Notebookcheck

Test Toshiba Qosmio X770-11C 3D Notebook

Sebastian Jentsch, 20.03.2012

Display Update. Die kleine Schwester X770-10J schwächelte mit ihrem HD+ Display: Flaue Farben und knappe Blickwinkel. Hat Toshiba beim teuren 3D-Modell ein erstklassiges Panel eingebaut?

Qosmio X770-11C: Hat Toshiba das schlechte HD+ Panel des 10J gegen eine kontrastreiche Full-HD-Ansicht getauscht?
Qosmio X770-11C: Hat Toshiba das schlechte HD+ Panel des 10J gegen eine kontrastreiche Full-HD-Ansicht getauscht?

Bereits im September 2011 nahmen wir Toshibas Gaming-Flaggschiff X770 unter die Lupe. Damals hatten wir die „bezahlbare“, kleine Ausstattung X770-10J mit Core i7 2630QM, GeForce GTX 560M und HD+-Panel (1600x900 Pixel) im Test. Die Bildqualität des an sich perfekten Gaming-Notebooks enttäuschte jedoch auf ganzer Linie (TruBrite HD+). Ein niedriger Kontrast von 205:1 und schlechte seitliche Blickwinkel – das kann sich ein High-End Gamer für 1.300 Euro nicht leisten. 

Den X770-10J gibt es nicht mehr, dafür aber die HD+ Varianten X770-11D oder X770-123, die mit dem Core i7 2670QM ein kleines CPU-Update erfahren haben. Wir interessieren uns für die 17.3-Zoll Full-HD-Ausstattung (1920x1080, TruBrite FHD) in Form der 3D-Variante Qosmio X770-11C. 1.400 Euro sind kein Schnäppchen. Können die Käufer dafür ein erstklassiges Displaypanel erwarten?

Wir beschränken dieses Update auf das Display, die Prozessorleistung des neuen Core i7-2670QM (4x 2.20GHz) und Umgebungsvariablen wie Akkulaufzeit, Lautstärke und Abwärme. Für weitere Details des hinsichtlich Eingabegeräte und Konstruktion unveränderten Notebooks, siehe den Test Qosmio X770-10J.

Display

Wie wir testen - Display

Statt mit 1600x900 Pixeln kommt unser Qosmio mit 1.920x1.080 Pixeln daher. Das ist ein Muss für alle Multimedia-Freunde, denn das eingebaute Blu-Ray-Laufwerk kommt erst damit zur Geltung. Der 17.3-Zoller ist, wie gehabt, nicht entspiegelt, was beim Indoor-Einsatzgebiet kaum ein Problem darstellt. Der Panel Typ kann als Samsung SEC5044-173HT02-T01 ausgelesen werden. Das HD+ Panel im ersten X770-Testgerät stammte von AU Optronics (B173RW01 V3 / AUO139E).

Bietet das FHD-Panel aber auch einen profi-tauglichen sRGB-Farbraum? Den sRGB Farbraum verfehlt das 3D-Panel knapp, dafür kann es aber im gelben Bereich mehr Farben darstellen. Die HD+ Version (X770-10J und andere Modelle) toppt unser FHD-Panel aber auf jeden Fall: Das Farbgitter wird deutlich nach allen Seiten hin überlagert. Siehe Bild Drei. Das Gaming-Schlachtschiff von Asus, das G74SX-3DE, ist in dieser Disziplin einen Tick besser.

X770-11C FHD vs. AdobeRGB
X770-11C FHD vs. AdobeRGB
X770-11C FHD vs. sRGB
X770-11C FHD vs. sRGB
X770-11C FHD vs. X770-10J HD+
X770-11C FHD vs. X770-10J HD+
X770-11C FHD vs. Asus G74SX-3DE FHD
X770-11C FHD vs. Asus G74SX-3DE FHD
Eingebauter Emitter für Nvidia 3D Vision
Eingebauter Emitter für Nvidia 3D Vision
Nvidia Shutter-Brille (2. Generation)
Nvidia Shutter-Brille (2. Generation)

Auch die Nvidia Shutter-Brille und die 3D-Option des X770-11C wollen wir nicht vergessen. Im Karton liegen eine aktive Shutter-Brille (zweite Generation) und das TFT-Panel hat eine Frequenz von 120 Hz (üblich bei TFTs: 60 Hz). Der 3D-Effekt auf Basis von Nvidia 3D Vision ist keine Neuheit, kann aber immer noch Spielspaß einbringen. Speziell in Verbindung mit einer starken GPU, wie der eingebauten GeForce GTX 560M. Die Performance der Grafikkarte ist entscheidend, denn selbige muss zeitglich zwei Halbbilder (rechtes und linkes Auge) berechnen. Dadurch halbieren sich die Frameraten beim Gaming schnell um 50%. 

