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Das StudioBook Pro 17 von Asus bietet zwar ordentlich Leistung, schwächelt aber bei den Details

Die mobile Workstation aus der neuen ProArt-Serie von Asus richtet sich an professionelle Nutzer und Content Creators, ist mit knapp 4.000 Euro aber keinesfalls ein Schnäppchen. Lohnt sich die Investition, oder sollte man eher bei der Konkurrenz zuschlagen?
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Das neue ProArt StudioBook Pro 17 von Asus ist eine 17 Zoll große mobile Workstation mit einen extrem flachen Gehäuse (18,4 mm). Damit ist es auch eines der dünnsten Geräte, die mit einer Nvidia Quadro RTX Studio ausgestattet sind. Bei unserem ausführlichen Test konnten uns viele Dinge überzeugen, doch es gibt auch Schwachstellen, die man vor dem Kauf kennen sollte.

Die Leistung ist prinzipiell gut, wird aber standardmäßig durch die Lüfterprofile von Asus begrenzt. Unabhängig von den normalen Windows-Energieeinstellungen muss man das Lüfterprofil im der MyAsus-App verändern. Das normale "Auto"-Profil begrenzt die Leistung, dafür bleiben aber auch die Lüfter unter hoher Last sehr leise. Nur wer beide Komponenten gleichzeitig belastet, sollte das Profil "Turbo" wählen, ansonsten wird vor allem die CPU-Leistung begrenzt. Dann muss man aber mit den nervösen Lüftern leben, die in diesem Modus lauter werden und extrem schnell auf kleine Laständerungen reagiert, was in der Praxis oftmals nervt. Im Alltag würden wir daher immer die Stellung "Auto" empfehlen.

Das Display kann den Anspruch an ein derart teures Gerät nicht erfüllen. Es handelt sich zwar um ein mattes 16:10-Panel (1.920 x 1.200 Pixel), aber die Werte für die Helligkeit und den Kontrast sind höchstens durchschnittlich. Zudem gibt es keine Option für ein hochauflösendes Panel. Allerdings ist der Bildschirm werksseitig sehr gut eingestellt und eine nachträgliche Kalibrierung ist nicht nötig.

Im Alltag sind es zudem die kleinen Dinge, die ein wenig stören. Die Anschlüsse befinden sich sehr weit vorne an den beiden Seiten und vor allem der mittig platzierte Netzanschluss mit dem gewinkelten Stecker ist ungünstig, da das Kabel entweder Anschlüsse blockiert oder vor der Kühlöffnung liegt. Zudem hätten wir uns einen dedizierten Nummernblock gewünscht. Zwar fungiert das Touchpad alternativ als Nummernblock (was auch ziemlich gut funktioniert), doch durch das fehlende Feedback kann man ihn nicht blind bedienen. Zuletzt bleibt noch der vergleichsweise kleine Akku, der keine besonders langen Laufzeiten ermöglicht.

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Autor: Andreas Osthoff,  9.05.2020 (Update: 19.05.2020)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.