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Forschung: Revolutionärer 3D-Chip vom MIT

Forschung: Revolutionärer 3D-Chip vom MIT
Forschung: Revolutionärer 3D-Chip vom MIT
Die Kommunikation zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher kann sich in Zukunft mehr und mehr zum Flaschenhals entwickeln. Ein neuer Prototyp-Chip vom MIT verfolgt einen neuen Ansatz.

Forscher der Stanford-Universität haben in Zusammenarbeit mit dem MIT den Prototypen eines neuen Chips hergestellt. Dieser soll u.a. die Bandbreiten-Problem zwischen dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher durch eine komplett neuartige Architektur umgehen.

Der Chip ist das angeblich komplizierteste Produkt neuester Nanotechnologie und vereint Prozessor, RAM und verschiedene Sensoren auf einem einzigen Chip. CPU, Sensoren und Ram werden in verschiedenen Schichten zu einem 3D-Chip verarbeitet, wodurch Kommunikation-Probleme durch zuvor getrennte CPU und RAM wegfallen.

Möglich macht dies vor allem ein Tausch des verwendeten Materials. Bisher werden moderne Chips aus Silizium hergestellt. Das herkömmliche Material müsste bei der Herstellung des Chips aber stark erhitzt werden, was die RAM-Schicht zerstören würde.

Deshalb verwendet man Graphen statt Silizium. Graphen kann als neues „Supermaterial“ bezeichnet werden. Man erhofft sich viele Meilensteine vom Baustoff. Der 3D-Chip beinhaltet nun eine Prozessorschicht aus kleinsten Karbonnanoröhrchen, auf denen eine RAM-Schicht liegt. Dadurch entsteht eine 3D-Computerarchitektur, so die Forscher.

Selbstredent ist es bisher nicht abzusehen ob und wann der Prototyp jemals serienreif wird. Aber die Ergebnisse sollen einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung heutiger Recheneinheiten liefern.

Quelle(n)

MIT via Engadget

Bild: MIT

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Autor: Christian Hintze,  6.07.2017 (Update:  6.07.2017)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).