Im ausführlichen Artikel über Nvidia 3D Vision stellen wir die Technik, sowie die Vor- und Nachteile dar. Wir empfehlen diesen Artikel, wenn Sie sich gerade für oder gegen 3D entscheiden wollen. Test: Nvidia 3D Vision

157
cd/m²
141
cd/m²
147
cd/m²
159
cd/m²
162
cd/m²
153
cd/m²
161
cd/m²
164
cd/m²
154
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 164 cd/m²
Durchschnitt: 155.3 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 162 cd/m²
Schwarzwert: 0.22 cd/m²
Kontrast: 736:1
Der Bildrand bleibt auch bei seitlicher Betrachtung satt schwarz. Zeichen eines hohen Kontrasts.
Der Bildrand bleibt auch bei seitlicher Betrachtung satt schwarz. Zeichen eines hohen Kontrasts.

Beim ersten Blick auf das Panel wird klar, dass der Hersteller nicht gespart hat und setzt auf ein kontraststarkes TFT. Der Schwarzwert von 0.22 cd/m² bei höchster Helligkeit bestätigt den Eindruck: 736:1. Dadurch wirken Farben intensiver und brillanter als auf dem blassen HD+ Panel des X770-10J (Kontrast nur 205:1).

Die Helligkeit des Panels hat sich im Vergleich zum HD+ Modell (213 cd/m²) leider verschlechtert. Der Durchschnitt der Luminanz liegt nur noch bei 155 cd/m². Dafür hat sich die gleichmäßige Ausleuchtung deutlich verbessert. Statt 74% messen wir 86%. Helligkeitsabweichungen sind daher mit dem bloßen Auge nicht auszumachen.

Glare Type (nicht entspiegelt) und niedrige Helligkeit machen das X770 unweigerlich zum Stubenhocker. Der Desktop ist bereits im Schatten viel zu dunkel. Die satten Farben kommen nicht zur Geltung. Eine matte TFT-Oberfläche hätte vor dem Hintergrund der niedrigen Helligkeit keinen Vorteil.

Qosmio X770-11C FHD 3D -
Qosmio X770-11C FHD 3D -
Das dunkle Panel ist für den Außeneinsatz tabu.
Das dunkle Panel ist für den Außeneinsatz tabu.
In direkter Sonne wären die Reflexionen noch deutlicher.
In direkter Sonne wären die Reflexionen noch deutlicher.

Die Blickwinkel sind breit ausgelegt und erlauben einen praktischen Einsatz als Spiele-, Fernseh- oder Film-Notebook. Ein zweiter oder dritter Betrachter kann seitlich oder von oben in die Anzeige blicken und bleibt von Geisterbildern verschont. Erst Einblicke von unten führen zu den gefürchteten Farbinvertierungen, welche bei Notebook-TFTs die Spreu vom Weizen trennt. 

Schlechte, weil sehr knappe Blickwinkel, sind bei Laptops die Regel. Ein hochwertiges und teures Gerät, wie das X770 3D, sollte mindestens genau solche Blickwinkel haben. Hier hat der Hersteller mit dem Samsung-Panel die richtige Entscheidung getroffen.

Blickwinkel Toshiba Qosmio X770-11C (FHD 3D)
Blickwinkel Toshiba Qosmio X770-11C

Passend zu einem Gaming-Boliden hat Toshiba einen aktuellen Quadcore-Prozessor der Sandy-Bridge Generation an Bord. Der Intel Core i7 2670QM taktet mit 4 x 2.2 GHz und sitzt leistungsmäßig direkt oberhalb des 2630QM aus dem X770-10J (erste Testgerät). 

