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Ultrabooks: Neben Metallchassis künftig auch zwei Arten von Hybrid-Gehäusen

Die Hersteller von Ultrabooks können Apples Macbook Air mit seinem Alu-Unibody-Chassis im gleichen Preissegment bisher nicht wirklich angreifen. Um die Preise für die Intel-Ultra-Thins zu drücken, geht die Suche nach günstigeren Gehäusen weiter.

Apple ist bei den Ultra-Thin-Notebooks mit seinem Macbook Air nach wie vor die Nummer 1. Neidisch schielen die Hersteller von Ultrabooks auf Apples Unibody-Aluminium-Chassis, das hinsichtlich Qualität und Materialeigenschaften noch immer die Messlatte für andere Ultra-Thin-Notebooks darstellt. Metallgehäuse sind begehrt, aber Apple lastet bereits große Teile der Produktionskapazitäten für Metallchassis aus.

Die Knappheit von Metallgehäusen und der enorme Preisdruck lassen die Hersteller von Ultrabooks bereits seit geraumer Zeit nach günstigeren Alternativen bei den Notebookchassis suchen und auch Intel selbst möchte die Preise für Ultrabooks deutlich unter 1.000 US-Dollar bekommen. Daher wollen die ODMs künftig auch Ultrabooks mit günstigeren Hybridgehäusen aus Glasfaser- und Plastik-Verbundwerkstoffen herstellen. Reine Plastikgehäuse werfen aber neue Fragen hinsichtlich Erwärmung respektive Kühlung der Ultrabooks auf.

Zudem konnten einige der bisher gezeigten Ultrabook-Modelle mit Plastikgehäusen, die verschiedene Auftragshersteller auf der IDF 2011 gezeigt hatten, hinsichtlich Haptik und Gesamteindruck nicht überzeugen. Wir wir berichteten, sucht ODM Wistron abseits von Plastikmaterialien nach Alternativen und will ein neues Gehäusematerial für Ultrabooks entwickeln. Wie aus Herstellerkreisen zu hören ist, könnte es sich hierbei, statt „gefräster Aluminium-Unibody-Chassis“, um „gepresste Metallchassis“ mit einem geklebten Plastikinnenleben handeln.

Das würde schon alleine wegen der derzeitig noch recht begrenzten Kapazitäten bei den Herstellern von Metallgehäusen Sinn machen. Diese haben einfach nicht genügend CNC-Maschinen und jede Fräseinheit kann lediglich 1 Unibody-Gehäuse alle 3 Stunden produzieren. Eine CNC-Maschine kann laut Berichten daher nur insgesamt 8 Stücke pro Tag fräsen. Für die Ultrabook-Hersteller kommt noch erschwerend hinzu, dass der Produktionsausfall bei Catcher Technology, dem größten Hersteller für Unibody-Chassis, die knappe Liefersituation für Metallchassis weiter verschärft hat. Und bei Catcher wird vorrangig zunächst Apple beliefert.

Die beiden Hauptlieferanten für die neuen Aluminium-Chassis mit Kunststoff-Innenteilen sollen die in Taiwan ansässigen Firmen Bin Chuan Enterprise (Hamagawa) und Chi Cheng Enterprise sein, so der Bericht weiter. Während ein Unibody-Gehäuse 40 bis 80 US-Dollar kostet, sollen die neuen Alu-Plastik-Gehäuse mit 20 bis 30 US-Dollar zu Buche schlagen. In Zukunft soll es für die Ultrabooks dann 3 Gehäuseklassen geben: Unibody-Metall-Gehäuse im High-End-Sektor, das neue Chassis-Design aus Aluminium und Kunststoff für den Mid-Range-Bereich und Kunststoff-Glasfaser-Chassis für den Billigbereich.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 21.11.2011 (Update:  9.07.2012)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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