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Crypto-News: Reisevideo zeigt den Alltag mit Bitcoin als Währung in El Salvador

In El Salvador kann man sich beim Bezahlen entscheiden, ob man digital mit Bitcoin oder Dollar bezahlen will. (Bild: Finanzfluss)
In El Salvador kann man sich beim Bezahlen entscheiden, ob man digital mit Bitcoin oder Dollar bezahlen will. (Bild: Finanzfluss)
Bitcoin als Währung? Wie gut oder schlecht funktioniert das nun wirklich in El Salvador, wo der Crypto-Coin ja als anerkannte Währung auf Augenhöhe mit dem US-Dollar konkurriert. Was denkt die Bevölkerung und wo liegen die Probleme? Ein Video zeigt Hintergründe zum großen Krypto-Experiment.

Seit September 2021 ist Bitcoin in El Salvador offiziell "legal tender", also eine dem US-Dollar gleichgestellte Währung, was dem Schwellenland eine gehörige Portion Aufmerksamkeit aus der Crypto-Community und vielleicht die eine oder andere Investition gebracht hat, auch anderen lateinamerikanische Ländern wie Paraguay werden ähnliche Pläne nachgesagt. Nayib Bukele, der Präsident El Salvadors hat aber noch viel ambitioniertere Krypto-Pläne und will mittels Bitcoin-Bonds und finanzkräftiger Unterstützung eine ganze Bitcoin City am Fuße des Vulkans Conchagua aus dem Boden stampfen inklusive grüner Thermoenergiekraftwerke, die auch gleich fürs Bitcoin-Mining genutzt werden sollen.

Dass man in der Hauptstadt San Salvador mittlerweile bei McDonalds mit Bitcoin bezahlen kann, war bereits vor einigen Wochen Thema, der vom Finanzportal Finanzfluss veröffentlichte Reisebericht (siehe unten) geht nun aber ein wenig in die Tiefe und spricht auch potentielle Probleme des Entwicklungslandes mit der digitalen Währung an, etwa die mangelnde Finanzbildung der meisten Bewohner, insbesondere älterer und ärmerer Bevölkerungsschichten, die dazu führt, dass von der Crypto-Revolution bis dato noch nicht alle profitieren können, nur die Jungen dürften hier bereits ihre große Chance erkannt haben. Auch wenn offiziell Bezahlen mit Bitcoin fast überall möglich sein sollte, klappt das wohl nicht immer problemlos, teils weil die lokale Bevölkerung auch einfach nicht gut genug geschult ist.

So scheinen sich viele SalvadorianerInnen in der staatlichen Chivo Wallet lieber noch in US-Dollar bezahlen zu lassen, um den potentiellen Kursschwankungen des Krypto-Coins zu entkommen. Man muss also keine Bitcoins annehmen, wenn man nicht will und viele dürften hier aktuell noch zum vermeintlich sichereren US-Dollar greifen beziehungsweise gar nicht wissen, was man abseits der Chivo-Wallet noch für Optionen hat. Gleichzeitig zeigt das Video aber auch, dass insbesondere jene, die von ihren Verwandten in den USA Geld bekommen, doch stark von Bitcoin profitieren. Ein spannender Reisebericht, der beide Seiten der Medaille beleuchtet und vielleicht auch sanfte Kritik übt, denn viele Bevölkerungsschichten haben aktuell wohl ganz andere Sorgen als Bitcoin. 

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Autor: Alexander Fagot,  1.01.2022 (Update:  1.01.2022)