Bei Belastung beschleunigt die CPU von standardmäßig 2.2 auf maximal 3.1 GHz (2630QM Turbo bis 2.9 GHz.). So viel Leistung erkauft sich Toshiba mit einem hohen Stromverbrauch, was bei häufiger Last zu sehr kurzen Akkulaufzeiten führen wird. 

Die integrierte Intel HD Graphics 3000 ist deaktiviert (ohne BIOS-Option), weshalb die GeForce GTX 560M von Nvidia die Bildberechnung allein und ohne Optimus-Umschaltung bewerkstelligt. Das ist ein Unterschied zum Modell 10J mit 2630QM. Hier war die IGP-Grafik aktiv und konnte bei Leistungsbedarf an die GTX 560M übergeben. 

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ GTX 560M
HWinfo Zusammenfassung
DPC Latenzen Idle sporadisch Verzögerungen
Systeminformationen Toshiba Qosmio X770-11C

Prozessor
Der 2670QM kann den niedriger taktenden 2630QM bei reinen Berechnungen deutlich hinter sich lassen. Der Cinebench R11.5 64 Bit endet auf 5.34 Punkte. Dies entspricht in etwa dem Niveau des High End Prozessors i7 2820QM (Alienware M17x R3 GTX 580M). Der 2630QM des X770-10J hatte nur 80% dieser Performance erreicht. 

Von allen 2670QM-Testgeräten (z.B. MSI GT780DX-i71691BLW7H oder HP Pavilion dv7-6c07egperformt das X770-11c bei den Prozessorbenchmarks am besten. Dies gilt für Single-Core- (SuperPi 32M: 3% besser als Pavilion dv7-6c07eg) als auch für Multi-Core-Benchmarks (Wprime 1024m: 11% schneller als dv7-6c07eg). Nur der Cinebench R10 Multi (64bit) ist bei allen 2670QM-Testgeräten nahezu identisch.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3875
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
15164
Cinebench R10 Shading 32Bit
4971
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
4855 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
18076 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
5873 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
41.32 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
5.34 Points
Hilfe
PCMark 7: 3.217 Punkte
PCMark 7: 3.217 Punkte

System Performance

Im mobilen Bereich bekommt der Kunde nur für unverhältnismäßig hohe Preisaufschläge mit den Sandy Bridge XM-Prozessoren höhere Leistungen. Doch selbst ein 2920XM in der Dell Precision M6600 Workstation schafft nur 118 % der CPU-Leistung unseres X770.

Auf die Anwendungsleistung wirkt sich die hohe CPU-Performance natürlich positiv aus. Hinzu kommt die Hybridfestplatte von Seagate mit 4 GB NAND Flash-Speicher (ST95005620AS). Eine nach außen nicht sichtbare Logik soll für die Zwischenspeicherung oft benötigter Dateien sorgen. Das verringert die Startzeit und das Laden oft benötigter Programme.

Auf die Anwendungsbenchmarks vom Schlage PCMark Vantage (8.682 Punkte) und PCMark 7 (3.217) macht das aber keinen Eindruck. SSD-DTRs sind deutlich schnellerHP Pavilion dv7-6b02eg: +186 bzw. 127 Prozent. Selbst Notebooks mit einfachen 7200 RPM Festplatten, wie das Asus G74SX-91079V, schaffen 99 bzw. 77 Prozent der Leistung unseres X770 mit Hybrid HDD. 

Einen messbaren Vorteil bringt die Hybrid-HDD erst bei mehrfacher Ausführung der Anwendungsbenchmarks, wie wir beim Test des Toshiba Satellite P770-10P (gleiche Hybrid HDD) ausprobiert haben.

5.9
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
7.5
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
7.6
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
7.2
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
7.2
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
PC Mark
PCMark Vantage8682 Punkte
PCMark 73217 Punkte
Hilfe
Seagate Momentus XT ST95005620AS
Minimale Transferrate: 1.5 MB/s
Maximale Transferrate: 108.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 79.1 MB/s
Zugriffszeit: 17.7 ms
Burst-Rate: 76.8 MB/s
CPU Benutzung: 1 %
3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
15684 Punkte
3DMark Vantage10013 Punkte
3DMark 112020 Punkte
Hilfe

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen 

Die Geräuschemissionen decken sich nicht mit dem X770-10J, unser Testgerät wird unter Last etwas lauter. Im Stresstest messen wir schwankende 43 bis 47 dB(A). Dafür schaltet sich der Lüfter bei längeren Leerlaufphasen sogar ab. Was dann bleibt, das ist das Rauschen der Festplatten von 31.4 dB(A).

