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Gemini PDA wird mit Kali Linux-Support zum Gadget für Hobby-Pentester

Der Neue unter den auswählbaren OS auf dem Gemini PDA heisst Kali Linux
Der Neue unter den auswählbaren OS auf dem Gemini PDA heisst Kali Linux
Das Indiegogo Crowdfunding-Projekt von 2018 wird auch nach einem Jahr noch weiterentwickelt. Ab sofort wird neben Debian auch Kali Linux auf dem multibootfähigen Smartphone unterstützt und macht das Gerät für Hobby-Pentester interessant.

Der Gemini PDA war 2018 das erfolgreiche Crowdfunding-Produkt auf Indiegogo von Planet Computers und spielte eine Finanzierung von über 2,18 Millionen Euro ein. Eine Besonderheit an dem Smartphone, welches an sich schon aufgrund seines Aussehens und der Idee von anderen Handymodellen deutlich unterschiedet, ist sozusagen die Multibootfähigkeit. Mittels eines zur Verfügung gestellten Web-Tools können beinahe auch Knopfdruck bis zu drei Partitionen erstellt werden, wobei bis vor Kurzem nur die Optionen "Standard Android", "Debian Linux" und "Sailfish" zur Verfügung standen. 

Doch anscheinend haben viele Hobby-Pentester das Gemini als das ideale mobile Spielzeug für den Außeneinsatz entdeckt und der Ruf nach einem Kali Linux-Support wurde so laut, dass Planet Computers nun ab sofort im Partitions-Tool auch Kali Linux unterstützt. Auch an den anderen OS wurde gearbeitet und "Sailfish 3 Beta Community" veröffentlicht. Damit nicht genug, weiters befindet sich derzeit Android 8.1 im Test, der Hersteller rechnet damit, dass die Indiegogo-Backer in den nächsten Wochen von Android 7 auf 8.1 upgraden werden können.

Es ist erfreulich, dass auch fast einem Jahr nach dem Release weiterhin so hart an der Implementierung und Unterstützung weiterer Betriebssysteme gearbeitet wird. In der Crowdfunding-Szene ist dies nicht immer üblich, doch Planet Computers geht mit gutem Beispiel voran. Mittlerweile arbeitet Planet Computers auch bereits an ihrem neuen PDA-ähnlichen Smartphone, dem Cosmo Communicator. Dieses ist mit 1,267 Million US-Dollar ebenfalls bereits erfolgreich finanziert und befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Im Mai 2019 sollen dann die ersten Geräte ausgeliefert werden.

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Autor: Daniel Puschina, 16.02.2019 (Update: 16.02.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.