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AMD: Mit Brazos 2.0 in den Ultrabook-Markt?

Die bislang exklusiv mit Intel-Prozessoren ausgerüsteten Ultrabooks könnten in Zukunft Konkurrenz durch AMD bekommen. Auf Basis der aufgefrischten Brazos-Plattform möchte der Hersteller in den Markt der Ultra-Thin-Notebooks eintreten.

Intel ist derzeit stark darum bemüht, die derzeit noch hohen Ultrabook-Preise in den nächsten Monaten zu senken. Das die schnellen, aber auch sehr teuren ULV-Prozessoren der Sandy-Bridge-Architektur daran nicht ganz unschuldig sind, will der Chipriese bislang nicht eingestehen.

Nun könnte eine neue Wendung dafür sorgen, dass die Preisspirale nach unten deutlich schneller in Bewegung gerät. Wie das Magazin The Australian berichtet, plant der Prozessorhersteller AMD, selbst in den Markt der Ultra-Thin-Notebooks einzusteigen. Schon im kommenden Januar könnten erste Geräte vorgestellt werden.

Als Basis dafür soll die kürzlich angekündigte „Brazos 2.0“-Plattform dienen. Nachdem die für 2012 geplanten Nachfolger von der Roadmap gestrichen wurden, kommt weiterhin die in 40 Nanometer gefertigte Bobcat-Architektur zum Einsatz. Neues Spitzenmodell soll der E2-1800 werden, der die Nachfolge des aktuellen E-450 antritt. Der CPU-Takt steigt mit dem neuen Prozessor leicht auf 1,7 GHz, zudem kann die Grafikeinheit nun auf einen Turbo-Modus bis 680 MHz zurückgreifen und hört auf den Namen Radeon HD 7340.

Dass die Brazos 2.0 Plattform mit der Leistung von Intels ULV-Prozessoren zu konkurrieren vermag, ist nicht zu erwarten. Wohl aber, dass AMD die Preise der Konkurrenz deutlich unterbietet und somit Ultra-Thin-Notebooks ermöglicht, die mehrere hundert US-Doller unter den Ultrabooks mit Intel-CPUs liegen.

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Autor: Till Schönborn,  8.12.2011 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.