Office-Notebooks gleichen Formats liegt das Lenovo mit seinen knapp viereinhalb Stunden Laufzeit im praxisnahen WLAN-Test (ca. 150 cd/m², Energiesparmodus, Bluetooth off), der automatisch in festgelegten Abständen repräsentativ ausgewählte Internetseiten ansurft, genau in der Mitte des Feldes. Das Dell Latitude 3540 schafft hier fünfeinhalb Stunden, das HP ProBook nur drei Stunden und 20 Minuten.

Schaut man sich mit deaktiviertem Funk und höchster Helligkeit eine DVD an, ist nach gut drei Stunden Schluss. Wie unter Zubehör erwähnt, bietet Lenovo einen alternativen Akku für längere Laufzeiten an.

Akkulaufzeit
Surfen über WLAN
4h 23min
DVD
3h 03min
Last (volle Helligkeit)
1h 31min

Fazit

Das Lenovo ThinkPad Edge E540
Das Lenovo ThinkPad Edge E540

Wenn man über den mäßigen Bildschirm hinwegsieht, kann man das Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 als rundum gelungenes Office-Notebook bezeichnen. Die Leistung ist für das typische Anwendungsszenario mehr als ausreichend, und wer mehr Power braucht, kann das Gerät gegen Aufpreis mit schnelleren CPUs, SSD, dedizierter Nvidia-Grafik, höherer Auflösung, Touchscreen und potenterem Akku erwerben. Das Touchpad lässt keine Wünsche offen, und auch das Keyboard hat uns — vom ungewöhnlichen Layout abgesehen — sehr gut gefallen. Man merkt, dass der Hersteller bei seinen ThinkPads viel Wert auf ergonomische Eingabegeräte legt. Auf besonders lange Akkulaufzeiten, für den mobilen Betrieb wichtige Sicherheitsfeatures und ein bemerkenswert geringes Gewicht hat Lenovo bewusst verzichtet, was nur konsequent ist, weil ohnehin kaum jemand ein 15,6-Zoll-Notebook ständig mit sich herumträgt. Arbeitsumgebungen kommt das ThinkPad E540 auch durch seinen stabilen und flüsterleisen Betrieb sowie nicht zuletzt durch das schlichte, aber durchaus Business-mäßige Design entgegen.

Wer auf einen Full-HD-Bildschirm mit gutem Kontrast, auf längere Akkulaufzeiten und mitgelieferte Sicherheitssoftware Wert legt, sollte den Aufpreis nicht scheuen und eher zum Dell Latitude 3540 greifen. Aber Achtung: Unverständlicherweise hat der Hersteller bei diesem Modell auf einen HDMI-Ausgang verzichtet, sodass externe Monitore und Fernseher nur über den analogen VGA-Port angesteuert werden können. Für unser HP ProBook 450-H0V92EA spricht vor allem der günstigere Preis; mit anderen Argumenten für diese Alternative tun wir uns im direkten Vergleich der drei Notebooks schwer.

Testgerät zur Verfügung gestellt von ...

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Das Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 zur Verfügung gestellt von
Das Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041 zur Verfügung gestellt von

Datenblatt

Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041

:: Prozessor
:: Mainboard
:: Speicher
4096 MB, DDR3, 1.600 MHz, Single-Channel
:: Grafikkarte
Intel HD Graphics 4600, Kerntakt: 400-1100 MHz, shared Memory, 9.18.10.3272
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, LG Display LP156WHU-TPB1, TN LED, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Hitachi Travelstar Z7K500 HTS725050A7E630, 500 GB 7200 U/Min , 415 GB verfügbar
:: Soundkarte
Conexant CX20751/2
:: Anschlüsse
1 USB 2.0, 2 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: analog in/out, 3,5 mm Klinke, Card Reader: SD/SDHC/SDXC, 1 Fingerprint Reader,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Intel Wireless-AC 7260 (a b g n ac), 4.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
Matshita DVD-RAM UJ8C2
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 29.6 x 377 x 250
:: Gewicht
2.46 kg Netzteil: 0.221 kg
:: Akku
48 Wh Lithium-Ion, L11S6Y01, 10,8 V, 4400 mAh
Akkulaufzeit (laut Hersteller): 6.2 h
:: Preis
600 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: HD 720p, Lautsprecher: stereo, Tastatur: Accu Type, Tastatur-Beleuchtung: nein, diverse Lenovo-Tools, Testversion MS Office 365, Cyberlink PowerDVD, Norton Internet Security 30 Tage Testversion, Absolute Data Protect

 