Im normalen Einsatz, bei Aktivitäten wie dem Kopieren von Dateien, dem Starten von Programmen und Websurfen müssen Nutzer leider mit einem plötzlichen Aufdrehen des Lüfters rechnen. Dieser schnellt von fast nicht hörbaren 35 dB(A) auf deutliche 43 dB(A). Statt bei einer mittleren Geschwindigkeit und Lautstärke konstant zu rotieren, wechselt der Lüfter somit stetig seine Geschwindigkeit. Die Wechselzeiten sind dabei nicht konstant. Bei hoher Last, wie in Spielen, agiert die Kühlung in gleicher Weise, wobei die lauten Phasen länger anhalten.

Lautstärkediagramm

Idle 31.4 / 34.1 / 34.8 dB(A)
HDD 34 dB(A)
DVD 38.1 / dB(A)
Last 34.8 / 47.1 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Bei der Abwärme im Idle oder im Office-Einsatz verhält sich das X770 äußerst positiv, wovon die blaue Temperaturgrafik zeugt. Unter Stress verändert sich die Situation nicht dramatisch, die Unterseite wird nicht einmal 40 Grad warm. An der Oberseite sind es dann gerade mal 41 Grad. Das X770-10J mit 2630QM-Prozessor verhielt sich mehr oder weniger ident, wobei allerdings andere Raumtemperaturen zugrunde lagen. 

GPU-Throttling

Während des Stresstests (Prime95 + Furmark) zeigte das Multimeter eine stark schwankende Energieaufnahme von 101 bis 162 Watt an. Dies deutet CPU-Throttling an, Ursache ist aber diesmal die Grafikkarte. Ein solo ausgeführter Prime95 CPU-Stresstest zieht ohne Schwankungen 88 Watt aus der Dose. Ebenso liegt der Takt bei Cinebench Single- und Multi-Core-Benchmarks im Turbo-Bereich bei 2.8 und 3.0 GHz. Hingegen erkennen wir bei der GPU regelmäßige Temperaturschwankungen, selbst wenn der Furmark Stresstest allein ausgeführt wird. Siehe Bild vier.

Befürchtungen hinsichtlich der Spiele-Performance? Die GeForce GTX 560M unseres Testgerätes liegt in den synthetischen Benchmarks mit allen GTX-560M-Testgeräten auf einem Level. Ob 3DMark 06, Heaven 2.1 oder 3D Mark 11 die Ergebnisse liegen immer auf typischem Niveau einer GTX 560M. Im 3DMark Vantage performt die GPU sogar leicht überdurchschnittlich. 

Bei echten Spielen kann es anders aussehen, wie Battlefield Bad Company 2 (stressig für CPU) zeigt. Während die Messung unter High typische 70 FPS (überdurchschnittlich) ermittelt (konstant ~136 Watt), so schwächelt die Ultra-Einstellung (FHD) mit 32 FPS. Die GTX 560M kann 7 bis 8% mehr leisten und das sogar mit dem kleineren 2630QM (z. B. Asus G74SX-3DE). Grund für das schwächere Resultat: In der Mitte des Benchmarks (viele Explosionen) sank die Energieaufnahme von ~138 plötzlich auf 67 Watt (für zirka 15 Sekunden). Das Bild ruckelte dabei sehr stark. 

Die Beeinträchtigung der GPU-Leistung bei zeitgleicher CPU-Last lässt sich mit Benchmarks prüfen und auf Multi-Core-Stress Szenarien eindämmen. Bei laufendem Prime95 bricht der Cinebench R10 Shading (64 Bit) von vormals 5.873 auf 2.290 Punkte ein. Ein Single-Core-SuperPi erzwingt das jedoch nicht: Bei zeitgleicher Ausführung bleibt es bei zirka 5.870 Punkten (ident mit Solo-Ausführung).

Battlefield: BC2: Gute Frameraten in High
Battlefield: BC2: Gute Frameraten in High
Battlefield: BC2: Einbruch Frameraten in Ultra
Battlefield: BC2: Einbruch Frameraten in Ultra
Cineb. R10 Single Core @3.0 GHz
Cineb. R10 Single Core @3.0 GHz
Cineb. R11.5 Multi Core @2.8 GHz
Cineb. R11.5 Multi Core @2.8 GHz
Stresstest Furm/Prime95 @2.4 GHz
Stresstest Furm/Prime95 @2.4 GHz
GPU Throttle Furmark Only
GPU Throttle Furmark Only
Max. Last
 40 °C34.3 °C25.6 °C 
 41.3 °C34.1 °C24.6 °C 
 31.8 °C35.2 °C30.6 °C 
Maximal: 41.3 °C
Durchschnitt: 33.1 °C
20.6 °C29 °C36.4 °C
21.5 °C35.4 °C37.2 °C
25.3 °C32 °C30.2 °C
Maximal: 37.2 °C
Durchschnitt: 29.7 °C
Netzteil (max.)  52.1 °C | Raumtemperatur 18.3 °C | Voltcraft IR-360

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Die verkürzten Laufzeiten korrespondieren mit einer erhöhten Energieaufnahme im Leerlauf. Wo sich das X770-10J mit 17 Watt begnügte, schlägt das X770-11c mit 26.6 Watt zu (Leerlauf, Modus Höchstleistung). Die anderen Leerlauf-Modi verhalten sich ident (20/26 statt 12/16 Watt). Ursache für eine Erhöhung der Energieaufnahme scheint in erste Linie die fehlende GPU-Abschaltung per Optimus zu sein. Ein Asus G74SX-91079V mit gleicher GPU und ohne Optimus benötigt sogar 27/35/37 Watt (Idle Min/Med/Max).

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.5 / 1.1 Watt
Idle 20.8 / 25.8 / 26.6 Watt
Last 107 / 162.2 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 960

Akkulaufzeit 

Die Akkulaufzeiten sorgten für eine böse Überraschung. Wo das X770-10J mit Optimus GPU-Umschaltung auf die Intel HD noch sechs Stunden im Leerlauf verharrte (niedrigste Energieaufnahme), da verbleiben jetzt gerade noch 175 Minuten (2:55 Stunden). Der 47 Wattstunden Akku ist unverändert geblieben. 

Das Schauen einer DVD beschränkt sich auf 1:32 Stunden, Surfen im Web bei 150 cd/m² Helligkeit (bereits maximal) trifft auf 1:35 Stunden. Das X770-10J hatte hierbei 2:14 bzw. 3:06 Stunden erreicht. Zum Aufladen benötigt der Akku 97 Minuten.

im Leerlauf, Energiesparen: 175 Minuten
im Leerlauf, Energiesparen: 175 Minuten
WLAN-Surfen im Mix: 95 Minuten
WLAN-Surfen im Mix: 95 Minuten
DVD-Film: 92 Minuten
DVD-Film: 92 Minuten
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
2h 55min
Surfen über WLAN
1h 35min
DVD
1h 32min
Last (volle Helligkeit)
0h 36min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Das Toshiba Qosmio X770-11C ist ein insgesamt gelungenes Desktop-Replacement für Spieler und Multimedia-Fans. Der erstklassige Sound, die rot leuchtenden Tasten und die hohe Spiele-Performance sind wie gehabt vorhanden und lobenswert. Wir haben die vorliegende Version X770-11C mit dem X770-10J (erstes Testgerät) verglichen.

Dem Plus an Ausstattung (Shutter-Brille und 3D-Display), steht eine kürzere Akkulaufzeit, gepaart mit einer höheren Energieaufnahme, gegenüber. Das Display hat sich deutlich verbessert (Kontrast, Blickwinkel), kann aber mit der verminderten maximalen Helligkeit nicht Bestnoten bekommen. Anwendungs- und Spieleleistung steigen mit dem Prozessor-Update an, wir messen in den Benchmarks leicht höhere Scores. Die Temperaturen am Gehäuse sind gestiegen.

Insgesamt vergibt unser Testsystem 81 Prozent für den Toshiba Qosmio X770-11C. Das erste Testgerät ohne 3D erhielt 79 Prozent. Zu dem deutlichen Plus kommt es, weil die Verschlechterungen in der Kategorie DTR nur marginal in die Wertung einfließen: Die Akkulaufzeit bestimmt nur 3% der Endnote, das Display (13%), die Leistung für Spiele (14%) und die Leistung für Anwendungen (13%) geben den Ton an. Das Qosmio hat sich also in den für DTRs relevanten Bereichen verbessert.