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Was Lenovo auf seinen Seiten...
Was Lenovo auf seinen Seiten...
...als "Midnight Black" bezeichnet...
...als "Midnight Black" bezeichnet...
...ist schlicht und einfach grau.
...ist schlicht und einfach grau.
Die Deckelrückseite kommt im Softtouch-Finish daher...
Die Deckelrückseite kommt im Softtouch-Finish daher...
...und ist keineswegs völlig unempfindlich gegen Fingerabdrücke.
...und ist keineswegs völlig unempfindlich gegen Fingerabdrücke.
Die markanten ThinkPad-Logos auf Deckel und Base...
Die markanten ThinkPad-Logos auf Deckel und Base...
sind fast die einzigen optischen Akzente des E540.
sind fast die einzigen optischen Akzente des E540.
Totale...
Totale...
...und Tastatur im Überblick
...und Tastatur im Überblick
Das Layout ist etwas ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich daran.
Das Layout ist etwas ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich daran.
Zu Business gehört ein Nummernblock.
Zu Business gehört ein Nummernblock.
Selten zu finden, dafür umso erfreulicher:
Selten zu finden, dafür umso erfreulicher:
Die Tasten haben einen relativ großen Hub.
Die Tasten haben einen relativ großen Hub.
Was hat die FN-Taste auf der Position der STRG-Taste zu suchen?
Was hat die FN-Taste auf der Position der STRG-Taste zu suchen?
Wer es gewohnt ist, wird sich über den TrackPoint freuen.
Wer es gewohnt ist, wird sich über den TrackPoint freuen.
Das Deckel mit Display wirkt solide und lässt sich hinten nicht eindrücken.
Das Deckel mit Display wirkt solide und lässt sich hinten nicht eindrücken.
Showroom-Aufkleber
Showroom-Aufkleber
Die Scharniere sind eher schwergängig...
Die Scharniere sind eher schwergängig...
...verhindern ein Nachschwingen des Deckels aber trotzdem nicht.
...verhindern ein Nachschwingen des Deckels aber trotzdem nicht.
Das Notebook kann nur mit zwei Händen geöffnet werden und auch nur bis zu einem Winkel von ca. 135 °.
Das Notebook kann nur mit zwei Händen geöffnet werden und auch nur bis zu einem Winkel von ca. 135 °.
Kaum noch zu verbessern: Das Clickpad
Kaum noch zu verbessern: Das Clickpad
Der Akku kann gegen ein Modell mit höherer Kapazität getauscht werden.
Der Akku kann gegen ein Modell mit höherer Kapazität getauscht werden.
Alle Anschlüsse kommen in Standardgröße.
Alle Anschlüsse kommen in Standardgröße.
Rechts ist der OneLink-Port zu sehen, der auch als Stromanschluss dient.
Rechts ist der OneLink-Port zu sehen, der auch als Stromanschluss dient.
große Wartungsklappe (HDD, Lüfter, RAM)
große Wartungsklappe (HDD, Lüfter, RAM)
kleine Wartungsklappe (WLAN, Batterie)
kleine Wartungsklappe (WLAN, Batterie)
gummierte Standfüße, W8-Logo
gummierte Standfüße, W8-Logo
Hinter dem Gitter verbergen sich die Lautsprecher.
Hinter dem Gitter verbergen sich die Lautsprecher.
DVD-Brenner
DVD-Brenner

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Pro

+solides Gehäuse
+gute, wenn auch nicht tadellose Verarbeitung
+sehr gute Eingabegeräte
+Leistung für Office mehr als ausreichend
+sehr leise
+kühl
+matter Bildschirm
+großartige Wartungs- und Aufrüstmöglichkeiten
+viele Konfigurationen verfügbar
+Recovery-Medien vorhanden
 

Contra

-mäßiges Display
-zu dunkel
-Ports ungünstig positioniert
-nicht gerade viele Anschlüsse
-Tastatur weicht erheblich vom Standardlayout ab
-etwas schwer und dick
-Akkulaufzeit nur mittelmäßig

Shortcut

Was uns gefällt

Tastatur und Touchpad ermöglichen ein stressfreies Arbeiten.

Was wir vermissen

Ein gutes Display und eine Tastaturbeleuchtung wären schön gewesen.

Was uns verblüfft

"Midnight Black", laut Hersteller die Farbe des Gerätes, hat mit Schwarz nichts zu tun - das ist irreführend. Und die explizite Behauptung von Lenovo, man könne auf der Softtouch-Oberfläche keine Fingerabdrücke sehen, stimmt nur bei Dunkelheit.

Die Konkurrenz

Dell Latitude 3540 Notebook

HP ProBook 450-H0V92EA

HP ProBook 650 G1 H5G74E

Acer Aspire E1-572-34014G50Dnkk

Acer Aspire E1-522-45004G50Mnkk

Bewertung

Lenovo ThinkPad Edge E540 20C60041
09.04.2014 v4
Sven Kloevekorn

Gehäuse
68 / 98 → 69%
Tastatur
88%
Pointing Device
90%
Konnektivität
65%
Gewicht
60 / 67 → 85%
Akkulaufzeit
79%
Display
69%
Leistung Spiele
63 / 85 → 74%
Leistung Anwendungen
60%
Temperatur
91%
Lautstärke
89%
Audio
60%
Kamera
42 / 85 → 49%
Durchschnitt
71%
78%
Office *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Sven Kloevekorn, 14.01.2014 (Update: 25.04.2014)