Nvidias 3D-Vision haut inzwischen niemanden mehr vom Hocker. Ein nettes Gimmick, aber Spieler schalten die Funktion zu Gunsten hoher Frameraten sowieso nicht ein. Bei echten 3D-Filmen kann die Brille hingegen ein Mehrwert sein. Immerhin: Toshiba legt die Version zwei der Nvidia 3D-Brillen in den Karton. Die hat 20 Prozent größere Gläser und lässt mehr Licht hindurch.

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Im Test: Toshiba Qosmio X770-11C
Im Test:  Toshiba Qosmio X770-11C

Datenblatt

Toshiba Qosmio X770-11C

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM65
:: Speicher
8192 MB, 2x 4096 MByte DDR3-RAM (1333 MHz)
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 560M - 1536 MB, Kerntakt: 775 MHz, Speichertakt: 1250 MHz, Shadertakt: 1550 MHz, GDDR5-VRAM, ForceWare 268.51
:: Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, Samsung SEC5044-173HT02-T01, LED-Backlight, TruBrite, 3D + Nvidia Shutter-Brille, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Seagate Momentus XT ST95005620AS, 500 GB 7200 U/Min + TOSHIBA MK5061GSYN (500 GB)
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Cougar Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Card Reader: SD, miniSD/microSD (per Adapter), SDHC, SDXC, MS, MS Pro, MMC, xD,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek PCIe GBE Family Controller (10/100/1000MBit), Atheros AR9002WB-1NG Wireless Network Adapter (b g n ), 3.0 Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 58 x 414 x 274
:: Gewicht
3.58 kg Netzteil: 0.878 kg
:: Akku
47 Wh Lithium-Ion
:: Preis
1499 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Netzteil: 180 Watt, Kurzanleitung, Shutter-Brille, Corel WinDVD, Nero Suite, 24 Monate Garantie

 

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Links

  • Herstellerinformationen zum Testgerät

Preisvergleich

Pro

+Starke Anwendungsleistung
+Beleuchtete Tastatur
+Starke Spieleleistung
+Grafikumschaltung
+3D Games mit Shutter Brille
+Kontrastreiches Panel
+Sehr gute Blickwinkel
+Blu-ray-Lauferk
+Guter Klang
+Vglw. niedrige Temperaturen
 

Contra

-Magere Anschlussausstattung
-GPU-Throttling unter Volllast
-Höhe / Gewicht
-Bereits im Leerlauf laut
-Wackeliger Deckel

Shortcut

Was uns gefällt 

Ein hochwertiges Displaypanel, das sogar zum Arbeiten taugen könnte. Zwei leise Festplatten mit 1.000 GB Speicherplatz und niedrige Temperaturen auf den Oberflächen.

Was wir vermissen 

Einen konstant drehenden Lüfter. Das plötzliche Auf und Ab geht auf die Nerven. Das weiche Tippgefühl der rutschigen Tasten und die nicht markierten WASD-Tasten werden nicht jedem gefallen. 

Was uns verblüfft 

Warum ist die Intel HD deaktiviert? Die Energieaufnahme hätte geringer und die Laufzeiten hätten länger ausfallen können.

Die Konkurrenz 

Alternativen im gleichen Preisbereich sind der Asus G74SX-3DE bzw. G74SX-91079V Gamer, das Samsung 700G7A (GTX 570M), das Schenker XMG P511 (GTX 570M), das HP Pavilion dv7-6b02eg (HD 6770M) und der Medion Erazer X7813-MD97895. Alle mit gleicher GPU, falls nicht anders vermerkt.

Bewertung

Toshiba Qosmio X770-11C
20.03.2012 v2
Sebastian Jentsch

Gehäuse
80%
Tastatur
76%
Pointing Device
80%
Konnektivität
68%
Gewicht
62%
Akkulaufzeit
58%
Display
82%
Leistung Spiele
94%
Leistung Anwendungen
91%
Temperatur
87%
Lautstärke
79%
Auf- / Abwertung
80%
Durchschnitt
78%
81%
Gaming *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Sebastian Jentsch (Update: 11.02.2014)